Hin nud her gerissen

Markus 9, 14 – 29

14 Und sie kamen zu den Jüngern und sahen eine große Menge um sie herum und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. 15 Und sobald die Menge ihn sah, entsetzten sich alle, liefen herbei und grüßten ihn.

             Mit der Ruhe des Berges, der Bergstille, ist es endgültig vorbei. Die Verklärung verblasst geradezu im Getümmel. Die Jünger und Schriftgelehrten inmitten einer Menschenmenge und sie streiten. Worum der Streit geht, bleibt zunächst offen. Als die Menge – hier steht immer wieder χλος, was eine unspezifische Mengenangabe ist und nie den Klang „das Volk“ hat – Jesus wahrnimmt, lassen sie die Streitenden stehen und laufen auf ihn zu. Die Luther-Übersetzung lockt auf eine Fragespur, die keine ist: Warum sind sie entsetzt? Es kommt näher an den Wortsinn: „In großer Erregung“ (Einheitsübersetzung, Neue Genfer Übersetzung), „aufgeregt“ (Hoffnung für alle) – nicht unbedingt entsetzt. Eine merkwürdige, auffallende Mischung. „Bei Markus rufen Wunder und Lehre Jesu das erregte Erstaunen der Menge hervor.“ (J. Gnilka, aaO., S. 46)

 16 Und er fragte sie: Was streitet ihr mit ihnen?

             Wen fragt Jesus nach dem Streit? Die Menge, aber die sind doch nur Zuschauer? Oder fragt er seine Jünger, warum sie sich mit den Schriftgelehrten streiten – sie, die doch selbst alles sind, aber gewiss keine Schriftgelehrten.

  17 Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist. 18 Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten’s nicht.

             Die Antwort kommt von einem aus der Menge. In der Antwort zeigt sich, dass es der Vater ist, der mit seinem Sohn gekommen ist, weil er sich Hilfe erhofft. Merkwürdig: Er sagt: ich habe ihn hergebracht zu dir. Er wollte zu Jesus und ist bei den Jüngern gelandet. Weil Jesus nicht da war, sondern mit den Dreien auf dem Berg. Jetzt aber, so hat es den Anschein, ist der Vater da, wo er sein wollte, wo er sich Hilfe erhoffte: Bei Jesus.

Es folgt, dass er ausführlich die Krankheit des Sohnes beschreibt. „Diese Schilderung der Symptome des Leidens des Kindes ist die präziseste Krankheitsbrechreibung, die wir im neuen Testament finden. Zusammen mit den Angaben in V. 20 und 22 weist sie eindeutig auf das Krankheitsbild, das wir heute „Grand-Mal-Epilepsie“ nennen. Die Krankheit wurde auch schon in der Antike in ihrer Besonderheit erkannt und auf göttliche oder dämonische Einwirkung zurückgeführt.“ (W. Klaiber, aaO. S.169) Es mindert das Leiden an dieser Krankheit nicht, dass sie im Volk auch als „heilige Krankheit“ galt. 

             Auf Hilfe aus dieser Not hat der Vater gehofft und ist bitter enttäuscht. Auf ein Ende der Qualen – die seines Jungen und seiner eigenen hat er gehofft. „Stets, wen der Vater zum unfreiwilligen Zeugen eines neuerlichen Anfalls seines Sohne wurde, muss in ihm dieselbe, sich jedesmal verstärkende Angst und Panik ausgebrochen sein: er stand einem Ereignis gegenüber, für das er weder Erklärung noch Hilfe finden konnte.“(E. Drewermann, Das Markusevangelium, Zweiter Teil, Zürich 1988. S. 25) Man kann darüber nachdenken, wie hier Krankheit des Jungen und Hilflosigkeit des Vaters sich zu einem unentwirrbaren Schicksal verwickeln.

Umso ernüchternder des Vaters Feststellung:  Die Jünger sollten den sprachlosen Geist austreiben und konnten es nicht. Trotz der früheren Vollmacht – so muss der Leser des Evangeliums ja erschreckt erinnern: Und er rief die Zwölf zu sich und fing an, sie auszusenden je zwei und zwei, und gab ihnen Macht über die unreinen Geister.“ (6,7) Es ist für die Leser des Evangeliums hart – bis heute: Die Vollmacht aus früherer Zeit steht nicht immer und nicht für immer zur Verfügung. Sie scheitert an manchen Stellen und Aufgaben.

19 Er aber antwortete ihnen und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen?

             Es wirkt wie ein Zornesausbruch. Seine Fragen lassen sich so deuten, als ob Jesus die Geduld verlöre. Mit wem? Sind alle, die da herumstehen gemeint? Oder gilt der Ausbruch nur seinen Jüngern? Gefragt hatten diese ihn nicht. Gefragt hatte eigentlich niemand. Nur berichtet. Sein Antworten ist also eine Reaktion auf das aus der Menge durch den Vater Berichtete. Es ist so: γενε πιστος, ungläubiges Geschlecht – das ist im Allgemeinen nicht Jesu Anrede an seiner Jünger. Auch dann nicht, wenn er sie kritisch fragt: „Versteht ihr noch nicht, und begreift ihr noch nicht? Habt ihr noch ein verhärtetes Herz in euch?“ (8,17) Es ist die Erfahrung Jesu: Sie sind begriffsstutzig. Hier aber rückt sein Ausruf sie in die Nähe derer, die nicht glauben. So wie es im Altem Testament vom Volk Israel heißt: „Es ist ein verkehrtes Geschlecht, es sind untreue Kinder.“ (5. Mose 32,20) Härter kann Jesus seine Jünger kaum kritisieren.

Bringt ihn her zu mir!

Aber damit ist zu ihnen alles gesagt. Es gibt Wichtigeres. Er wendet sich von ihnen ab und wendet sich dem kranken Sohn zu. Lässt ihn jetzt wirklich zu sich bringen.

 20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund. 21 Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist’s, dass ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf. 22 Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, dass er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!

             Noch einmal wird die Krankheit erörtert. Jesus betreibt mit dem Vater eine Art Anamnese. Bestandsaufnahme. Und erfährt so, dass dieses Leiden den Jungen – und doch auch den Vater, die ganze Familie – von Kind auf plagt, belastet, quält. Lebensgefährlich ist diese Krankheit und hat ihn schon oft in größte Gefahr gebracht.

An die Schilderung schließt sich, im gleichen Atemzug die Bitte an. Es wirkt, als würde die Enttäuschung über das „Versagen“ der Jünger noch mitschwingen. Schon einmal ist der Vater mit seinem Bitten aufgelaufen. Darum jetzt umso dringlicher: Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns! Ganz stark betont: DU. Und im Wort δνῃ – du kannststeckt die Dynamis, die Kraft mit drin. Wenn Du Kraft hast, Heilkraft, Befreiungskraft…. 

 23 Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst – alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. 24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!  

Jesus gibt das dringliche Wort zurück. Es geht nicht um mein Können. Es geht um deinen Glauben. Es ist der Glaube, der Berge versetzen kann. Es ist der Glaube, der Unmögliches möglich macht. Man muss es deutlich sagen: Es ist nicht die Gläubigkeit, schon gar nicht das, was heute so gerne formuliert und gefordert wird: Man muss nur an sich selbst glauben, dann geht alles. Jesus weist hier auch nicht auf die Macht des positiven Denkens hin.

Was Jesus vielmehr hier einfordert, ist ohne Wenn und Aber der Glaube an Gottes Möglichkeiten. Meinetwegen auch an Gottes Allmacht. „Glauben heißt offen sein für Gottes unbegrenzte Möglichkeiten.“ (W. Klaiber, aaO. S.171) Das aber ist keine Sache von theologischen Lehrsätzen, sondern eine Herzensangelegenheit, eine Sache unserer Existenz.

             Es ist die Antwort des Vaters, die ungezählten Menschen aus dem Herzen spricht: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Πιστεω· Er wirft sich ganz auf Gott, ganz in die Möglichkeiten Jesu hinein. Er hat nichts, was ihn halten könnte, keine Argumente, keine Überzeugungen, keine Lehrsätze. Er weiß um das Verzagen des eigenen Herzens. Er macht sich nichts vor über seinen Glauben.  „Er erkannte im Licht des Wortes Jesu, dass sein eigener Glaube noch kein Glaube ist und dass darum sein Unglaube der Hilfe bedarf.“ (J. Gnilka, aaO. S.48)

             Dieser Aufschrei des Vaters findet sein Echo, seinen Widerhall im dem auf den ersten Blick so trockenen Satz des Theologen, des Lehrers der Kirche: „Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.“ (Römer 8, 26)

Wie gehen wir mit diesen Aufschrei um? Man darf ihn nicht zur wohlfeilen Formel machen, weil er das auch in dieser Erzählung nicht ist. Es ist ein Aufschrei aus einer tiefen Not, Eingeständnis innerer Zerrissenheit. Zu wissen, dass es auf Glauben ankäme und gleichzeitig zu sehen, dass das eigene Herz nicht mitspielt. Nach Vertrauen zu suchen und an der eigenen Unfähigkeit zu vertrauen scheitern.  Das ist nicht billig. Hier schreit einer auf, der in seinem Herzenswunsch an sich selbst scheitert.

Darum verbietet es sich auch, diesen Satz zur Formel zu machen. Erst recht im Blick auf Glaubensätze. Denn die sind hier überhaupt nicht im Spiel. Es geht um ein personales Vertrauen, an dem der Vater sein Scheitern merkt. Vertrauen auf Jesus.

Es sind Worte, die mir helfen, mich wahrzunehmen, meine Hoffnungen, aber auch meine Mutlosigkeit. Meinen zerrissenen Glauben, der sich nicht traut. Der sich manchmal geradezu verflüchtigt und den ich dann doch nötig habe, um mich, ganz leer, Gott hinzuhalten. Es ist gut, dass diese Worte überliefert sind, weil sie mir den Zweifel an mir und meinem Glauben zugestehen und mir gleichzeitig erlauben, mich so an den Herrn Jesus zu halten. Innerlich zerrissen, aber hilfsbedürftig und nach Hilfe rufend.

25 Als nun Jesus sah, dass das Volk herbeilief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein! 26 Da schrie er und riss ihn sehr und fuhr aus.

Es ist merkwürdig. Indirekt erfahren wir durch das Sätzchen: Jesus sah, dass das Volk herbeilief, dass dieses Gespräch doch wohl ein wenig abseits der Menge zu denken ist. Es ist keine „Verhandlung“ mitten im Gewühl. Das passt mit der Lebenserfahrung zusammen: dass einer seine innere Zerrissenheit so offenbart, passt im Grund nicht in eine Menge. Es setzt eher die Begegnung unter vier Augen voraus. So wie unsereiner ja auch nicht auf der Straße sein Scheitern am Vertrauen herausposaunen würde.

Jesus handelt, weil er nicht inmitten der aufgeregten Menge – hier steht im Griechischen nichts von Volk – sein Werk tun will. Jetzt ist er ganz der Herr. Er herrscht den unreinen Geist an. Jesus weiß, mit wem er es zu tun hat: Du sprachloser und tauber Geist. Er weiß es nicht nur aus dem Bericht des Vaters. Er weiß es, weil er die Dämonen kennt, die sich ihm in den Weg stellen.  Er gebietet ihm. Er lässt sich auf kein Gespräch mit ihm ein. Kein Wort erlaubt er ihm. Raus. Hau ab auf Nimmerwiederkehr. Kein Ausweg für den Dämon in die Schweine oder sonst wo hin.

Es ist ein letztes Aufbäumen, als der Dämon den Platz räumen muss. Der sprachlose Dämon schreit. Er hat seinen Ort verloren.

 Und der Knabe lag da wie tot, sodass die Menge sagte: Er ist tot. 27 Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er stand auf.

             „Eine letzte Krise ist eingetreten, und die Wirkung dieser Krise besteht darin, dass der Knabe wie ein Toter daliegt, von der Gewalt des Anfalls völlig erschöpft.“ (W. Grundmann, aaO.   S.255) Die Menge sieht ihn tot. Sie glauben, dass Jesus dem Dämon unterlegen ist. Sie sehen nicht den Sieg über diesen bösen Geist.

Jesus kommentiert dieses Sagen der Menge nicht. Sondern er zeigt, was wirklich ist. „Jesus, der ihn bei der Hand nimmt und aufrichtet, erscheint wie ein Totenbezwinger.“ (J. Gnilka, aaO. S.49) Genauer müsste man sagen: wie einer, der den Tod bezwingt. Es sind Worte, wie sie das Geschehen an Ostern beschreiben – aufrichten und aufstehen –  die gleichen Worte werden gebraucht für auferwecken und auferstehen.

So wird der Leser aufmerksam gemacht dafür, dass sich schon im Handeln Jesus auf dem Weg nach Jerusalem zeigt, wer er sein wird: der, der selbst aus dem Tod auferweckt wird und aufersteht und der deshalb auch aus dem Tod im Leben auferwecken wird und auferstehen lassen kann. Die Hoffnung der Gemeinde Jesu bekommt in diesem Jungen ihre Zukunft gezeigt.

 28 Und als er heimkam, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten „wir“ ihn nicht austreiben? 29 Und er sprach: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten.

Kein Wort mehr über den Jungen, über den Vater, über die Menge. Nichts von Jubel und Staunen, nichts von erschrecktem Fragen. Der übliche „Chorschluss“ bleibt aus. Stattdessen fragende Jünger. Woran sind wir gescheitert? Warum gelingt es uns nicht, so vollmächtig zu handeln, zu heilen, zu retten? Es sind die Fragen, die die Gemeinde schon seit ihren Anfängen plagen und quälen. Wissen die Christen doch und glauben sie doch, dass Jesus ihnen Anteil an einer Vollmacht gegeben hat. Und doch scheitern sie. Sie kommen mit ihrem Glauben und Handeln an Grenzen, die schmerzen und ratlos machen.

Es ist ein erster Schritt, der Hilfe verspricht: sich eingestehen, dass wir begrenzt sind, als Gemeinde, als Einzelne. Beschränkt. Diese Grenzen nicht schönreden, nicht wegdiskutieren. Sondern sie aushalten, sich dem Schmerz daran stellen.  Auch das ist als Ausweg versperrt: sich damit zu trösten, dass das heute ja nicht mehr nötig ist – Exorzismus. Wir brauchen keine Dämonen mehr auszutreiben, weil wir nicht an sie glauben. Aber die Dämonen, die unreinen und bösen Geister sind auch heute noch höchst aktiv: als Gier, als Machthunger, als völlig enthemmter Egoismus, als Nationalismus, als der Glauben an die Gewalt und die Machbarkeit aller Dinge, auch als das „Credo“: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Von diesen Dämonen, den identifizierten und den modern, zeitgeistig getarnten sagt Jesus: sie fahren nicht anders aus als durch Beten. Wer vor ihnen steht, muss sich festmachen in Gott, das eigene Herz festmachen im Gottvertrauen. Das ist das Gebet – der Glaube, der sich an Gott wendet, an ihn hält, sich von ihm halten lässt, auch in der Anfechtung.

In alten Handschriften, auch in der Lutherübersetzung von 1956/64, ist die Antwort Jesu weiter gefasst: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten und Fasten. Es ist wohl ein Zusatz, aus einer Zeit, in der der Gedanke erstarkte, dass Fasten die Kraft des Gebets verstärkt. Dass es doch nicht genügen kann, einfach nur beten. Dass im Fasten sichtbar wird, wie sehr der Beter sich Gott anvertraut, leer wird vor ihm. Die ältesten und besten Handschriften lassen das Fasten weg. Beten genügt.

Zum Weiterdenken

Manchmal wissen Ausleger mehr, als der Evangelist zu erzählen weiß. So auch in den nachfolgenden Sätzen: „Man muss nach allem menschlichen Ermessen voraussetzen, dass dieser Junge eine Wahrheit sehr deutlich spürt, die der Vater nur allzu gern unter dem Mantel der väterlichen Obhut verheimlicht sieht: die Wahrheit, dass er im Grunde seinen Sohn wie einen teuflischen Wechselbalg hasst für all das Hin und Her deiner Ängste, seiner Verkrampfungen, seiner wahnsinnsähnlichen Zustände.“ (E. Drewermann, aaO. S. 29) Die Wahrheit hinter diesen Worten: So etwas gibt es wirklich – Hass auf das kranke Kind. Wut über die Last, die einem damit zugemutet ist. Unsagbaren Schmerz über verlorene Glückszeiten. Das gibt es – Ein Verbergen von Hass und Wut, von Frustration über die „verlorenen Jahre“ hinter überschwänglicher Zuwendung und Fürsorge. Das Weiß der Ausleger aus seine Praxis als Seelsorger und Seelenarzt. Nur: nichts davon wird hier auch nur angedeutet. Wir müssen uns warnen lassen, eigene Erfahrungen in die Texte hinein zu projizieren. Sie besser verstehen zu wollen als sie es uns in ihrer Kargheit erlauben.

 

Herr Jesus, wie sehr sehne ich mich nach dem starken Glauben, dem unangefochtenen Glauben, dem Glauben, der alles einfach aus Deinen Händen nimmt, dankbar ohne Zittern. Aber so ist mein Glaube nicht. Mein Glaube ist wankelmütig. Oft bin ich innerlich zerrissen, weiß nicht, was ich hoffen darf, was ich fürchten muss, was ich beten will und beten soll. Oft stehe ich da und verstehe die Welt nicht mehr, Dich nicht mehr, mich nicht mehr. So hin und her gerissen, uneins mit mir selbst, rufe ich nach Dir. Amen