Dein Werk kann niemand hindern

Apostelgeschichte 28, 17 – 31

17 Es geschah aber nach drei Tagen, dass Paulus die Angesehensten der Juden bei sich zusammenrief.

 Paulus verliert keine Zeit. Er hat ja schon zwei Jahre in Cäsarea verloren und auch die Schiffs-Reise war, aller Bewahrung zum Trotz, kein Zeitgewinn. Darum ruft er, kaum in Rom, nach drei Tagen die führenden Leute der jüdischen Community zusammen. Es gibt Schätzungen, dass in dieser Zeit fast 50.000 Juden in Rom leben. Der Apostel sucht sie zuerst, so wie er immer zuerst die Gemeinden der Synagoge gesucht hat. Selbst in Rom hält er durch: die Juden zuerst. Dass er die Angesehensten rufen lässt, ist keine Anmaßung, sondern wohl dem geschuldet, dass seine Bewegungsfreiheit doch eingeschränkt ist. Schließlich ist er nicht gänzlich frei, sondern nur ein frei wohnender Gefangener unter Bewachung.

Als sie zusammengekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr Männer, liebe Brüder, ich habe nichts getan gegen unser Volk und die Ordnungen der Väter und bin doch als Gefangener aus Jerusalem überantwortet in die Hände der Römer. 18 Diese wollten mich losgeben, nachdem sie mich verhört hatten, weil nichts gegen mich vorlag, das den Tod verdient hätte.

 Auch hier, wie schon so oft, versucht er in ausgesuchter Freundlichkeit einen Zugang zu seinen Gesprächspartnern zu gewinnen: Ihr Männer, liebe Brüder. Es folgt eine Beteuerung, dass er kein Feind des Volkes Israel ist und sich nicht gegen die Ordnungen der Väter vergangen hat. Auch die römischen Institutionen in der Provinz Syrien haben seine Unschuld bestätigt. Es gibt also, von der Obrigkeit Rom aus gesehen, keinen Grund zur Anklage. Daran liegt dem Autor Lukas und das lässt er Paulus ausdrücklich sagen: Der „Fall Paulus“ gehört vor kein römisches Gericht.

 19 Da aber die Juden widersprachen, war ich genötigt, mich auf den Kaiser zu berufen, nicht als hätte ich mein Volk wegen etwas zu verklagen. 20 Aus diesem Grund habe ich darum gebeten, dass ich euch sehen und zu euch sprechen könnte; denn um der Hoffnung Israels willen trage ich diese Ketten.

Wenn er, Paulus jetzt trotzdem in Rom in dieser Lage ist, dann, weil die Juden ihn so bedrängt haben, dass er sich auf den Kaiser berufen musste. Es ist ganz klar: das ist die falsche Instanz. Bei der Wendung die Juden weiß der Leser, dass es die Leute im Hohen Rat waren, nicht das ganze Volk. Und auch das weiß der Leser: Es war letztlich Festus mit seiner merkwürdig korrekt-unkorrekten Haltung, der Paulus dazu genötigt hat, sich auf den Kaiser zu berufen. Worum es Paulus geht: Er ist kein Ankläger, kein Feind Israels in Rom.

Weil er sie sucht, nicht nur als Volksgenossen, spricht er mit ihnen. Und sie sollen wissen: Um der Hoffnung Israels willen trage ich diese Ketten. Was beim ersten Hinhören vage klingt, gewinnt doch Fülle, wenn wir uns erinnern: Die Hoffnung Israels ist schon in Cäsarea als die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten (26,6 + 26,22-23) präzisiert worden.

 21 Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben deinetwegen weder Briefe aus Judäa empfangen noch ist ein Bruder gekommen, der über dich etwas Schlechtes berichtet oder gesagt hätte. 22 Doch wollen wir von dir hören, was du denkst; denn von dieser Sekte ist uns bekannt, dass ihr an allen Enden widersprochen wird.

Es mutet unwahrscheinlich an: Sie wissen noch nichts, sie sind nicht vor-informiert. Relativiert das womöglich unsere Sicht, dass sich die ganze Judenschaft rund um den Mittelmeer-Raum nur noch mit der Causa Paulus beschäftigt? Es könnte doch sein, dass nicht allüberall über diesen umgedrehten Pharisäer geredet worden ist und sie, die Juden in Rom, zumal andere Themen hatten, erst recht, nachdem der Ärger über das Klaudius-Edikt (18,2) sich wieder gelegt hatte. Und was den regen Briefverkehr und Tourismus angeht – es ist gut, sich daran zu erinnern, wie lange die Reise des Paulus von  Cäsarea bis Rom gedauert hat. Es sind nicht die Verkehrs- und Kommunikations-Verhältnisse des 21. Jahrhunderts!

Aber was die Juden wissen, könnte reichen, um ein wenig reserviert zu sein: Dieser Sekte wird an allen Enden widersprochen.  Sekte – im Griechischen steht: αρεσις – Häresie. Aber hier klingt das noch nicht so, wie wir es hören. Gemeint ist „Partei, Überzeugung, Ansicht“(Gemoll, aaO. S. 19) Dass es hier um eine Sekte geht, hat nicht den abwertenden Klang unserer Tage. Auch Pharisäer und Sadduzäer sind, so gesehen, eine Sekte, eine Partei. Nüchterner, sachlicher übersetzt wäre: von dieser  Richtung ist uns bekannt. Aber manchmal treiben Übersetzungen eben auch Meinung. Dass Paulus als Sektierer abgestempelt wird, soll vielleicht spätere Aversion bei ihm erklären. Dieser kurze Satz reicht, um die Schwierigkeiten in der Absicht des Paulus, das offene Gespräch zu suchen und Zeugnis für Christus abzulegen, klar zu machen.

 23 Und als sie ihm einen Tag bestimmt hatten, kamen viele zu ihm in die Herberge. Da erklärte und bezeugte er ihnen das Reich Gottes und predigte ihnen von Jesus aus dem Gesetz des Mose und aus den Propheten vom frühen Morgen bis zum Abend.

 Es kommt jedoch zu einer Verabredung und es kommen viele zu ihm in die Herberge. Paulus ist in seinem Element. Er bezeugt und predigt. Er argumentiert und lehrt. In die Botschaft vom Reich Gottes zeichnet er die Jesusgeschichte ein. Es ist der Weg, den die neutestamentlichen Autoren wieder und wieder gehen: Aus der Schrift, dem Gesetz und den Propheten suchen sie zu belegen, dass Jesus die Erfüllung der Schrift ist, dass das Reich Gottes in ihm angefangen hat und gegenwärtige Wirklichkeit wird, da wo man ihm glaubt, an ihn glaubt, ihn als den Christus Gottes glaubt.

Es ist – im starken Kontrast zu der Kurz-Unterweisung an den Kämmerer aus Äthiopien (8, 24-41) – ein Tagwerk. Vom frühen Morgen bis zum Abend sind sie zusammen, reden, hören, bedenken, fragen. Es zeigt Beides: Den Einsatz des Predigers Paulus und die Bereitschaft seiner Hörer, sich wirklich ein Urteil bilden zu können. Sie sind alle nicht leichtfertig und leicht fertig.

 24 Die einen stimmten dem zu, was er sagte, die andern aber glaubten nicht.

Das Ergebnis ist gespalten. Manche können zustimmen, andere glauben nicht. Es stehen sich nicht einfach Glaube und Unglaube gegenüber. Auch von denen, die zustimmen, sagt Lukas nicht, dass sie gläubig geworden seien. Aber sie haben wohl in ihrem Hören eine neue Offenheit gewonnen. Sie sind ins Fragen gekommen. Die Anderen dagegen sind mit der Angelegenheit fertig: Sie glauben nicht. 

25 Sie waren aber untereinander uneins und gingen weg, als Paulus dies eine Wort gesagt hatte: Mit Recht hat der Heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu euren Vätern gesprochen (Jesaja 6,9-10): 26 »Geh hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr’s hören und nicht verstehen; und mit den Augen werdet ihr’s sehen und nicht erkennen. 27 Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt und ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.«

 

Manchmal ist es hilfreich, sich in eine erzählte Situation hinein zu versetzen. Ich frage mich: Wenn ich einer der Juden wäre, fragend, zweifelnd, abwägend, was das alles ist. Und dann kommen diese Sätze aus dem Jesajabuch – wohl vertraut, weil sie prophetische Worte sind. Aber es sind Urteilsworte gegen Israel, begründet aus dem Urteil Gottes. Und sofort frage ich: Was machst Du aus dir, Paulus? Bist du der, der das beanspruchen darf, ein geradezu endgültiges Urteil über Israel zu sprechen? Bist du in dieser Stunde Gottes Mund?

Vielleicht aber ist Paulus ja doch wenigstens ein bisschen vorsichtig, wenn er sagt: Mit Recht hat der Heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu euren Vätern gesprochen. So etwas kann keiner von sich aus sagen. Als menschliches Urteil wäre es blanker Hochmut, Anmaßung, Selbstüberhebung. Nur als Wort, das der Geist bestätigt, ist es in seiner Härte zu wagen.

Diese Worte aus dem Mund des Paulus klingen wie das Aus für alle Bemühungen um Israel. Es schwingt auch eine innere Distanz in den Worten mit, wenn er sagt: zu euren Vätern. Sind es nicht auch seine Väter? Die, des Mannes, der von sich schreibt: „auch ich bin ein Israelit, vom Geschlecht Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.“ (Römer 11,1) Einen Tick stolzer noch: „Wenn ein anderer meint, er könne sich aufs Fleisch verlassen, so könnte ich es viel mehr, der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer,   nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen.“(Philipper 3, 4-6)

 Dieser jüdische Mann hat seinen jüdischen Brüdern nichts mehr zu sagen, weil es vergebliche Liebesmühe ist. Die Sendung des Christus und der Auftrag des Paulus gehen von nun an hin zu den Heiden. Es ist eine aktuelle Abkehr. Um der Hinkehr zu den Heiden willen. Und noch in den Worten der Begründung ist für mich der Schmerz zu spüren, dass sie nicht hören. Noch weiter überlege ich: Zitiert Paulus hier den Propheten, weil er weiß, dass dies nicht das letzte Wort bei Jesaja ist, dass da ein weiter, großer Bogen geschlagen wird, hin zu neuen Verheißungen an Israel?

Es ist eine Darstellung des Lukas, die sicherlich historisch Richtiges abbildet. Es hat diese scharfe Trennung gegeben, wenn auch wohl kaum so früh und auch nicht zuerst in Rom. Die Trennung hat sich in Palästina angebahnt und sich dann vor allem dort vollzogen, wo es im heidnischen Umfeld Synagogen gab. Rom ist hier nur symbolisch zu nehmen für diesen langen Trennnungsprozess. Sie hat sich umso mehr verschärft im Wachsen der Kirche aus den Völkern und in dem Minderheit-werden der Gläubigen aus den Juden.

Aber die Trennung ist nicht das letzte Wort in der Sache Israel und schon gar nicht das Ende der Hoffnungen des Paulus im Blick auf Israel. „Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob. Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«(Römer 11, 25-27) So gesehen ist diese Abkehr des Paulus von seinen jüdischen Geschwistern eine vorübergehende Angelegenheit. Paulus hat Hoffnung, auch für Israel. Der Tag von Rom ist nicht der letzte Tag.

  28-29 So sei es euch kundgetan, dass den Heiden dies Heil Gottes gesandt ist; und sie werden es hören.

Vor allem aber: Es ist der Tag einer entschlossenen Hinwendung zu den Heiden. Von nun an gilt die Botschaft des Paulus den Heiden. Und er ist gewiss: Sie werden das Heil Gottes hören. Er wird keinen tauben Ohren predigen. Sagt er, der in Philippi im Gefängnis gelandet ist, weil Heiden ihn wegen Geschäftsschädigung beklagt haben, der in Athen „Körnerpicker“(16, 18) genannt wurde und kaum Glauben gefunden hat, der in Ephesus auf wilde Feindschaft (19, 28) getroffen ist, weil er auch  dort geschäftliche Belange mit seiner Predigt gestört hat. Dennoch: Sie werden hören.

 Wer Jesaja so gut kennt wie Paulus, der hat auch das andere Wort aus dem Prophetenbuch wohl im Sinn: „Mein Wort wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.“ (Jesaja 55, 11) Davon nährt sich die Zuversicht des Paulus, dass er solchen Worten traut. Auch in allem, was er über Israel denkt, glaubt und sagt

Es gibt im westlichen Text wieder einen Nachtrag, einen Vers 29, der – in meinen Augen – nicht überflüssig ist: „Und als er das gesagt hatte, gingen die Juden weg und stritten noch lange miteinander.“ Für die Juden ist dieses harsche Wort des Paulus noch nicht das letzte Wort. Sie haben einander noch viel zu sagen. Und der westliche Text bewahrt die Hoffnung, dass sich die vielen Fragen (so übersetzt die Lutherbibel 1964) doch irgendwann noch klären werden.

30 Paulus aber blieb zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen, 31 predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert.

 Es ist fast so, als dürfte Paulus jetzt die zwei Jahre Haftzeit in Cäsarea nachholen. zwei volle Jahre  darf er in Rom leben, wirken, Menschen zu Gast laden und predigen und lehren. Zeuge Jesu sein.  Gewiss, er ist in Rom kein völlig freier Mann. Aber er ist frei für alle, die zu ihm in seine Wohnung kommen. Die Wohnung, gezeigt wird dem Rom-Reisenden heute  gerne der Mamertinische Kerker als die „Wohnung“ des Paulus, ist ihm kein Gefängnis, trotz des Wachsoldaten. Er kann aufnehmen, die zu ihm kommen, kann sie hinein nehmen in sein Leben und kann seine Botschaft an sie weitergeben. Er tut dies mit allem Freimut. Es ist die Freimütigkeit, die Gott schenkt, die aus dem Geist Gottes erwächst, eine Geistesgabe ist.

Der Schriftsteller Lukas lässt es sich nicht nehmen, hier sein Werk zu runden. Die Apostelgeschichte hat begonnen damit, dass Jesus mit seinen Jüngern redete vom Reich Gottes (1,3). Sie schließt mit der Verkündigung des Paulus von diesem Reich. Sie hat begonnen mit dem Bild Jesu als dem, der in den Himmel aufgenommen wird und sie schließt mit der Predigt des Paulus von dem Herrn Jesus Christus.

Das letzte Wort der Apostelgeschichte ist nicht zufällig: ungehindert. Ακωλύτως. Das ist das Werk Gottes: Niemand kann es hindern, kein Staat nicht, keine Gefangenschaft der Zeugen, keine Feindschaft. Weil Gott das Evangelium von Jesus Christus der ganzen Welt zugedacht hat, darum ist das letzte Wort der Apostelgeschichte dieses Wort: ungehindert. „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1. Timotheus 2,4) Diesen Heilswillen Gottes kann und darf niemand hindern, auch heute nicht.

Dein Werk darf niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn,                        wenn Du, was Deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.                                                                      P. Gerhardt 1653   EG 361

 Es ist an uns, den Leserinnen und Lesern, uns in diesen Heilswillen Gottes hinein zu geben, ihm zu dienen.

Zum Weiterdenken

 Die Apostelgeschichte – so habe ich es gelernt und in der Lektüre auch selbst neu erfahren – ist Führungsgeschichte. Sie erzählt, wie Gott in Christus seine Sache führt. Manchmal durch himmlische Boten, manchmal inkognito. Oft führt er durch den Geist, der sich bei Menschen durch Träume, Gesichte oder auf andere Weise zu Wort meldet.

Wenn in der Erzählung nach dem Geschehen im Haus des Evangelisten Philippus nicht mehr von Botschaften des Geistes die Rede ist, mag das daran liegen, dass ja seit der Gefangennahme des Paulus in Jerusalem das Geschehen sozusagen fast automatisch abläuft. Hier muss der Geist keine Wegweisung mehr geben. Sie ergibt sich aus der Sachlage. Sie ist, so könnte ich auch sagen, eingepackt in die Entscheidungen der Mächtigen. Was es in dieser Zeit aber braucht, sind Ermutigungen, Bestärkungen an Paulus, die ihm Gewissheit geben, dass dieser Weg mit seiner Enge, seinen Verzögerungen, seiner Gefangenschaft doch der Weg des Herrn mit ihm ist. Diese Zuwendung erfährt er, durch nächtliche Zusprüche, vom Herrn Jesus selbst. Auch und gerade in der Not ist der Herr gegenwärtig, nahe.

Auch das ist ein wichtiger Aspekt der Führungsgeschichte: Der führende Herr braucht Menschen, die sich seinen Führungen anvertrauen. Ihre Verantwortung, ihren Mut, ihre Treue, ihren Glauben. Er führt, auch in Ängsten, auch in Nöten, auch in Dunkelheiten. Es ist sein Weg und unser Weg durch das Leben darf dazu werden: Zu seinem Weg und am Ende steht dieses große Wort: ungehindert, durch den Horizont.

 

Herr Jesus, es ist Deine suchende Liebe, die Dich antreibt und wenn sie in uns Raum gewinnt, treibt sie auch uns. Es ist Deine suchende Liebe, die uns aufnimmt, annimmt, und wenn ich mir das gefallen lasse, kann ich anfangen, andere aufzunehmen, anzunehmen.

Alle Hindernisse, alle Widerstände, aller Gegenwind können Dich nicht hindern, Dein Werk zu tun. Das lässt mich hoffen. Alle Hindernisse in den Kirchen können Dich nicht hindern, durch sie Dein Werk zu tun. Und alle Hindernisse im eigenen Leben können Dich doch nicht hindern, mich auf den Weg Deiner Liebe zu führen. Amen