Bitten für einen Entlaufenen

Philemon 1 – 25

1 Paulus, ein Gefangener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, an Philemon, den Lieben, unsern Mitarbeiter, 2 und an Aphia, die Schwester, und Archippus, unsern Mitstreiter, und an die Gemeinde in deinem Hause: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

             In anderen Briefen stellt Paulus sich anders vor: als Apostel, als Knecht Christi. Hier aber: ein Gefangener Christi Jesu. Doppeldeutig: einer, der von Jesus gefangen, in Beschlag genommen ist oder einer, der für Jesus in Gefangenschaft ist. Das zweite trifft jedenfalls zu: „Er schreibt diesen Brief als einer, der um seines Missionsdienstes willen gefangen ist.“(P. Stuhlmacher Der Brief an Philemon, EKK, Neukirchen 1975, S. 29)

             Paulus ist nicht allein. Auch wenn Timotheus kaum Mitautor ist, ist er doch Mit-Absender. Auch der Adressat ist nicht allein. Neben ihm werden Aphia, die Schwester, und Archippus, unsern Mitstreiter und die ganze Gemeinde im Haus des Philemon genannt und gegrüßt.

            Alles, was folgen wird, steht unter dieser Überschrift, diesem Segensgruß: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Schön, dass dieser Gruß immer wieder auch zum Kanzelgruß wird – ganz gleich, wie die nachfolgende Predigt ausfallen wird.

4 Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich deiner gedenke in meinen Gebeten 5 – denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die du hast an den Herrn Jesus und gegenüber allen Heiligen -, 6 dass der Glaube, den wir miteinander haben, in dir kräftig werde in Erkenntnis all des Guten, das wir haben, in Christus. 7 Denn ich hatte große Freude und Trost durch deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch dich, lieber Bruder.

            Mit welcher Herzlichkeit spricht Paulus Philemon an. Es wird deutlich: Philemon ist ein guter Mensch, ein Bruder in Christus nach dem Herzen des Paulus. Andere haben etwas von seinem Glauben. Und er selbst ist auf einem guten Weg, der ihn in die Fülle Christi führt. Sein Glauben wächst – das heißt in der Sprache des Paulus: Er bringt das eigene Leben mehr und mehr zusammen mit dem Vertrauen auf den gekreuzigten und auferstanden Christus. Philemon ist eine Wohltat für die Gemeinde, die sich in seinem Haus sammelt, viel mehr als nur ein reicher, einflussreicher Mann. Es will etwas heißen, dass Paulus ihn, den ortsfesten, ansässigen Menschen doch seinen Mitarbeiter nennt. Und erst recht ist es voller Bedeutung, dass Paulus es benennt: Philemon hat ihm selbst gut getan, ihn ermutigt, getröstet, gestärkt. Das braucht der Apostel, der so viel unterwegs ist, das tut ihm als Erinnerung jetzt gut: Ich habe in Philemon einen brüderlichen Menschen an meiner Seite. Das alles schreibt Paulus, weil es ihm wichtig ist und weil es für die nachfolgende Bitte wichtig ist.

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An einen Freund

Brief an Philemon

1 Paulus, ein Gefangener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, an Philemon, den Lieben, unsern Mitarbeiter, 2 und an Aphia, die Schwester, und Archippus, unsern Mitstreiter, und an die Gemeinde in deinem Hause: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

4 Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich deiner gedenke in meinen Gebeten 5 – denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die du hast an den Herrn Jesus und gegenüber allen Heiligen -, 6 dass der Glaube, den wir miteinander haben, in dir kräftig werde in Erkenntnis all des Guten, das wir haben, in Christus. 7 Denn ich hatte große Freude und Trost durch deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch dich, lieber Bruder.

Mit welcher Herzlichkeit spricht Paulus Philemon an. Es wird deutlich: Philemon ist ein guter Mensch, ein Bruder in Christus nach dem Herzen des Paulus. Andere habe etwas von seinem Glauben. Und er selbst ist auf einem guten Weg, der ihn in die Fülle Christi führt. Sein Glauben wächst – das heißt in der Sprache des Paulus: Er bringt das eigene Leben mehr und mehr zusammen mit dem Vertrauen auf den gekreuzigten und auferstanden Christus. Philemon ist eine Wohltat für die Gemeinde, die sich in seinem Haus sammelt, viel mehr als nur eine reicher, einflussreicher Mann. Es will etwas heißen, dass Paulus ihn, den ortsfesten, ansässigen Menschen doch seinen Mitarbeiter nennt. Und erst recht ist es voller Bedeutung, dass Paulus es benennt: Philemon hat ihm selbst gut getan, ihn ermutigt, getröstet, gestärkt. Das braucht der Apostel, der so viel unterwegs ist, das tut ihm als Erinnerung jetzt gut: Ich habe in Philemon einen brüderlichen Menschen an meiner Seite. Das alles schreibt Paulus, weil es ihm wichtig ist und weil es für die nachfolgende bitte wichtig ist. „An einen Freund“ weiterlesen