Er kommt

Micha 4, 9 – 5,4

9 Jetzt aber, warum schreist du denn so laut? Ist kein König bei dir? Und ist dein Ratgeber fort, dass dich die Wehen erfasst haben wie eine Gebärende? 10 Leide doch solche Wehen und stöhne, du Tochter Zion, wie eine Gebärende; denn jetzt musst du zur Stadt hinaus und auf dem Felde wohnen und nach Babel kommen. Dort wirst du errettet werden, dort wird dich der HERR erlösen aus der Hand deiner Feinde.

Genug Heil. Es kommt wieder Gericht. Es ist, als würde der Blick in die ferne Zukunft abgelöst durch den Blick auf eine unheilsschwangere Gegenwart. Der Ton dieser Bildrede liegt auf dem ausweglos Ausgeliefertsein. Man kann eine Geburt nicht in den Wehen stoppen, für eine Weile nach Gutdünken aussetzen. Darum darf die Tochter Zion stöhnen und schreien. Die Wehen gehen über sie und erschüttern sie. Und das, was zu gebären ist, muss regelrecht ausgetrieben werden. Es gibt keinen anderen Weg – Micha sieht schon die lange Schlange der Menschen, die aus Jerusalem heraus müssen auf den Weg nach Babel.

„Man kann fragen, ob die Nennung von Babel ursprünglich ist oder erst nach dem späteren Gang der Geschichte eingetragen wurde; für die Michazeit würde man eher vermuten, dass Assur genannt war.“(A. Weiser, aaO. S. 268) Wichtiger ist aber das andere: an diesem Ort des Exils, des Elends wird es einen neuen Anfang geben. Einen Anfang, den der HERR setzt. Ja, er ist der Richtende, aber eben auch der Rettende.

11 Jetzt aber haben sich viele Heiden wider dich zusammengerottet und sprechen: Zion sei entweiht; unsere Augen sollen sich daran weiden! 12 Aber sie wissen des HERRN Gedanken nicht und kennen seinen Ratschlag nicht, dass er sie zusammengebracht hat wie Garben auf der Tenne.

Das ist der Blick über die Mauern: Eine Truppe aus vielen Völkern belagert Jerusalem. Das legt eine Zeitzuordnung nahe: „Die assyrische Armee kann wegen ihrer höchst heterogenen Zusammensetzung treffend als viele Nationen bezeichnet werden.“(D. Schibler, aaO. S. 81) Es könnte also sein, die Worte führen in das Jahr der Belagerung durch Sanheribs Truppen im Jahr 701. Dazu passt, dass und was die Völker planen. „Sie haben ihren Zweck im Auge und ihre Macht zum Entscheidungsschlag zusammengeballt; Gott verfolgt jedoch einen anderen Plan.“(A. Weiser, aaO. S. 271)Sie wollen das Heiligtum entweihen. Sie wissen nicht, was ihnen droht – die wie Garben auf der Tenne sind. Denen auch schon das Gericht droht.

13 Darum mache dich auf und drisch, du Tochter Zion! Denn ich will dir eiserne Hörner und eherne Hufe machen, und du sollst viele Völker zermalmen und ihr Gut dem HERRN weihen und ihre Habe dem Herrscher der ganzen Welt.

Die Reaktion: Jerusalem wird zum Handeln aufgerufen. Nicht zur Ergebung, sondern zur Wehrhaftigkeit. Gott selbst wird es stark machen, sich zu wehren. Die das Volk wie mit einem Dreschschlitten zermalmen wollen, werden selbst zum Dreschgut werden. Die den Tempel entweihen wollen, werden erleben, wie das Beutegut aus ihren Besitz Gott geweiht wird.

Das ist der Blick in eine Zukunft, die weit weg ist. Nicht im Jahr 701. Etwas ähnliches klingt in der viel späteren Apokalypse an, wenn es von der Stadt Gottes heißt: „Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen. Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein. Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie bringen.“(Offenbarung 21, 24-26) Allerdings nicht mehr als Kriegsbeute, sondern als freiwillige Gabe.

14 Jetzt aber, zerraufe und zerkratze dich, denn man belagert uns und schlägt den Richter Israels mit der Rute auf die Backe.

Weil es noch nicht so weit ist, sind Trauer-Gesten angesagt. Es ist ein Ja zur armseligen Gegenwart, aus der es kein Entrinnen gibt. Auch kein Entkommen dadurch, dass man sich in eine bessere Zukunft träumt. Nur wer sich der Wirklichkeit stellt, kann – vielleicht – auch auf eine andere Zukunft hoffen. Aber jetzt hat Micha eben nur die harte Gegenwart vor Augen. Zion ist eine Tochter der Trauer.

5,1 Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.

Es muss irritieren, erst recht, wenn man in Jerusalem wohnt und die Worte des Micha in Jerusalem hört. Es wird einer kommen – der die Zeit sprengt, der die Zeit wendet, der in Israel Herr wird: „Dessen Ursprung bis in die Urzeit zurückreicht.“(D. Schibler, aaO. S. 85) Das ist ein Hinweis auf eine Zeit jenseits der Anfänge des Königtums in Israel. Mehr als ein Hinweis auf den Stammsitz und Geburtsort des David.

Es ist ein seltsames Schweben in dieser Wendung, das die Zeit der Geschichte sprengt. Der hier angekündigt wird, ist irgendwie nicht von dieser Welt und sein Geheimnis geht nicht auf in der Bestimmung seines Stammbaums. „Im geheimnisvollen Ton des Orakelstils wird nur andeutend vom kommenden Herrscher der Endzeit gesprochen…. Die messianische Herrschaft ist nicht die Fortsetzung des judäischen Königtums in der Endzeit, sondern bedeutet einen Neuanfang, der auf die idealen Anfange der Heilsgeschichte es Gottesvolkes zurückgreift.“(A. Weiser, aaO. S. 273) So darf man lesen, wenn man sich gleichzeitig bewusst ist: So höre ich als Christ. So haben sie zur Zeit des Micha nicht gehört. So hört Israel bis heute nicht.

2 Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Israeliten.

Bis es zu der großen Wende durch den kommenden Herrn kommen wird, stehen andere Erfahrungen an, die zu harten Fragen an die Verheißungen Gottes werden. Aus Bethlehem ist ein jämmerliches Dorf geworden. Dazu kommen eigene, schlimme Erfahrungen: herumgeschubst werden, statt Frieden ungeduldige Gewalttäter. Es ist ein kümmerlicher Rest – wie soll daraus ein neuer Anfang werden? Immerhin: „Was den Begriff Rest angeht, so muss betont werden, dass ein anderes hebräisches Wort jætærals sonst im Micha-Buch (sche᾽erit = Überrest) verwendet wird. Das Wort jætær bezieht sich nicht auf den Überrest, sondern auf ein Ganzes, an das sich der Überrest anschließt.“(D. Schibler, aaO. S. 88)Insgesamt ist das die Erwartung: Israel wird wieder „ganz Israel“(2. Mose 12,3; 16,6; 18,25 u. v. m) werden – Gottesvolk wie vom Anfang her.

3 Er aber wird auftreten und sie weiden in der Kraft des HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden bis an die Enden der Erde.

Der Blick wird erneut auf den Kommenden gerichtet. Einer in der Kraft des HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN. Von sich selbst hatte Micha gesagt, er sei voll Kraft, voll Geist des HERRN. Man muss also bei seinen Worten hier nicht gleich an eine göttliche Gestalt denken. Wohl aber an einen, der in seinem Handeln von Gott geleitet wird und für sein Handeln von Gott beauftragt und mit Kraft ausgestattet ist. Ein Hirte wird er sein. Einer, bei dem man geborgen ist. Der seine Macht nicht missbraucht. Sie werden sicher wohnen – mehr Kontrast zu den Anklagen des Micha vom Anfang geht kaum. Das kennzeichnet die Gewalttäter an der Macht, dass sie Menschen die Häuser rauben, sie heimatlos machen.

4 Und er wird der Friede sein.

„Der Hirte wird als Messias mit politischer Aufgabe beschrieben, er wird für den äußeren Frieden und die Sicherheit im eigenen Land garantieren.“(D. Kinet, aaO. S. 139) Es ist gut, sich das vor Augen zu halten – hier wird nicht eine Wende jenseits der Zeit erhofft, sondern eine Zeitenwende jetzt. Angesichts der Gefahren durch die Assyrer. Angesicht einer drückenden Übermacht.

Zum Weiterdenken

Es kann einen zerreißen. Wie den nun – Gericht oder Gnade, Untergang oder Heil? Wie hätte Micha es denn gern? Er ist aber nicht gefragt, wie er es gern hätte, nicht nach seinen Wünschen.  Er ist gefragt als einer, der zu hören hat und dann zu sagen, was er gehört hat. Da ist nun beides zusammen – das Sehen des nahenden Unheils, das Gericht und die Hoffnung, dass dem Gericht neues Heil folgen wird. Beides heraufgeführt von Gott. Es sind Gegensätze, die einen Menschen innerlich zerreißen können, vielleicht sogar müssen. Der Ruf in die Aufgabe des Propheten ist kein ruf in ein beschauliches Leben. Kein Wunder, dass die Abwehr gegen diesen Ruf bei so manchem Propheten zu spüren ist.

Unsereiner liest diese Prophetie des Micha nicht als historischen Text, auch nicht als Jude. Ich lese diese Worte als einer, der den angekündigten Messias als den Gekommenen glaubt. Weil ich an Jesus als den Messias Gottes glaube. Was das an Gedanken auslösen kann, die sich nicht über die alten Worte einfach hinwegsetzen, sondern sie in die eigene Existenz hinein hören, das spiegelt die nachfolgende Predigt:

Das kennen wir alle: auf einen Bahnhof stehen und auf den Zug warten. Er lässt auf sich warten. Die Zeit wird lang. Dann fängt es an, dass wir zum Fahrplan gehen und nachschauen: doch, da steht, wann der Zug kommen soll. Da steht es, dass er kommen soll. Die Uhr rückt vor ‑ aber der Zug lässt auf sich warten. Und doch hören wir nicht auf mit Warten, weil es ja auf dem Fahrplan steht: Ankunft um 17.15!

So haben Menschen in Israel mit den Verheißungen Gottes warten gelernt. Sie haben gelernt zu sagen: Gott hat es doch versprochen ‑ in schlimmer Zeit versprochen: „Aus Bethlehem soll mir der kommen, der der Herr ist.“ Er hat es doch versprochen, dass das Königshaus des David noch einmal einen Spross haben wird, der ein König wie David ist, ein Mann nach dem Herzen Gottes. Er hat es doch versprochen, dass er die Menschen sammeln wird in sein Volk.

Dagegen standen andere Erfahrungen, die zu harten Fragen an die Verheißungen Gottes geworden waren‑ Aus Bethlehem war ein jämmerliches Dorf geworden, aus dem Königshaus des Davids eine verarmte Sippe, aus den großen Verheißungen war Stoff für die Liturgie der Gottesdienste geworden. Und dazu kamen die eigenen, schlimmen Erfahrungen: herumgeschubst wurden die Juden, statt Frieden gab es eine Besatzungsmacht, statt der Erfüllung der großen Hoffnung gab es ungeduldige Gewalttäter, die im Namen Gottes zu handeln behaupteten, wenn sie mordeten, wenn sie Terror ausübten, wenn sie in den Untergrund gingen.

Und doch: da blieb die Sehnsucht lebendig nach der Erfüllung der uralten Verheißungen; da blieben die alten Worte der Verheißungen haften. Mancher kam nur deswegen in den Gottesdienst, um sie wieder neu zu hören. Mancher brauchte sie, um das Warten aushalten zu können.

Dann ‑ nach 700 Jahren erfüllt Gott sein Wort. Er lässt es nicht leer. Er lässt es nicht hinfallen. Dieses Wort wird Wirklichkeit, es ist nicht mit den Jahren veraltet.

Das ist gute Nachricht für uns! Wir kommen in die Weihnachtsgottesdienste, weil uns die Sehnsucht treibt, diese Worte zu hören: Euch ist heute der Heiland geboren. Wir kommen hierher, weil uns die Sehnsucht treibt es zu hören: Er ist euer Friede. Wir kommen hierher, weil es vielleicht doch in unserer Kindheit wie ein Same aus der Ewigkeit in unser Herz gefallen ist: Gottes Sohn ist Mensch geboren.

Dagegen steht das andere: Es ist die Angst unzähliger Leute an Weihnachten, dass sie die großen Verheißungen Gottes hören und am Tag nach Weihnachten ist alles vorbei. Es ist die Angst, dass da die Worte von Liebe und Frieden und Menschlichkeit reden ‑und am Tag danach ist alles vorbei. Da beginnt dann das Geschiebe an den Umtauschkassen und jeder drängelt, so gut er kann. Da beginnt der harte Existenzkampf wieder, in dem sich jeder selbst der Nächste ist. Da regiert dann wieder der Ellenbogen ‑ nicht nur oben bei den Großen, auch unten beim so genannten „kleinen Mann“ und der eigene Vorteil geht vor.

So geht es bei uns zu. Aber stärker als diese Wirklichkeit ist die Wahrheit der Worte Gottes. Wir dürfen diese Verheißungen mit in unseren Alltag nehmen: Er ist unser Friede. Wir dürfen es mit in unseren Alltag nehmen: Gott ist einer wie wir geworden, damit wir in unserem Leben einen haben, an den wir uns halten können, wenn uns nichts mehr hält, damit wir in unserem Leben einen haben, der uns hört, wenn in uns alles schreit, damit wir einen haben, der uns liebt, wenn an uns nichts mehr liebenswert und liebenswürdig ist.

Diese Wahrheit und diese Wirklichkeit der Verheißungen Gottes lassen sich nicht wie ein Schild aufstellen und vor sich hertragen. Diese Wahrheit wird erlebt in den Leiden der Zeit und in den Leiden des eigenen Lebens.

Es war wohl der Irrtum Israels, dass es aus den Ankündigungen der Propheten ein bestimmtes Bild vom Messias gewinnen wollte. Man hörte die Worte eines Micha und erwartete einen König mit allen Attributen der Macht. Man erwartete den Verwandler der Welt, der ein Schwert in der Hand hat, der sich mit Gewalt durchsetzt, der den Bösen schonungslos vergilt und die Gerechten belohnt ‑und es war schon klar: die Gerechten ‑ das sind wir!

Bis heute hält sich dieser Irrtum. Manche Klage gegen Gott hat in ihm ihren Ankerpunkt: man erwartet sich einen Gott, der wie Herkules den Augiasstall der Welt ausmistet. Man erwartet sich einen Gott, der wie Batman für Ordnung sorgt ‑ mit Kraft und Macht und rigoroser Härte. Und wenn es Gott nicht tut, dann nehmen wir das selbst in die Hand und Gott soll dann wenigstens die Waffen segnen, die für den Frieden eingesetzt werden.

Aber `Gott, der unser Friede ist‘ kommt anders. Der König, den Micha ansagt, kommt anders. Er wird nicht da geboren, wo Macht und Stärke, wo Gewalt und Einfluss zu Hause sind. Er kommt bedrängt auf die Welt, er hat seinen Anfang in der Niedrigkeit, wo mehr gelitten wird als gestaltet, wo mehr Macht erduldet wird als ausgeübt. Er ist ein Heimatloser, wird zum Flüchtlingskind, wird einer, der um Asyl bitten muss. So kommt der Heiland in die Welt!

Der armen Gestalt seines Kommens entspricht sein Handeln. Er weidet nicht mit dem Zepter des Herrschers. Seine Macht zeigt sich nicht in den Truppen, die ihm folgen. Er sammelt nicht mit Befehlen seine Leute um sich. Er ist nicht der Anführer, dem alle begeistert folgen, weil er ihnen ein großes Ziel gesetzt, eine große Aufgabe gestellt hat. So haben zu allen Zeiten Menschen ihre Gefolgschaft um sich gesammelt. So haben die großen Führer und auch die großen Verführer der Menschheit sich ihre Macht geschaffen.

Er aber ist anders. Er teilt mit den Hungrigen das karge Brot. Er teilt mit den Durstigen das Wasser. Er teilt mit den Müden die Müdigkeit. Er teilt mit den Zweifelnden die Fragen. Er teilt mit den Gequälten die Sehnsucht nach Gerechtigkeit. Er teilt mit den Traurigen die Tränen. Er teilt mit den Leidenden den Schmerz. Er teilt mit den Suchenden die Hoffnung. Er teilt mit den Belasteten die Lasten. So geht er mit den Menschen um. So will er Dir und mir begegnen. So will er unser Herz gewinnen ‑ für sich, für Gott, für die Welt. Er ist ein leiser, ein sanfter, ein bittender König. Er ist ein König, der auf die Macht verzichtet, weil er das Vertrauen will, der das Leben der Menschen teilen will, damit wir Menschen mit ihm teilen, was unser Leben ist.

Merken Sie: So will Gott uns begegnen, in diesem Jesus‑Kind, dass wir mit unserem ganzen Leben bei ihm aufgehoben sind. Dann ist in der Krippe im Stall der für uns da, der unser Schreien hört, unsere Tränen sieht, unsere Verzweiflung trägt. Dann ist in der Krippe im Stall der für uns da, der sich zu uns beugt und sich zu uns stellt ‑ in unserem Tun und unserem Lassen, in unserem Gelingen und unserem Versagen. Dann ist er der eine, vor dem wir ganz sein dürfen und zerrissen, der uns helfen will, unser ganzes Leben vor ihm zu leben und nicht nur einen Teil.

Wenn Gott uns begegnen will ‑ in diesem Kind und später in diesem Mann, der den Weg zum Kreuz und zur Auferstehung geht ‑dann will er in dieser Begegnung seine Hand auf unser Leben legen, dann will er nicht nur ein paar richtige Gedanken, nicht nur ein paar Gefühle, nicht nur ein paar gute Taten dann will er uns selbst für sich gewinnen.

Und unsere Antwort, was ist unsere Antwort auf dieses Geschenk Gottes, das er uns mit Jesus gibt? Ich weiß keine andere als dies, dass wir uns mit unserem ganzen Leben Jesus anvertrauen und ihm glauben und seinen Willen tun ‑ heute und morgen und an allen Tagen unseres Lebens. Das ist das Weihnachtsgeschenk, das Gott sich von uns erhofft ‑ dass wir ihm unser Leben schenken!                                                                                                                                               Friedberg 25. 12. 2001

Jesus, in Dir sehe ich den, den Micha erahnt hat, ersehnt hat. In Dir sehe ich die Antwort Gottes, des Vaters im Himmel, auf den Schmerz, auf die Schuld, auf die Leiden der Zeit. In Dir sehe ich Gott auf unserer Seite, damit wir uns auf Gottes Seite trauen, seinen Weg für uns annehmen lernen, seiner Güte trauen lernen, seiner Treue folgen.

Halte Du mich fest. Öffne mir immer neu die Augen, auf Dich zu sehen. Amen