Aus den Tiefen der Angst

Klagelieder 3, 1 – 33

1 Ich bin der Mann, der Elend sehen muss durch die Rute des Grimmes Gottes.

             Nicht mehr die Stadt, nicht mehr die junge Frau. Ein Einzelner, ein Mann hat hier das Wort. „Was Stadt und Volk als Ganzes durchgemacht haben, wird nun am Beispiel eines bestimmten Menschen anschaulich, der offenbar als Soldat an vorderster Front gestanden hatte.“(C-D. Stoll, aaO. S.99) Es ist aber auch möglich, in diesen Worten den Propheten, Jeremia, zu hören. Denn was er hier sagt, passt zu seiner Botschaft, die ihm aufgetragen war: Das Elend Israels ist die Folge des Grimmes Gottes.

 2 Er hat mich geführt und gehen lassen in die Finsternis und nicht ins Licht. 3 Er hat seine Hand gewendet gegen mich und erhebt sie gegen mich Tag für Tag. 4 Er hat mir Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen.  5 Er hat mich ringsum eingeschlossen und mich mit Bitternis und Mühsal umgeben. 6 Er hat mich in Finsternis versetzt wie die, die längst tot sind. 7 Er hat mich ummauert, dass ich nicht herauskann, und mich in harte Fesseln gelegt.

            Er, er, er. Nicht mehr das vertrauensvolle Du. Keine Anrede an Gott. Sondern ein Klagen, das doch kein Lamentieren ist. Denn in diesen Worten ist die Einsicht ausdrücklich, dass es kein blindes Schicksal ist, nicht die anonyme Macht irgendwelcher Götter, sondern er. Der HERR. Jahwe. Gott. Es ist nicht einfach: mitgehangen, mitgefangen. Man muss das Schicksal des Volkes eben teilen und wird mit in das Elend gezogen. „Was er als persönliche Leid erfahren musste, liegt auf der gleichen Ebene wie das, was er als gemeinsames Leid beklagt hat.“ (A. Weiser, aaO. s. 336) Vorsichtig formuliert: Es ist auf das persönliche Geschick angewendet, was der Prophet glaubt: Jahwe ist der Herr der Geschichte und der, von dem jedes einzelne Leben seinen Weg empfängt. Nicht als stummes Fatum, nicht blind. Sondern im wahrsten Sinn des Wortes als Zumutung. Es ist Gott, der ihm diesen Weg zumutet.

            Er hat eingeschlossen, eingeschnürt, ins Eisen, in Fesseln gelegt. Eingemauert. Es sind die Strafmethoden der Assyrer, mit denen sie Gefangene zu Tode quälten. Foltermethoden, an denen es keinen Mangel hat und die von Sieger zu Sieger regelrecht „vererbt“ werden. Wehe den Besiegten. Das alles legt der Beter Gott zur Last. Ob das noch sein „guter Gott“ ist? Es wirkt, als ginge der Beter auf Distanz. Weil Gott sich zuvor distanziert hat von ihm und seinesgleichen – weil er aus dem Du zum Er geworden ist.

            Dieser Wechsel vom Du zum Er ist genau umgekehrt wie in dem Psalm wachsendes Vertrauens – da wechselt der Beter von Er zum Du:

„Er erquicket meine Seele.                                                                                                        Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.                                     Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;                      denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“                                                                               Psalm 23,3-4

             Es ist der Kontrast zu diesem Vertrauen, der den Schmerz der Worte der Klagelieder erst richtig spüren lässt. Was für ein Verlust an Gottesnähe und Gottesgewissheit.

 8 Und wenn ich auch schreie und rufe, so stopft er sich die Ohren zu vor meinem Gebet.

      Das schmerzt: Das Gebet, der Schrei aus der Tiefe erreicht das Ohr Gottes nicht. Er hält sich die Ohren zu. Gott, der Jeremia die Fürbitte für Israel untersagt hat, der verweigert sich auch dem Bitten dieses Beters.

„Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. Herr, höre meine Stimme!                           Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!“      Psalm 130, 1-2

             Das ist die Hoffnung der Beter in Israel seit alter Zeit, gesungen im Wallfahrtslied, dass Gott das Rufen aus der Tiefe hört, dass er sich eben nicht verschließt. Menschen schotten sich ab, aber Gott hat doch ein offenes Ohr für die Klagenden. Immer. Man kann ahnen, wie tief die Erschütterung es Glaubens sein muss, wenn einer, eine sich das eingesteht: Mein Beten erreicht Gott nicht mehr.

9 Er hat meinen Weg vermauert mit Quadern und meinen Pfad zum Irrweg gemacht. 10 Er hat auf mich gelauert wie ein Bär, wie ein Löwe im Verborgenen. 11 Er lässt mich den Weg verfehlen, er hat mich zerfleischt und zunichte gemacht. 12 Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeil zum Ziel gegeben. 13 Er hat mir seine Pfeile in die Nieren geschossen.

             Neben das Folterbild tritt das Bild der Jagd. Auf der Flucht hat er sich verlaufen, verirrt und ist dem Bären in die Fänge gelaufen. Wie ein Jäger seine Beute stellt und zur Strecke bringt, so hat Gott Jagd gemacht. Es sind keine freundlichen Bilder von Gott, sondern sie sind düster, bedrohlich, ängstigend. Kann es denn sein, dass Gott so ganz und gar sein Wesen vergisst, sein Erbarmen? Dass er nur noch Zorn ist?

14 Ich bin ein Hohn für mein ganzes Volk und täglich ihr Spottlied. 15 Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt und mit Wermut getränkt. 16 Er hat mich auf Kiesel beißen lassen, er drückte mich nieder in die Asche. 17 Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich habe das Gute vergessen.

             Diese Worte klingen wie die Bekenntnisse des Jeremia, weit vor dem Fall Jerusalems. „HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des HERRN Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich.“(Jeremia 20, 7-8) Aber da klagt Jeremia noch zu Gott gewandt. Hier aber ist es, als klage der Klagende in einen schweigenden Himmel hinein. Bitter: „Steine statt Brot, dass er sich die Zähne daran ausbeißen musste.“ (A. Weiser, aaO. S. 338) Das Gastrecht entzogen – heimatlos gemacht. Da ist kein Raum mehr, kein Ort mehr, an dem er Frieden findet, für sich und seine Seele. Da ist auch keine Hoffnung mehr auf das Gute. Es ist alles dahin.

 18 Ich sprach: Mein Ruhm und meine Hoffnung auf den HERRN sind dahin. 19 Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Bitterkeit getränkt bin! 20 Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mir’s.

             Es wirkt, als würde sich eine Wende ankündigen. Nicht vollmundig. Eine Wende, die dennoch den Verlust zuerst sieht und nicht vergessen kann: Der sichere Ort bei Gott ist dahin. Und doch: Nicht mehr er, sondern Du. Nicht mehr alles vergessen, sondern Gedenke doch. Es ist wie eine ferne Erinnerung aus längst vergangener Zeit – die eigene Seele hält es ihm vor: Du wirst gedenken.

            „Sobald ich weiß, mit wem ich es zu tun habe, verliert das Unheimliche seinen unmenschlichen Charakter.“ (C-D. Stoll, aaO. S.102) Gott kann sich doch nicht so verändern, verwandeln, dass er nur noch Raubtier ist, nur noch Jäger, nur noch Feind. Das alles aber wagt der Beter nicht zu sagen! Aber er versucht es, sich gegen alle Hoffnungslosigkeit und gegen alle Fremdheit Gott neu hinzuhalten.  Auch, regelrecht abgefüllt mit Wermut und Bitterkeit, mit inneren Verätzungen und Verbrennungen, mit der Leere. Dennoch.

 21 Dies nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch: 22 Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.

 „Wir heißen euch hoffen.“(J.W. Goethe, Symbolum) Was wie ein hilfloser Appell wirkt, von außen, vorgesprochen, nur Worte, das erwächst hier aus dem Innersten, aus dem Herzen. Lēb. Von dort, wo sich nach der Vorstellung des hebräischen Denkens über den Menschen Willensstärke und Lebensplanungen formen und ihre Kraft gewinnen. Dort setzt sich eine neue Sicht fest, eine neue Hoffnung.

            Es ist noch nicht vorbei, nicht aus. Nicht mit mir. Nicht mit uns. Aber nicht, weil ich oder wir so vital wären. Sondern aus dem einen Grund: Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. Chæsæd – Güte, Gnadenerweise. 246-mal begegnet das Wort im Alten Testament. Es ist nicht übertrieben, es ein Zentralwort zu nennen. So ist Gott – „barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue.“(2. Mose 34,6) So, wie er in der Wüste aus seiner Gnade und Barmherzigkeit einen neuen Anfang setzt, so fängt er auch hier und jetzt neu an.

            Es ist ein Rätsel, woher dieser Beter in seiner Depression plötzlich diese Zuversicht hat. Es gibt keine Ableitung. Kein Zeichen, dass etwas Neues anhebt. Es gibt nur dies: dass er Gott neu sieht, sein innersten Wesen.. „Es ist keine neue Erkenntnis, auf die er seine Hoffnung gründet, sondern etwas, was er sich in den Sinn zurückruft, was ihm vorher schon bekannt war, und nur durch die Erfahrung des Gotteszornes überschattet war.“ (A. Weiser, aaO. S. 339) Dass er sich daran festhält: An dieser Stelle ist Gott sich selbst treu und darum dürfen wir auch auf seine Treue trauen. Auch in dürren Zeiten. Es ist gut, sich festzumachen im Vertrauen auf Gott, denn der HERR ist gut – so statt freundlich.

            Sind es Worte aus längst vergangenen Gottesdiensten, an die der Beter sich erinnert? Die er früher einmal, in guten Zeiten gelernt hat, die er vielleicht sogar vergessen hatte, weil ja alles gut lief.  Und jetzt, in diesen so verstörenden Zeiten, in diesem Erschrecken und Entsetzen holt er sie neu hervor, tief angefochten und sagt sie neu. Indem er sie sagt, wecken sie neue Hoffnung. Nur Worte. Keine Himmelserfahrung. Kein „So spricht der HERR“. Kein Engel, der sagt: „Halte durch, es kommen auch wieder andere Tage.“ Der Beter sagt sich vor, redet sich ein, worauf er vertrauen will. Indem er es sich vorsagt, vor sich hin sagt, sich einredet, wird Vertrauen.

All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu;
sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag.“                                                                     J. Zwick 1541, EG 440

            Mitten im Elend des 30-jährigen Kriegs schreibt das ein Pfarrer, der im Schwäbischen lebt. Nicht in „gar sich´rer Ruh.“ Sondern bedrängt von marodierenden Soldaten, geängstigt durch Krankheitsepidemien, lebend in einem Land, das sich mehr und mehr entleert, wo der Terror und die Gewalt ihr furchtbares Regiment führen. Ein Protest gegen den Vertrauensverlust des Glaubens, gegen das große Sterben, der daran festhält: Gott will einen anderen Weg für uns. Einen, auf dem uns geholfen wird.

            „Man kann sich den Gegensatz nicht krass genug vorstellen: Die Überraschung und zugleich das Anstößige wäre nicht größer gewesen, wenn einer der zerschundenen Insassen des Konzentrationslagers Ausschwitz aufgestanden wäre und ein Loblied auf die Güte Gottes zu singen begonnen hätte.“ (C-D. Stoll, aaO. S.104)

 27 Es ist ein köstlich Ding für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage. 28 Er sitze einsam und schweige, wenn Gott es ihm auferlegt, 29 und stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung. 30 Er biete die Backe dar dem, der ihn schlägt, und lasse sich viel Schmach antun.

         In meinen Augen sind das Sätze, die die Situation sprengen. Die ich mir auch kaum im Munde eines Menschen vorstellen kann, der in den Trümmern Jerusalems um sein Leben fürchtet. Sie wirken eher wie ein späterer Kommentar auf mich. Da schreibt einer die Worte des Beters weiter und macht daraus regelrechte „Lernsätze“, Worte der Lebensweisheit. Sie sind, auch wenn sie später aufgeschrieben sind, ja deshalb nicht falsch.

Eine Mahnung zur Geduld. Zum Aushalten. Zum Stillhalten. Zum Durchhalten. „Auch in der tiefsten Demütigung, im Staub, darf die Hoffnung nicht losgelassen werden.“ (C-D. Stoll, aaO.; S.107) Weil der, so weiß es ja auch der Volksmund, der die Hoffnung aufgibt, sich selbst aufgibt.

Es ist nicht erstaunlich, dass diese Worte ein Echo in den Worten Jesu gefunden haben: Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.“ (Matthäus 11,29) und früher schon in der Bergpredigt: „Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.“(Matthäus 5,39) Aber Jesus hat das nicht nur so dahin gesagt – er hat es gelebt, heißt es doch von ihm: „der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, nicht drohte, als er litt, er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet.“(1. Petrus 2,23)

Das ist eine Lebenspraxis, mit der wir es schwer haben, weil sie dem natürlichen Reagieren so in die Quere kommt. Man kann es nicht deutlich genug sagen: so zu leben ist nichts für Feiglinge. Es braucht dafür eine unglaubliche innere Stärke. Sie wächst – hoffentlich – dem zu, der sich in der Güte Gottes tief verwurzelt weiß.

 31 Denn der HERR verstößt nicht ewig; 32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. 33 Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen.

             Es klingt ein wenig nach geistlichem oder theologischem Resümee. Schlusswort, wenn auch nur vorübergehend.  Es ist nicht Gottes Art, dass er sich für immer verweigert, dass er einfürallemal Schluss macht mit dem Sünder. Es ist nicht Gottes Art, dass er im Zorn beharrt. Luther konnte sagen, dass das Gericht das Handeln Gottes mit seiner Linken ist, nicht von Herzen kommt. Er konnte sich auf diese Worte berufen: Nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen. Auch auf den Propheten Hosea, der als Wort Gottes überliefert: „Wie kann ich dich preisgeben, Ephraim, und dich ausliefern, Israel? Wie kann ich dich preisgeben gleich Adma und dich zurichten wie Zebojim? Mein Herz ist andern Sinnes, alle meine Barmherzigkeit ist entbrannt. Ich will nicht tun nach meinem grimmigen Zorn noch Ephraim wieder verderben. Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch und bin der Heilige unter dir und will nicht kommen, zu verheeren.“(Hosea 11, 8-9) Ins Positive gewendet hört sich das so an: „Unser Heiland will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“(1. Timotheus 2,4) So erwächst aus der Tiefe Hoffnung und Zuversicht.

Zum Weiterdenken

   Ich zitiere aus einem Facebook-Post: „Kennt ihr das Gefühl des Versagens, der inneren Leere und der Kraftlosigkeit. Du baust eine Fassade auf und versuchst mit gekünsteltem Humor nach außen zu zeigen, es geht dir gut, aber in deinem Inneren ist alles kaputt, es ist ein absolutes Ruinenfeld, vergleichbar mit dem Sarkophag des AKW Tschernobyl, außen herum ein Betonmantel und innen brennt die Hölle. Ich habe in den letzten Tagen sehr gelitten und leide noch. Ich hatte Todessehnsucht und hatte die Suizidgedanken sehr oft.“ Welche erschreckende Nähe zu der Klage vor über 2500 Jahren!

  Es könnte der seelsorgerliche Rat sein auch in diesen Zeiten der Pandemie, die uns  seelisch so belasten. Für die wir noch kein Ende in Sichtweite haben: Nicht aufhören zu beten! Die Wende in diesem Abschnitt, die durch nichts zu erklären ist, könnte darin ihren Grund haben: Der Beter hört einfach nicht auf zu beten! Er betet solange, bis es zu einer Wende kommt – in ihm, in seinem Denken, seinen Beten.

            „Wir alle kennen diese Gebete ohne Hoffnung, die man spricht, ohne etwas zu erwarten, weil man sich nicht einmal mehr vorstellen kann, wie eine Rettung aussehen sollte; und man betet um nichts, und doch betet man um alles, und man erbittet keine Hilfe und doch fleht man ganz inständig um eine Rettung, und obwohl man sich dabei selber höchst unglücklich fühlt, besitzt man irgendwie dennoch, indem man einfach weiter betet, jene völlig widersinnige Geduld, die einfach weitermacht.“(E. Drewermann, Das Markus-Evangelium Erster Teil, Bilder von Erlösung, Olten 1987, S.478)

 

Mein Gott, so sehr können wir verwirrt sein, vom Leben, durch unsere Erfahrungen, dass wir den Zugang zu Dir verlieren, dass Du uns kein Du mehr bist, nur noch Er, ein Gott hinter der Welt auf Distanz, nur noch fern, unverständlich, unbegreiflich.

Aber dann von einem Augenblick auf den anderen die Wende. Dein Erbarmen leuchtet auf. Deine Güte leuchtet uns ein. Wir erinnern uns, dass Du uns in Treue festhältst, trägst und erträgst, dass Du uns nicht fallen lässt.   Ich will Dich preisen aus der Tiefe der Angst. Amen

 

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