Gottes Wende – und wir sind frei!

Jesaja 51, 17 – 52,6

 17 Werde wach, werde wach, steh auf, Jerusalem, die du getrunken hast von der Hand des HERRN den Kelch seines Grimmes! Den Taumelkelch hast du ausgetrunken, den Becher geleert.

     Wieder ein Weckruf, allerdings diesmal nicht an Gott gerichtet, sondern an Jerusalem. Sie soll aufwachen, aus dem Albtraum der vergangenen Jahre. Aufwachen, weil die Zeit des Zornes erfüllt ist. Aufwachen auch, weil Gott neu handelt. „Wenn Gott aufbricht, kann sein Volk nicht ruhen.“(D. Schneider, aaO.  S. 201)

      Es mag sein, dass diese Aufforderung eine Antwort auf frühere Klagen des Volkes ist, wie sie vielleicht sogar in Gottesdiensten formuliert worden sein können.

„Du gabst uns, Herr Jahwe, zu trinken den Becher deines Zorns,                                 ließest uns trinken, schlürfen den Kelch des Taumels.“                                                                        C. Westermann, aaO., S. 198

             In den Worten steckt beides, Klage und Schuldeingeständnis. Die Klage über den Untergang und das Eingeständnis: In diesem Untergang lässt uns Gott die Folgen unserer Schuld tragen. Zugleich werden damit einmal mehr, die Relationen zurecht gerückt. Die Exilierten fürchten sich vor denen, die Macht über sie haben, Babyloniern, Chaldäern und allen anderen schadenfrohen Feinden. Aber in Wahrheit müsste ihre Furcht allein Gott gelten. Denn er ist es ja, der sie die Folgen ihrer Schuld tragen lässt.

Eine ähnliche Argumentation begegnet in Worten Jesu. Er sagt zu seinen Jüngern, die er unbewaffnet, gefühlt schutzlos in die Welt schickt: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.“(Matthäus 10,24) Auch hier wieder: Gottesfurcht befreit von Menschenfurcht.

18 Es war niemand von allen Söhnen, die sie geboren hat, der sie leitete, niemand von allen Söhnen, die sie erzogen hat, der sie bei der Hand nahm. 19 Dies beides ist dir begegnet – wer trug Leid um dich? -: Verwüstung und Schaden, Hunger und Schwert; – wer hat dich getröstet? 20 Deine Söhne lagen auf allen Gassen verschmachtet wie ein Hirsch im Netz, getroffen vom Zorn des HERRN und vom Schelten deines Gottes.

             So hart ist die Situation Jerusalems: Da ist keine Hilfe von der nachkommenden Generation zu erwarten. „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft.“ erweist sich hier als bloße Sprechblase. Es ist nur zu wahr: die Situation Jerusalems war und ist im Augenblick immer noch trostlos. Und es ist niemand in Sicht, der sich erbarmt, der tröstet, der aufrichtet.

Es hat ja, auch in der Exils-Zeit, nicht an Stimmen gefehlt, die ein rasches Ende des Exils ankündigten. Die alles nur für einen bösen Spuk erklären wollten. Die die ganze Misere schönreden wollten.

Mit einer dieser Stimme hatte sich Jeremia herum zu schlagen: „In demselben Jahr, im Anfang der Herrschaft Zedekias, des Königs von Juda, im fünften Monat des vierten Jahrs, sprach Hananja, der Sohn Asurs, ein Prophet von Gibeon, zu mir im Hause des HERRN in Gegenwart der Priester und des ganzen Volks: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ich habe das Joch des Königs von Babel zerbrochen, und ehe zwei Jahre um sind, will ich alle Geräte des Hauses des HERRN, die Nebukadnezar, der König von Babel, von diesem Ort weggenommen und nach Babel geführt hat, wieder an diesen Ort bringen; auch Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, samt allen Weggeführten aus Juda, die nach Babel gekommen sind, will ich wieder an diesen Ort bringen, spricht der HERR, denn ich will das Joch des Königs von Babel zerbrechen.“(Jeremia 28,1-4) 

Nein, sagt Jesaja; wir müssen die Situation ungeschönt sehen, wir dürfen uns keinen Täuschungen hingeben: Da ist keine Hilfe in Sicht – weder durch die nächste Generation, noch durch irgendwelche selbsternannten Tröster. Harte Worte, mit einer einzigen Absicht: Zion, Jerusalem, die Exilierten davon abzuhalten, ihre Zuflucht bei den Falschen zu suchen, falschen Göttern und Menschen. Ganz so, wie es Jahrtausend später ein Liedvers aufnimmt.

Such, wer da will,  Nothelfer viel, die uns doch nichts erworben.                                 Hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben.                                    Uns wird das Heil durch ihn zuteil, uns macht gerecht der treue Knecht,                   der für uns ist gestorben.                  G. Weissel 1642, EG 346

 Geschrieben sind diese Worte in bitteren Zeiten, als das Land Deutschland ausgeblutet war durch den Krieg, verwüstet, menschenleer, große Teile der Bevölkerung von der Pest und anderen Seuchen hingerafft, von marodierenden Söldnertruppen abgeschlachtet. Wir singen diese Verse heute in ungleich sicherer Situation – und verstehen deshalb ihre Tiefe wohl auch nur oberflächlich.

 21 Darum höre dies, du Elende, die du trunken bist, doch nicht von Wein!

             In diese so trostlose Situation ergeht jetzt ein neues Wort, gilt es neu zu hören. Für Jerusalem, hier: Du Elende genannt. „In der Zion-Tradition sind die „Armen und Elenden die Hilfe- und Schutzbedürftigen Jahwes, die sonst keinen andern Helfer haben.“(H.J. Kraus, aaO. S. 138) Alle Worten von Jesaja, die an Jerusalem gerichtet worden sind, sind keine Worte, die aus einer Illusion, aus Selbst-Täuschung entstanden sind. Alle Verheißungen sind nicht aus einer Verharmlosung der Lage zu erklären. Nein – alles, was Jesaja anzusagen hat als Worte Gottes, hat darin seinen Grund: Jerusalem ist elend, am Boden. Trunken vor Angst, vor Verzweiflung. Nicht trunken aus Lust am Trinken.

22 So spricht dein Herrscher, der HERR, und dein Gott, der die Sache seines Volks führt: Siehe, ich nehme den Taumelkelch aus deiner Hand, den Becher meines Grimmes.  Du sollst ihn nicht mehr trinken, 23 sondern ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben, die zu dir sprachen: Wirf dich nieder, dass wir darüber hin gehen! Und du machtest deinen Rücken dem Erdboden gleich und wie eine Gasse, dass man darüber hin laufe.

Das ist die Wende: sie geschieht in Gott selbst. Zugespitzt: Gott wendet sich von seinem Zorn ab und deshalb nimmt er den Taumelkelch aus der Hand seines Volkes. Gott lässt seinen – gerechten – Zorn fahren und lässt ihm eben nicht mehr freien Lauf. Gott sagt: es ist genug. Ganz wie am Anfang der Worte dieses Jesaja: „Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden.“(40,2)

Ob das Volk sich geändert hat im Exil? Ob es wirklich zur Einsicht gekommen ist, dass der Untergang Jerusalems die Folge der eigenen Verfehlungen ist? Wir hören davon – nichts. Das wird nicht verhandelt. Das wird auch an keiner Stelle als Begründung für die kommende Wende angeführt. Das muss vorsichtig machen gegenüber der Forderung nach Reue als einer Voraussetzung für Gnade. Die Gnade, der Neuanfang für Israel hat, nach den Worten Jesajas, nur die eine Voraussetzung: dass der HERR gnädig ist, dass er den neuen Anfang setzt. Dass er dieses Volk, elend und am Ende, immer noch will. Weil es sein Volk ist und bleibt.

Hand in Hand mit diesem Trostwort an Jerusalem geht die Ansage des Gerichts an die Peiniger.  Sie werden den Taumelkelch in die Hand gedrückt bekommen. Sie werden für allen Übermut und Mutwillen, für alle Demütigungen,  die sie die Exilierten haben spüren lassen, bitter bezahlen. „Die Befreiung der einen bringt das Gericht über die anderen mit sich.“(D. Schneider, aaO.  S. 202)

 Ist das so, weil die Summe des Leidens in der Welt immer gleich bleibt? Weil das Unrecht einfach weiter wandert? In der Spur des Propheten wird man wohl sagen müssen: Die Untaten der Sieger und Mächtigen fallen auf sie zurück. Irgendwann holt das Unrecht die ein, die es geübt haben. Das scheint der Welt geheimnisvoll als Gesetzmäßigkeit eingeprägt. Die Weisheit Israels nennt das den Zusammenhang von Tun und Ergehen. Und sieht ihn in der unerforschlichen Gerechtigkeit Gottes begründet.

Mir fällt ein Lied ein, vor langer Zeit gespielt und oft gehört, das dieser Frage nachspürt:

You really got a lot of breaks and you went right to the top                                           I guess you thought your good times was never gonna stop                                            But for every song you sang and every tune you played                                               Do you know some day you´re gonna have to pay the piper.                                                                    B.McGuire, CD Lighten up 1975

 Es könnte einen warnen, die Erfolge, erst recht die ungerecht gewonnenen Siege als eine Never-ending-Story zu sehen. Der Tag der Abrechnung kommt. Manchmal beschleicht mich die Sorge: auch der Westen, auch die westliche Christenheit, zu der ich zweifellos gehöre, wird einmal die Rechnung präsentiert bekommen. Hoffentlich nicht von Menschen, sondern von Gott. Weil ich denke wie David: „Mir ist sehr angst, doch ich will in die Hand des HERRN fallen, denn seine Barmherzigkeit ist sehr groß; aber ich will nicht in Menschenhände fallen.“(1. Chronik 21,13) Wenn Abrechnung, dann durch ihn, Gott, bei dem das Erbarmen größer ist als der Zorn.

52, 1 Wach auf, wach auf, Zion, zieh an deine Stärke! Schmücke dich herrlich, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn es wird hinfort kein Unbeschnittener oder Unreiner zu dir hineingehen. 2 Schüttle den Staub ab, steh auf, Jerusalem, du Gefangene! Mach dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion!

             Und wieder: Wach auf. Gleich zweimal. So dringlich ist der Ruf, an Zion gerichtet. Aber wie hat sich der Ton verändert! Keine Klage mehr, keine Erinnerung an vergangene Schuld. Nur noch der Blick nach vorne. Nur noch die Aufforderung: Ergreife die Freiheit, die vor dir liegt. Das Geschenk der Freiheit will ergriffen sein.

Angeredet sind sehr direkt die Exilierten. Gleich zweimal steht hier šebijāh, Gefangene. Sie haben sich im Lauf der Jahre womöglich daran gewöhnt, dass sie unfrei sind. Sie tragen innerlich Fesseln, auch wenn man sie äußerlich vielleicht nicht sieht. Darum ist die Aufforderung umso dringlicher. Ergreife die Freiheit. Darum die Imperative, die regelrecht einer den anderen verstärken: Schmücke dich… Schüttele den Staub ab… Mach dich los…. Diese Aufforderungen ändern ja nichts daran: Der Neuanfang Jerusalems ist Geschenk! Gnade!

Jerusalem wird wieder hergestellt. Die Stadt wird angeredet wie eine Person. Wie eine Frau, die sich für einen großen Auftritt vorbereitet. Meine Phantasie sagt: wie ein Braut, die sich für den Bräutigam schmückt. Für ein Fest soll Jerusalem seine Stärke anziehen. Nicht mehr für den Kampf. Die Zeit der Kämpfe  – vorbei? Dafür spricht auch, dass die Stadt zum „Heiligen Bezirk“ erklärt wird. Kein Unbeschnittener oder Unreiner hat mehr Zutritt. Es liegt nahe, das nur als eine Aussage über den Tempelbezirk zu lesen. Aber es ist wohl weiter zu verstehen: die Stadt soll nicht mehr von Fremden belagert oder erobert werden.

Historisch betrachtet ist dieses Wort unerfüllt geblieben. Jerusalem ist wieder und wieder erobert, verwüstet, geschändet worden. Von allen möglichen Völkern, unter allen erdenklichen Vorzeichen. Auch unter dem Zeichen des Kreuzes. Das mag ein Hinweis sein: Dieses Wort weist weit über die Erfüllungen hinaus, die es auch erfahren hat. Weit auch über die Zeit der Heimkehr aus dem Exil.

Es liegt nahe, eines der großartigen Bilder der Offenbarung in Beziehung zu diesen Worten zu setzen. „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.“(Offenbarung 21,2) Dann  erst wird dieses Jesaja-Wort in seiner Fülle verwirklicht sein.

 3 Denn so spricht der HERR: Ihr seid umsonst verkauft, ihr sollt auch ohne Geld ausgelöst werden.

             Für diese neue Freiheit muss kein Kaufpreis entrichtet werden. Es ist kein Schacher auf den Sklavenmarkt, der im Freikauf endet. So wie durch den Weg in das Exil keine Schulden Gottes beglichen worden sind, so ist auch jetzt keine Zahlung an irgendjemand fällig, damit Israel wieder frei wird. Noch einmal: „Die Befreiung und Erlösung des Gottesvolkes ist reiner Gnadenakt des Gottes Israels.“(H.J. Kraus, aaO.  S. 139)

Im Hintergrund steht, was Jesaja auch wiederholt sagt: Der Weg ins Exil ist eine Folge der Schuld. „Schuld aber kann man nicht durch Sachleistungen ungeschehen machen. Gottes Erlösung ist kein Geschäft.“(D. Schneider, aaO. S. 205) Der Weg in die Freiheit ist kein Erfolg diplomatischer Ausgleichsleistungen.

 4 So spricht Gott der HERR: Mein Volk zog einst hinab nach Ägypten, dass es dort ein Fremdling wäre; auch Assur hat ihm ohne Grund Gewalt angetan. 5 Aber nun, was habe ich hier zu schaffen?, spricht der HERR. Mein Volk ist umsonst weggeführt; seine Tyrannen prahlen, spricht der HERR, und mein Name wird immer den ganzen Tag gelästert.

             Es ist ein Stichwort-Anschluss – über das Wort umsonst. Israel hat unter den Weltmächten zu leiden. Ob früher unter Ägypten oder später unter Assur. Und auch jetzt unter Babylon. Immer ist es fremd unter diesen Herren. Und immer ihnen preisgegeben.  Und mit seinem Volk, so verstehe ich, ist Gott in die Fremde geraten. Und fragt deshalb: Aber nun, was habe ich hier zu schaffen? Hier, an diesen Ort, in die Knechtschaft gehören weder Israel noch sein Gott. Denn hier wird sein Name, der doch für Erbarmen und Freiheit steht, für Fülle und Leben, jeden Tag mit Füßen getreten. Durch die, die sein Volk klein machen, erniedrigen, die sich prahlend darüber erheben.

             Man wird wohl so verstehen müssen: Wer Israel angreift und erniedrigt, greift Gott selbst an. So „identifiziert“ sich Gott mit seinem Volk. Der spätere Prophet bringt es als Spruch Gottes auf den Punkt. „So spricht der HERR Zebaoth, der mich gesandt hat, über die Völker, die euch beraubt haben: Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an.“(Sacharja 2,12)

Die gleiche Denkweise findet sich gleich mehrfach im Neuen Testament, im Mund Jesu: „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25, 40)  – „Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat.“(Lukas 10,16)

  6 Darum soll an jenem Tag mein Volk meinen Namen erkennen, dass ich es bin, der da spricht: Hier bin ich!

             Das ist die Antwort auf die Prahlereien, auf die Erniedrigungen. Es kommt ein Tag, an dem Gott Schluss macht mit den Prahlern. An dem er ihnen ihre Macht nimmt. An dem er das Geschick seines Volkes wendet. An dem sichtbar wird: Gott ist nicht in den Himmel geflüchtet. Er ist da. Und er handelt – für sein Volk. So, dass sein Name erkannt wird. So dass alle  es sehen: Gott ist groß. Gott ist die Zuflucht seines Volkes. Gott steht für sie ein.

Vor allem aber wird sein Volk es sehen, das jetzt in der Gefangenschaft immer noch so hin und her gerissen ist, zwischen Glauben und Skepsis, zwischen Vertrauen und Zweifel, zwischen Resignation und Hoffnung. „An der Befreiung aus Babylon soll Israel erkennen, dass Jahwe es ist, der hier – zur Ehre seines Namens – am Werk ist.“ (C. Westermann, aaO.   S. 201)

 Zum Weiterdenken

     Es ist die immer neu wiederholte Botschaft des Jesaja: Die entscheidende Wende in der Wirklichkeit ist eine Wende in Gott. Dass er sich zuwendet, dass er sich erbarmt. Dass er einen neuen Anfang setzt – das alles hängt ausschließlich an ihm. Die einzige Voraussetzung für die Gnade und das Erbarmen, für die Gerechtigkeit Gottes ist, dass er dies will.

 

Frei. Mein Gott. Du willst uns frei. Du hast keinen Gefallen daran, dass wir gebunden sind, uns selbst oft genug binden, unsere Freiheit nicht ergreifen, die Du uns längst bereitet hast

Du rufst uns zum Aufbrechen aus den Festlegungen, aus den Regelwerken, die schützen und lähmen, die stützen und doch auch einschränken. Du willst, dass wir im Vertrauen auf Dich, auf Deine Zusagen den Weg in die Zukunft wagen, auch wenn es ein Verlassen der festen und sicheren Gewohnheiten verlangt.

Gib Du den Mut zu neuem Aufbrechen. In Deine Zukunft. Amen