Dürre – nichts als Dürre

 Jeremia 14, 1 – 16 

 1 Dies ist das Wort, das der HERR zu Jeremia sagte über die große Dürre:

             „Die Zeit der Dürre ist nicht zu bestimmen.“ (A. Weiser, aaO.; S.122) Nur dass Israel stöhnt unter eine Dürre. In solche Zeiten sind Bitt-Gottesdienste im Tempel angesagt. Und Jeremia ist wohl gefragt, als einer aus einem Priester-Geschlecht, sich daran zu beteiligen. Was er tun und sagen kann, das entwickelt sich aus dem Wort, das der HRRR zu Jeremia sagt.  Es ist Gott, der ihm diese Dürre deutet.

 2 Juda liegt jämmerlich da, seine Städte sind verschmachtet. Sie sitzen trauernd auf der Erde, und in Jerusalem ist lautes Klagen. 3Die Großen schicken ihre Leute nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefäße leer zurück. Sie sind traurig und betrübt und verhüllen ihre Häupter. 4 Die Erde lechzt, weil es nicht regnet auf Erden. Darum sind die Ackerleute traurig und verhüllen ihre Häupter. 5 Ja, auch die Hirschkühe, die auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, weil kein Gras wächst. 6 Die Wildesel stehen auf den kahlen Höhen und schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erlöschen, weil nichts Grünes wächst.

            Der ganze Reichtum ist zu nichts mehr nütze. Am Ende zeigt sich, dass man Geld nicht essen kann und Gold nicht trinken. Die Not macht auch vor den reichen Leuten nicht Halt. Sie können sich allenfalls ein wenig selbst täuschen, weil sie noch Diener haben – aber diese Diener bringen nichts mehr, was dem Leben dient.

7 Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, womit wir wider dich gesündigt haben. 8 Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer.

             „Im Tempelgottesdienst hatte das Volk Gottes das Klagen gelernt… Es ist eine Klage, die schon ganz dicht bei der Verzweiflung ist“ (D. Schneider, aaO.; S.158) Gelernt, sich in seiner Not an Gott zu wenden. An wen denn auch sonst?

            Wie eine Illustration zu diesen Klagegottesdiensten könnte die alte Geschichte von Elia und dem Gebetskampf auf dem Karmel wirken. Auch da ist der Himmel seit Jahren verschlossen. Das Land leidet maßlos. Und nur Gott kann den Himmel neu öffnen! „Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink; denn es rauscht, als wollte es sehr regnen. Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia auf den Gipfel des Karmel und bückte sich zur Erde und hielt sein Haupt zwischen seine Knie und sprach zu seinem Diener: Geh hinauf und schaue zum Meer! Er ging hinauf und schaute und sprach: Es ist nichts da. Elia sprach: Geh wieder hin, und der Diener ging wieder hin, siebenmal. Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hin und sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht aufhält! Und ehe man sich’s versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein großer Regen.(1. Könige 18, 41-45)

    Schuldeingeständnisse in der Stunde der Not. Es dämmert die Ahnung: Wir haben keine Argumente mehr. Wir haben nichts mehr in den Händen. Unser Leben verklagt uns und wir können nicht dagegen halten. Es bleibt nur der Ruf nach der Gnade. Es bleibt nur der Ruf nach dem, der sich doch immer erbarmt hat. „Erbarmer“ – das ist doch von alters her Gottes Name.

            Es könnte sein, dass wir hier eine Fürbitte Jeremias lesen. Eine, die auf jedes Argumentieren und Entschuldigen verzichtet. Eine, die ganz ernst damit macht, dass nichts mehr an Israel eine Wende zum Guten bringen kann, sondern nur noch, dass Gott ist, der er ist: bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Alles mag gegen Israel sprechen – aber vielleiicht spricht ja Gottes Erbarmen für Israel.

Warum stellst du dich, als wärst du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt? 9 Warum stellst du dich wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlass uns nicht!

 Gott – wie ein vorübergehender Gast? Wie einer, den nicht angeht, was er sieht? Ich erinnere mich an den Besuch auf dem Berg Tabor in Israel. In unmittelbarer Nähe zu der Kapelle der Verklärung eine Müllhalde. Ich habe sie gesehen, den Kopf geschüttelt und bin meines Weges gegangen, Es geht mich nichts an. So ist es oft, wenn wir in einem fremden Land sind – wir sind wie Wanderer, die nicht bleiben, nur eine Nacht, So ist Gott? Es ist eine tiefe Anfechtung, die in den Worten Jeremias hörbar wird: Gott hält sich raus, geht auf Distanz, erklärt sich für nicht zuständig. Das ist so absurd, dass es verrückt erscheinen muss. Gott als verzagt dastehen lässt, als hilflosen Held, als Helfer, der nicht mehr weiß wie helfen gehen könnte.

Auf dem Weg nach Emmaus heißt es von Jesus: „Und er stellte sich, als wollte er weitergehen.“(Lukas 24, 28) Und hier die bange Frage des Volkes: Begegnest du uns, als wären wir dir fremd? Wahr ist: Das Volk hat sich seinem Gott entfremdet. Es hat ihn behandelt wie einen Wanderer, mit dem man in der Wüste unterwegs sein konnte: Aber jetzt, im Land mit festem Wohnsitz –  da ist für den unsteten Gast kein Raum mehr. Und damit verbunden die Frage: Ist Gottes Arm zu kurz und zu schwach, dass er nicht mehr helfen kann? Es wirkt wie ein letzter Hoffnungsfunke: du tust ja nur so. Gott und Verzagen angesichts der Not – das stimmt doch nicht. Menschen verzagen und Helden werden schwach. Aber Gott ist das Verzagen fremd. Für ihn gibt es kein Unmöglich.

              Was mich bewegt: Das sind Worte, die Eingang gefunden haben in die Komplet: Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlass uns nicht! Am Anfang der Nacht ist das der Ruf nach dem Wanderer, dass er doch bleiben möge, dass er uns nicht allein lässt im Dunkel, dass er sich und seine Gegenwart nicht entzieht. Wie oft habe ich das mitgesungen. Was sagen wir mit diesem Gebetsruf über uns selbst? Es ist, so glaube ich,  das Eingeständnis: Ohne Dich geht unser Leben im Dunkel verloren.

10 So spricht der HERR von diesem Volk: Sie laufen gern hin und her und schonen ihre Füße nicht. Darum hat der HERR kein Gefallen an ihnen, sondern er denkt nun an ihre Missetat und will ihre Sünden heimsuchen.

  Es ist Antwort Gottes auf den Klageruf, auf die Missachtung seiner Weisungen. Eine Antwort, die die Art des Volkes enthüllt. Gott macht sich keine Illusionen über seine Jerusalemer. Es ist eine harte Analyse: ihr greift nach jedem Strohhalm – heute bei mir, morgen woanders. „Wie ihr gestern den Götzen nachgelaufen seid, so lauft ihr heute zu mir. Nicht ich bin ein flüchtiger Gast, sondern ihr selbst stattet mir auch jetzt nur einen Not-Besuch ab und werdet morgen wieder bei Baal sein.“ (D. Schneider, aaO. S. 139) In den Tagen nach dem 9. September 2001 waren die Kirchen voll, wurden Bittgottesdienste gehalten. Nach diversen Amok-Läufen das gleiche Bild. Aber im normalen Lebensvollzug folgt man anderen Prioritäten.

Kirche gehört, sagen mir Kirchensoziologen, wenn es gut um sie steht, noch zum Lebenshintergrund. Wenn es nötig ist, muss sie offen sein. Aber sonst ist sie nur eine „Kirche bei Gelegenheit“. Aber keine, die das Leben und das Denken über das Leben und die Welt prägt. Keine, die Ansprüche stellen darf. Eine anspruchsvolle Kirche – das weckt den Sektenverdacht. Die wollen uns sagen, was wir zu sagen, wie wir zu denken und zu leben haben.

Die Antwort Gottes sagt: Mit dieser Nothelferrolle finde ich mich nicht ab. Mit dieser Rolle eines Feuerwehr-Gottes bin ich nicht einverstanden. Es fehlt das, worauf es ankäme – eine tiefe Einsicht in die Missetat und Sünde. Eine tiefe Einsicht: wir selbst sind es, die uns den Weg zum Leben versperren. Wir mit unserem „Hinken auf beiden Seiten“(1.Könige 18,21). Wo die Umkehr oberflächlich bleibt, gar nur taktisch ist, da wird das Gericht nicht aufgehalten. Es ist bittere Ironie, wenn es heißt: sie schonen ihre Füße nicht.

Wieder auf uns heute übertragen: Alles, was wir für den Klima-Schutz tun, muss sich rechnen, muss ein Wirtschaftlichkeits-Prognose haben. Sonst interessiert sich keiner dafür. Nur was wirtschaftlichen Zuwachs sichert, wird gemacht. Wie sonst soll man sich erklären, dass nicht mit gleichem Hochdruck an einer Senkung des Benzin-Verbrauchs gearbeitet wir wie an der Entwicklung selbstfahrender Systeme? Es ist die Gewinn-Frage, die über Forschungs-Prioritäten entscheidet. Sehe ich zu schwarz, wenn ich sage: Diese Prioritäten-Setzung wird sich bitter rächen. Weil uns am Ende die Rechnung präsentiert wird – von Gott und von seiner geschundenen Schöpfung.

Eine harte Auskunft: Es wird das Gericht nicht aufhalten, dass man von Gottesdienst zu Gottesdienst eilt, sich auf Pilgerwege macht, sich die Füße wund rennt. Das Gericht aufhalten würde allein wirkliche Umkehr.

  11 Und der HERR sprach zu mir: Du sollst nicht für dies Volk um Gnade bitten. 12 Denn wenn sie auch fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht erhören; und wenn sie auch Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie durch Schwert, Hunger und Pest aufreiben.

            Das ist wohl das Schlimmste: Keine Fürbitte für das Volk! Gott verbietet seinem Propheten das Wort zugunsten seines Volkes. Er verbietet die Fürbitte, weil er die oberflächliche Umkehr satt hat. „Alle rituellen Mittel, die nach dem Volksglauben geeignet sein könnten, den Zorn Gottes zu besänftigen, wie Fasten, Beten, Brand- und Speisopfer, lehnt Jahwe rundweg ab.“ (A. Weiser, aaO.;  S.125) Er will nicht mehr vertröstet werden durch Rituale und Reue, die nicht in die Tiefe gehen. Er sieht bei seinem Volk die verweigerte Umkehr und verweigert deshalb die Umkehr.   Darum in dieser unerbittlichen Härte: Es ist vorbei. Game over.

13 Da sprach ich: Ach, Herr HERR! Siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet das Schwert nicht sehen und keine Hungersnot bei euch haben, sondern ich will euch beständigen Frieden geben an diesem Ort.

             Jeremia hat gehört – und gibt doch nicht auf. Es ist bei ihm angekommen: keine Fürbitte mehr. Also versucht er es mit einer Entschuldigung, wenigstens für das einfache Volk. „Jeremia versucht seine Volksgenossen zu entschuldigen, indem er sagt, sie seien doch nur von den falschen Propheten Verführte.“ (D. Schneider, aaO.; S.159) Sie haben sich und allen anderen die Welt schön geredet.  Sie haben von Sicherheit geschwärmt und eine Theologie entwickelt, die die Unantastbarkeit des Zions beschworen hat. Immerwährenden beständigen Frieden über Jerusalem. 

 14 Aber der HERR sprach zu mir: Diese Propheten weissagen Lüge in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nicht zu ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Offenbarungen, nichtige Wahrsagung und ihres Herzens Trug.

             Es wird wohl so sein: diese Worte markieren den tödlichen Kampf zwischen Jeremia und den angestellten Kultpropheten. „Jahwe will mit dieser Art Heilspropheten nichts zu tun haben.“ (A. Weiser, aaO.; S.125) Sie reden nicht in seinem Auftrag. Sie sagen nur, was ihres Herzens Trug ist.

            Es ist mit dem Propheten Jeremia nicht so einfach: „Folge den Weg, den dein Herz dich führt“ ist keine Parole, der er zustimmen würde. Weil er weiß, dass das menschliche „Herz ein trotziges und verzagtes Ding ist“(17,9), das sich seinen Weg erdenkt und dabei oft genug die Wege Gottes verfehlt. Dagegen würde Jeremia wohl eher den folgenden Worten zustimmen:

„Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder                                                 und wissen gar nicht viel.                                                                                                       Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste                                                         und treiben weiter von dem Ziel.“                                   M. Claudius 1779, EG 482

 15 Darum spricht der HERR: Wider die Propheten, die in meinem Namen weissagen, obgleich ich sie nicht gesandt habe, und die dennoch predigen, es werde weder Schwert noch Hungersnot in dies Land kommen: Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und Hunger. 16 Und die Leute, denen sie weissagen, sollen auf den Gassen Jerusalems liegen, vom Schwert und Hunger hingestreckt, und niemand wird sie begraben, sie und ihre Frauen, Söhne und Töchter; und ich will ihre Bosheit über sie ausschütten.

             Diesen Leuten zu folgen, diesen Verführern ist der Weg in den Untergang. Ihre Friedensparolen sind Lügen, ihre hellen Zukunftsbilder sind Träumereien. Sie lügen sich die Welt schön und betreiben so das Geschäft des Todes.

Zum Weiterdenken

  Wie erschreckend sind die Bilder, wenn die Natur wie gelähmt da liegt. Sommerdürre, die das Leben verbrennt. Felder, die in der Sonne erstarren. Tiere, die keine Nahrung mehr finden. Immer wieder bekommen wir, auch heutzutage, Bilder zu sehen von der zerrissenen Erde, von verhungerten Tieren – nur noch Skelette im Staub. Wir spüren, wie ohnmächtig wir sind, wenn der Himmel verschlossen ist und der Regen ausbleibt.

            Es sind diese Bilder, die uns ins Gedächtnis gerufen werden von Klima-Forschern. Sie sagen uns voraus, dass wir uns den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Dass wir die Erde nicht für immer so gnadenlos ausbeuten können. Dass wir die Luft nicht weiter so unbedacht verpesten dürfen. Dass wir die Wasserreserven nicht unbegrenzt verbrauchen können. Oder schlagwortartig: „Der Wald verbrennte – die Wüste wächst.“ (H. Gruhl, aaO. S. 84) Wenn wir so weitermachen, werden die Wüsten wachsen und Mutter Erde wird zurückschlagen. Sie glauben nicht an den Zorn Gottes, wohl aber an das Gesetz, dass man nicht ungestraft die Erde ausplündern kann.

   Es ist zum Schreien, manchmal zum Verzweifeln. So lange der DAX klettert, solange die Arbeitslosenstatistik sinkt, solange Deutschland Europa-Meister wird, solange Helene Fischer „Atemlos durch die Nacht“ singt, ist doch alles gut. Hört es denn nie auf, das Schönreden und Beschönigen? Hört es denn nie auf, das Verharmlosen Gottes? Hört es denn nie auf, dieses Versuchen, Gottes habhaft zu werden, indem man ihn auf den eigenen Nenner bringt: Verzeihen ist sein Geschäft.

Anders gefragt: Suchen wir in diesen Zeiten der Pandemie nach Gott? Fragen wir danach, ob es nicht eine Folge unserer Gier, unseres unersättlichen Wachstumshungers und damit unsere Schuld ist, was wir gerade zu ertragen haben?  Gleicht unsere Reaktion nicht der der Großen, die ihre Leute nach Wasser schicken; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefäße leer zurück. An den Symptomen wird gearbeitet – Virologen, Epidemologen, Soziologen – alle sind gefragt. Wir schicken Leute aus, die nach Impfstoff suchen sollen, nach Abhilfe, nach raschen Lösungen. Aber wir fragen nicht nach den tieferen Ursachen der Dürre, der Pandemie- wir wollen nur, dass es aufhört. Am besten sofort. Ohne dass wir uns ändern müssen.

            Wir reden uns die Situation unerer Welt und unserer Kirche schön. Wir reden uns die Situation unseres Volkes schön. Wir schauen weg, wenn ein Einzelner sich das Leben zerstört – jeder kann doch so leben, wie er will. Wir haben uns an die Bilder des Schreckens und der sozialen Kälte gewöhnt – das Leben geht ja trotzdem weiter. Wir nennen Schwarz nicht mehr Schwarz, Böse nicht mehr Böse – wir haben differenziertere Urteile und finden fast alles bedenkenswert, aber fast nichts mehr bedenklich. Schon gar nicht, wenn es um den Ungehorsam gegen das klare Wort Gottes geht.

             Und wir als Kirchenleute schweigen so laut und beredet, dass die Steine schreien. Jeder Krimi bringt mehr vom Schmerz des Lebens zur Sprache und von den Bedrohungen der Humanität und des Glaubens als es uns auf den Kanzeln und in den Gottesdiensten gelingt.

            Das Urteil ist uns schon gesprochen: „Einen Rabbi, der keinen Glauben hat, braucht kein Mensch.“ (Tatort: Ein ganz normaler Fall) 

 

Heiliger Gott, wenn die Sonne die Wiesen und Felder verbrennt, erschrecken wir. Wenn der Regen das Land überflutet, erschrecken wir. Wir ahnen dann, wie gefährdet unser Leben ist

Warum nur nehmen wir es so gleichmütig hin, wenn der Glaube verbrannt ist, ausgedorrt und ohne Saft und Kraft? Warum nur nehmen wir es so gleichmütig hin,  wenn die Worte des Glaubens überflutet werden vom Wortgeklingel der Zeit? Warum nur nehmen wir es so gleichmütig hin, wenn uns heilige Bilder, heilige Zeiten, heilige Erfahrungen zerfetzt werden, in den Staub getreten, lächerlich gemacht?

Gott, lass uns Anteil nehmen an Deinem Schmerz über den verdorrten Glauben, die überfluteten Worte, die zerstörten Zeichen des Heiligen. Amen

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