Das eine Fundament

1.Korinther  3,9 -17

9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut.

Dreimal rückt Paulus in den Blick: es geht um Gottes Sache. Damit unterstreicht er die eigene Bedeutung und die Hochachtung für die Gemeinde in Korinth. Wir – gemeint sind Paulus, Apollos, aber auch alle anderen Boten des Evangeliums – folgen dem Auftrag Gottes. Keiner der Boten arbeitet auf eigene Faust und eigene Rechnung.  Sondern: wir sind beteiligt an Gottes Werk.

συνεργο θεο. Synergoi theouMitarbeiter Gottes. So streng Paulus sonst zurückweist, dass wir irgendetwas für das eigene Heil tun können – hier redet er davon, dass er und die anderen mitwirken am Werk Gottes. Aber auch als Mitarbeiter sind sie nicht Mitwirkende in eigener Regie, können sie das Heil nicht selbst nach Belieben zuteilen und austeilen. „Die Apostel sind nichts als Gehilfen und Handlanger Gottes.“(W. Schrage, aaO.  S. 294)Mehr nicht.

Das aber sind sie wirklich und als solche gewürdigt, mitzuwirken an Gottes Ackerfeld und. Bau. Man wird es nicht übersehen dürfen: Das macht auch ihre Würde aus. Es ist schon ein Unterschied, ob ich an einem Allerweltsauftrag mitwirke oder ob mich der Herr der Welt an sein Heilswerk stellt. Es ist zu spüren: Paulus spricht hier auch als jemand, der sich selbst gewürdigt weiß. Der auch den Wert seiner Arbeit einschätzt. Das zeigt sich auch darin, dass er sich selbst als weisen Baumeisterσοφς ρχιτκτων – sieht, als einen „geschickten, kundigen, kunstfertigen“ (Gemoll, aaO. S. 683) Architekten.

Als vor Jahrhunderten noch Kathedralen und Kirchen gebaut wurden, fragte ein Passant zwei Maurer, was sie da machen. Ein Maurer antwortete mürrisch: „Ich setzt Steine aufeinander.“ Der andere Maurer antwortete stolz: „Ich baue eine Kathedrale.“ Paulus weiß sich als Mitarbeiter an der größten Arbeit der Welt: Menschen die Liebe Gottes nahe zu bringen.

 Was in Korinth entstanden ist als Gemeinde, mag nicht „seine“ Gemeinde sein. Er ist nicht ihr Herr. Aber er hat in ihr Fundamente gelegt. Grundlagenarbeit geleistet. Die Gnade, die er empfangen hat, ist nicht vergeblich an ihn gegeben worden. Sie hat ihn beflügelt, befähigt, vorwärts getrieben. Die Korinther können das bestätigen. Jetzt mögen andere weiterbauen. Das nimmt Paulus nichts von seiner Würde als dem, der Grundlagen gelegt hat.        

11 Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

Wer auch immer den Bau fortsetzt – es muss dem Fundament entsprechen. In der Vulgata, der lateinischen Bibelübersetzung der frühen Zeit wird Grund – θεμλιονmit  fundamentum wiedergegeben. Wir haben das Wort ins Deutsche übernommen. „Das Fundament eines Hauses lässt sich nicht beliebig ändern.“(W. Klaiber, aaO.  S. 54) Was immer auf dem Fundament als Baufortsetzung aufgerichtet wird – es muss diesem Fundament entsprechen.

Das Fundament, die Grundlage der Gemeinde in Korinth ist gelegt: in Jesus Christus, dem Gekreuzigten. Paulus formuliert sorgfältig: es ist gelegt – und weist damit darauf hin: nicht meine, auch nicht unsere Verkündigung ist das Fundament, die Grundlage – wir alle sind nur Zeugen, nur Boten. Die Grundlage ist vielmehr das Geschehen auf Golgatha und am Ostermorgen. Es ist die Tat Gottes, versteckt im Passiv, nicht das Werk und die Leistung von Menschen, die das Fundament der ganzen Kirche und jeder einzelnen Gemeinde ist.

             „Das Entscheidende an der apostolischen Verkündigung ist nicht der Verkündiger (es gibt auch andere Apostel!), sondern der Verkündigte…. Der Apostel ruht auf dem Christus als dem längst gelegten Fundament, nicht der Christus auf dem Apostel.“(W. Schrage, aaO.  S. 298)

             Es kann schmerzen, weh tun, dass wir heute dieses große Wort vom Grund, der gelegt ist, der uns trägt, auf dem wir leben können, allem Anschein nach so kampflos preisgeben. Fast, als würden wir uns schämen, dass wir auf diesem gelegten Fundament leben dürfen. Wir tun so, als wäre es nur ein Fundament, neben dem andere Fundamente gleichwertig stehen und nicht das eine Fundament, das alle trägt.

12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden.

             Der Grund verlangt nach Weiterbauen. Nach Einsatz, um auf dem Fundament den Bau zu errichten – ich sage ein wenig blumig: Das Haus des Glaubens. Die Gemeinde. Dabei spielt die Art der Baustoffe, das Material, aus dem sie gefertigt sind, eine große Rolle. Die Haltbarkeit und Qualität des Materials ist es, die dem Bau „Solidität und Haltbarkeit“(W. Schrage, aaO.  S. 299) verleiht.

Gemeint als Baustoff ist wohl vorrangig das Lehren. Dabei fällt auf: Gold, Silber, Edelsteine sind ja nicht eigentlich Baustoffe. Aber im übertragenen Sinn wird deutlich, um was es geht: Goldene Worte haben ein anderes Gewicht als wenn einer leeres Stroh drischt. Worte, die funkeln wie Edelsteine sind anders als hölzerne Reden.

Gegen alle Voreiligkeit: Das Urteil über die Qualität der Baustoffe treffen nicht wir. Ob die Baustoffe glanzvoll sind, ob sie unseren Beifall finden oder ob sie doch nur ganz gewöhnliches Baumaterial sind, wird sich am Ende zeigen müssen. Wie es um die Nachhaltigkeit des Bauens steht, ohne Übertragung: des Lehrens in der Gemeinde, des Gemeindebauens wohl auch, das wird sich am Ende erweisen. Wenn alles offenbar wird. Vor dem Richterstuhl Gottes.

Auf diesen Tag sieht Paulus ja die Geschichte der Welt unterwegs.  Auf den Tag, an dem alles noch einmal zur Sprache kommt – Worte und Taten, Verschwiegenes und Unterlassenes. Weil das so ist, muss er nicht urteilen, nicht ständig bewerten. Der Tag des Gerichts ist Gottes Tag und nicht und nie durch Menschen vorwegzunehmen.

Darum kann sich auch Paulus selbst zurückhalten. Alle Urteile von Menschen über Menschen sind Urteile im „Vorletzten“(Bonhoeffer), keine Urteile von Ewigkeitsbedeutung. Das zu bedenken und vor allem zu beherzigen könnte vor mancher Schärfe bewahren.

 Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.

             Keine Voreiligkeit – es braucht alles seine Zeit. Wer meint, heute schon letztgültige Urteile fällen zu können, übernimmt sich, überhebt sich, maßt sich selbst eine Rolle an, die ihm nicht zusteht. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen. Vorher ist alles noch im Fluss, noch nicht fertig. an diesem Tag wird es zum Offenbaren kommen. Es ist der Tag der Enthüllung, der Entschleierung. Die Wirklichkeit hinter allem Schein wird sichtbar. Das sagt das griechische ποκαλπτεται. Es kommt zur Offenbarung.

             Das aber ist Gottes Arbeit – zu unterscheiden, zu scheiden. Darin ist Paulus ganz bei dem, was Jesus im Gleichnis sagt: Es sind „die Engel Gottes“, denen die Scheidung übertragen ist, nicht die Menschen, auch nicht die „Kinder des Reiches.“(vgl. Matthäus 13, 24-30.37-41) Wie viel an bitteren Auseinandersetzungen und üblen Urteilen hätte man sich in der Christenheit ersparen können, wenn immer diese grundsätzliche Grenze für menschliches Urteilen geachtet worden wäre! Diese Grenze unseres Urteilens zu bedenken und zu beherzigen hätte in der Vergangenheit der Kirchen manchen Scheiterhaufen nicht brennen lassen.

Mir ist der Schluss-Satz besonders wichtig: Mag sein, die Arbeit eines Christen-Menschen erweist sich als halbfertig, untauglich, nicht perfekt – er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. Das mag ein Hinweis auf Vorstellungen vom Fegefeuer sein. Vor allem aber ist es die Botschaft: das Gericht ist für Paulus kein Vernichtungsgericht. Das Ziel ist nicht ausmerzen und vernichten, sondern prüfen und läutern.

Wohl wahr: was nichts taugt, verbrennt. Die Werke, ργα, man könnte auch übersetzen: die Leistungen, auf die wir so Wert legen, auf die wir vielleicht auch so stolz sind, gehen in Flammen auf. Sie haben keinen Bestand. Das ist, wenn man so will, Strafe genug. „Wahrscheinlich sieht Paulus schon in der Erkenntnis, umsonst gearbeitet zu haben, eine schmerzliche Minderung und Beschädigung dessen, was aus einem Leben mit Christus hätte werden können.“ (W. Klaiber, aaO.  S. 56)

 Ich gebe den Gedanken des Paulus wieder, wie ich ihn verstehe: Uns bleibt es nicht erspart zu sehen, wie viel in unserem Leben halbfertig geblieben ist, gut gemeint  war. Wie viel aber auch nur der eigenen Ehre dienen sollte und nicht wirklich dem Weg Christi entsprochen hat. Wir werden beschämt sehen müssen, wie viel wir an Liebe schuldig geblieben sind – auch und gerade beschäftigt mit großartigen Projekten.

Später wird Paulus an die Korinther schreiben: „Wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.“ (13,3) Das alles stimmt – und es bleibt ein großer Schmerz. Und doch: gerettet. Durch den Feuerbrand der Wahrheit hindurch, durch die tiefere Ernüchterung der Scham über sich selbst hindurch. Aber gerettet.

Wenn ich das alles bedenke: „Wie töricht ist die Berufung auf die einzelnen Werkleute, wenn es allein dem letzten göttlichen Urteil zusteht, zu entscheiden, ob sie bewährt sind oder nicht.“(H.D. Wendland, aaO.  S. 35) Wie töricht aber auch der Stolz auf die eigene Leistungsbilanz. Es ist ein langer Weg, zu dieser Sicht zu kommen, die den Vorsprung der Gnade vor allem eigenen Tun  auf das eigene Leben anwendet.   

Wie klug und im wahrsten Sinn lebensweise ist demgegenüber Alexis Sorbas mit seinem Satz, als er sein großes Projekt in einem großen Trümmerhaufen scheitern sieht: „Noch nie habe ich etwas so schön zusammenbrechen sehen.“ Und dann tanzt er!

16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören, denn der Tempel Gottes ist heilig – der seid ihr.

             Jetzt holt Paulus tief Luft. Genug vom Gericht. Genug von den Unterscheidungen. Er spricht sie alle an – die Paulus-Leute, die Apollos-Parteigänger, die Petrus-Anhänger. Ihr seid Gottes Tempel. Bald wird es keinen Tempel mehr in Jerusalem geben. Und die heidnischen Tempel in Korinth sind nur imposante Bauwerke, aber kein Ort, wo Gott den Menschen trifft. Das aber seid ihr – der Ort, wo Gott eure Zeitgenossen treffen will.

Das macht die Würde aller aus, die zur Gemeinde des Christus gehören: Sie sind Gottes Treffpunkt mit der Welt, weil der Geist in ihnen wohnt. Nicht, weil sie von sich aus so toll wären. Sondern weil es Gott so gefallen hat, durch seinen Geist in diesen armseligen Menschen Wohnung zu nehmen. Tempel Gottes – das ist der kümmerliche Haufen von Mühseligen und Beladenen, der sich an einem Ort zusammen findet, miteinander weint, einander tröstet, aufrichtet, den Rücken zu stärken versucht. Keine relevante Größe in den Augen der Welt. Nichts, was den Medien Aufmerksamkeit wert ist. Aber genau da ist Gott gegenwärtig. Da lässt er sich finden. „Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“(Matthäus 18,20)

Auf den ersten Blick ist es eine individuelle Bitte, die aber aus der erlebten Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern erwächst.

 „Herr, komm in mir wohnen, lass mein‘ Geist auf Erden                                            dir ein Heiligtum noch werden;
komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre,                                                                  dass ich dich stets lieb und ehre.
Wo ich geh, sitz und steh, lass mich dich erblicken                                                       und vor dir mich bücken.“                              G.
Tersteegen 1729, EG 165

             Die Einladung an Gott – Wohnung zu machen im eigenen Leben, im eigenen Herzen, der eigenen Seele. Viel kühner kann man wohl nicht beten.

οι̕κέω  wohnen, walten. Der Geist ist keine Augenblicks-Erfahrung, überwältigend, aber unkalkulierbar. Sondern Paulus erinnert: Er wohnt in euch. Das ist Beständigkeit. Nicht Besitz – der Geist wird nie zum Besitz. Aber er ist das Lebenselement, das in der Gemeinde stark ist, das sie prägt. „Das meint nicht nur die Gegenwart des Geistes in den einzelnen Christen, sondern dessen Wirken in der Gemeinde.“(W. Klaiber, aaO.   S. 56)

 Es ist eine deutliche Warnung, situationsbezogen: Wer sich so gegen die anderen in der Gemeinde stellt, dass er sie verdirbt, sie in ihrem Glauben beschädigt, sie klein macht, „die Gemeinde faktisch ruiniert indem sie sie polarisieren“(W. Klaiber, aaO.   S. 57), der wird schuldig. Der zieht das Gericht auf sich selbst, weil er nicht nur ein paar Menschen missachtet, sondern den Tempel Gottes verdirbt.    

Kein Urteil, aber eine Warntafel: Wer über die Menschen in der Gemeinde spricht, spricht über Gottes Tempel. Spricht über die, die Gott heilig sind. Weil er sie erwählt hat, weil er sie zu seinem Tempel macht, zu seinem Begegnungsort mit der Welt.

 Zum Weiterdenken

Angesichts der Worte des Apostels reibe ich mir ein wenig verwundert die Augen, wenn ich den Gebrauch des Wortes „Fundamentalisten“ heute bedenke. Gerade auch in der Kirche. Als ob wir alle freischaffende und freischwebende Architekten sein könnten. Als ob wir unter Absehung von dem Fundament, das gelegt ist, sinnvoll bauen könnten, auch nur das bescheidenste  Bauwerk.

Der Fehler der „Fundamentalisten“, wenn ich mich auf diesen Sprachgebrauch einlasse, liegt darin, dass sie so tun, als wäre nur ihre Baufortsetzung möglich, als wüssten sie ganz allein den noch nicht zu Ende ausgeführten Bauplan, als wäre mit dem Fundament schon entschieden, und zwar durch ihre Einsicht, was alles jetzt noch zu tun sei. Der andere Fehler: Sie lassen nur gelten, was die Patina des Altehrwürdigen hat, was schon immer so war, wie sie es sehen. Sie sehen immer nur die Gefahren, immer nur den Abfall. Sie huldigen der Überzeugung, dass der Anfang das Goldene Zeitalter war und alles spätere nur noch „Abfall“ ist.

Auf dem Fundament, das gelegt ist, bauen heißt: Zukunft gestalten im Vertrauen auf die Wegweisungen Gottes. In eigener Verantwortung in der Zeit jetzt. Diese Sicht ist – so sehe ich – den meisten Fundamentalisten weitgehend fremd. Ihre Zukunft ist fast immer nur die Wiederholung des ewig Gleichen.

Auch das stört mich: Es gibt eine scheinbar fast zwangsläufige Verbindung von Fundamentalismus mit der Ausübung von Macht. Oder genauer: von Gewalt. Häufig ist es eine gewalttätige Sprache. Aber manchmal ist das auch nur die Vorstufe zu gewalttätigen Aktionen. Ob bei solchen Aktionen die Bibel oder der Koran verbrannt wird, ist zweitrangig. Die Erfahrung lehrt: wer Bücher verbrennt, heilige Bücher anderer Religionen, ist zumindest gefährdet, irgendwann auch Gewalt gegen Menschen auszuüben und nicht mehr nur gegen Sachen. Oder sie doch gutzuheißen, wenn der eigene Präsident nur irgendwie „einer von uns“ zu sein scheint.

Ein wenig weg davon darf wohl mitbedenken: Wenn man die paulinische Mission vom Ende her betrachtet, seinen Weg durch die Gemeinden Kleinasiens und Griechenlandes – am Ende ist das auch ein Trümmerfeld. Es sind viele Gemeinden, die sich von ihm gelöst haben, distanziert haben. Seine Briefe sind ein deutliches Zeichen, dass sich je länger umso mehr Schwierigkeiten angehäuft haben in seinem Verhältnis zu den Gemeinden. Nicht nur zu der Gemeinde in Korinth. In diesem Zusammenhang gelesen bekommt sein Satz einen ausgesprochen biographischen Anklang. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. Das ist auch die persönliche Hoffnung des Grundlagen-Legers Paulus.

 

Herr unser Gott, Du begegnest uns heute in Deinem Wort. Du wirst uns auch begegnen am Tag des Gerichtes, wenn alles Leben vor Dir offenbar werden wird. Nichts darf uns von Dir trennen. Du freust dich über jeden einzelnen, der sein Leben Dir anvertraut.

Du willst uns helfen, dass wir den Schritt des Glaubens wagen, den großen Schritt, einmal Ja zu Dir zu sagen und die vielen kleinen Schritte im Alltag, die dieses Ja bestätigen. Gib uns dazu Deine Kraft.  

Herr, Deine Lebenskraft und Deine Liebe brauchen wir – in unseren Familien,in unserer Gemeinde, in unserem Land. Hilf uns, dass wir aus dem Vertrauen zu Dir leben und es weitergeben an Menschen um uns. Hilf uns zur Wahrhaftigkeit im Umgang miteinander, zur Barmherzigkeit im Umgang mit denen, die schuldig an uns geworden sind, zum Mut um Vergebung zu bitten, wo wir anderen Unrecht getan haben.

Bewahre uns  in den Wirrnissen unserer Zeit, damit wir Deine Herrlichkeit schauen dürfen, jetzt schon und jenseits der Zeit.  Amen