Vom Zweitwohnsitz Christi

Matthäus 25, 31 – 46

Keine einleitenden Worte, die sagen: ein Gleichnis. Wir lesen die „letzte ausführliche Unterweisung Jesu an seinen Jünger.“(U. Luz,  aaO.  S. 517) Und, soweit ich das sehen kann, die ausführlichste Schilderung dessen, was wir „Weltgericht“ nennen.

31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.

             Das Kommen des Menschensohnes wird anders sein als das Auftreten Jesu jetzt. Jetzt ist er einer wie wir, verwechselbar, ohne alle äußere Macht. Und die Selbstbezeichnung Menschensohn könnte fast einfach „ich“ bedeuten. Dann aber wird er kommen in Herrlichkeit und alle Engel mit ihm. Es ist die Majestät, die dem allmächtigen Gott eignet.

Er kommt – zum Gericht. Zum Gericht, das nicht irgendwo in einem Winkel stattfindet. Alle Völker werden vor ihm, vor dem Thron der Herrlichkeit versammelt. πντα τ θνη meint die ganze Völkerwelt, nicht nur die Christen, auch nicht nur die Heiden. Wirklich alle. Die gleiche Wendung wird am Ende des Evangeliums gebraucht werden: „Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker.“(28,19) Auch dort wieder πντα τ θνη. Darum schließe ich aus, dass nur die Heiden gemeint sein könnten, auch nicht nur die Christen. Es geht wirklich um alle.

Der richtende Menschensohn scheidet, unterscheidet, trennt. Sortiert nach links und rechts. Wie ein Hirte. Das gilt auch: die Schafe und Böcke wissen nicht, wie ihnen geschieht. Das ist zugleich der einzige Satz im ganzen Text, der ein Gleichnis andeutet.

Man tut gut daran, eine inhaltliche Bedeutung, warum die Schafe rechts, die Böcklein oder Zicklein aber links zu stehen kommen, nicht zu überspannen. Es könnte auch genau anders herum sein. Es geht nicht um das Geschlecht der Tiere, auch nicht um ihre Farbe – Schafe weiß, Böcke schwarz, auch nicht um ihre Nützlichkeit, Schafe geben Milch, Böcke nicht. Die Verteilung nach links und rechts, nach Schafen und Böcken, ist schlicht der Erzählung geschuldet.

 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten:

             Es folgt eine Anrede an die zu seiner Rechten, auf der guten Seite, die aber hier eben nicht mehr Schafe genannt werden. Es sind Menschen, um die es geht. Das Wort hat der König. Es ist in der Urchristenheit sehr selten, dass Jesus so bezeichnet wird, erst recht selten als eine Selbstbezeichnung. Gewohnt ist man, auch im Judentum, dass Gott als König beschrieben wird – die Psalmen wimmeln geradezu von dieser Anrede. Ich lese: Der Menschensohn ist der König Gottes.

 Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!

             Ein Segenswort ist der Auftakt der Worte, die folgen. Die zur Rechten des Königs sind die Gesegneten des Vaters. Gesegnet sind sie in dem, was sie empfangen, ererben. Sie empfangen das Reich. Das ist von allem Anfang an das Ziel der Welt: βασιλεα. Am Anfang seines Predigens hat Jesus gesagt: „Das Reich der Himmel ist nahe herbei gekommen.“(4,17) Jetzt, am Ende des Weges sagt er: Ihr Gesegneten empfangt das Reich. Die Geschichte erfüllt sich. „Das Ziel, das Gott für die Menschen vorhat, stand für ihn schon von Anfang an fest.“(W. Klaiber, aaO.  S. 206) Nicht aber, wer daran Anteil haben wird.    

 35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.

             Denn – γρ. Es wirkt wie eine Begründung. Fast so, als sei das Segenswort an die Gesegneten durch ihr Tun veranlasst. Es sind Werke der Barmherzigkeit, die aufgezählt werden. „Liebeswerke“(E. Schweizer, aaO.  S. 312) Wir heute würden vielleicht sagen: Humanitäre Akte. Die Gesegneten haben sich durch die Not bewegen lassen, die sie gesehen und wahrgenommen haben. Sie sind darin wie der „Vater im Himmel, der sich erbarmt über Gute und Böse“(5,43-48), der sich von der Not bewegen lässt zu einem Handeln, das die Not wendet. Gleich, bei wem.

Auffallend und für den Fortgang wichtig: Der König sagt: Ich bin, der diese Nöte erlebt hat – Hunger, Durst, der fremd unter euch ist und nackt und gefangen. Ich bin der Adressat eurer Wohltaten. Es wird also nicht einfach eine Liste von Liebeswerke angeboten, sondern der König sagt: Ich bin der Empfänger eurer Liebe.

37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

             Die Worte des Königs lösen Staunen aus und Fragen: Wann soll das gewesen sein? Wann und wo sollen wir das getan haben? Wann haben wir dich gesehen? So in Not. Sie wissen nichts von ihrem Guten. Sie haben einfach nur gelebt.

 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Es ist die jetzt erfolgte Antwort des Königs, auf die die Erzählung hinaus läuft. Feierlich eingeleitet durch μν λγω μν. Amen. Wahrlich. Alle Wohltaten an wem auch immer, sind Wohltaten an Christus. An wem auch immer –  einem von diesen meinen geringsten Brüdern. Lange ist das ausgelegt worden auf die Armen, auf die Geringen in der Gemeinde hin, zu Beginn vermutlich vorrangig auf die Missionare der ersten Zeit, die ja ohne Absicherung unterwegs waren: „Ihr sollt weder Gold noch Silber noch Kupfer in euren Gürteln haben, auch keine Reisetasche, auch nicht zwei Hemden, keine Schuhe, auch keinen Stecken.“(10, 9 – 10) Sie waren ja wirklich auf Unterstützung angewiesen.

Es mag sein, dass die ersten Leser des Evangeliums so gehört haben. Wir dagegen hören anders – und werden darin doch auch dem Text gerecht: „Es sind schlicht Menschen in Not, von denen hier gesprochen wird.“(W. Klaiber, aaO.  S. 207) Mit ihnen identifiziert sich Christus, in ihnen sieht er sich geliebt von denen, die sie speisen, kleiden, besuchen, aus dem Wasser ziehen.

41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht.

             Es folgt eine Kehrtwendung. Der König dreht sich um, nicht ab von den Gesegneten. Aber hin zu den anderen zur Linken. Und schickt sie weg. Warum? Wegen unterlassener Hilfeleistung: Wegen eines Lebens, in dem für das Erbarmen über die Not anderer kein Raum war. Sie haben sich die Not des Königs nichts zu Herzen genommen.

 44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient?

             Diesmal kein Staunen, sondern eher Entsetzen. Weil sie sich keiner Schuld bewusst sind. Wo ist er ihnen denn begegnet als ein Notleidender, der Herr, als ein Hungriger, als Durstiger, als Fremder, nackt oder krank oder im Gefängnis? Der unausgesprochen Satz heißt doch: wenn wir dich so gesehen hätten – wir hätten dir bestimmt geholfen.

 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.

             Wieder die Antwort, die diesem ganzen Geschehen das Gepräge gibt: In den Geringsten stand ich vor euch. In denen, die ihr übersehen habt, habt ihr mich übersehen. Was ihr den Armen, den Kranken, den Durstigen, den Gefangenen schuldig geblieben seid – seid ihr mir schuldig geblieben. Unterlassene Hilfeleistung – das ist der Vorwurf.

„Wer in Gott eintauchen will, wird neben den Armen auftauchen müssen.“(P. Zulehner) Es geht um mehr als um ein Rufen zu diakonischem Handeln. Es geht um mehr als „nur“ darum, die Nöte der Welt auf die Tagesordnung der Christen zu setzen. Es geht auch um einen Weg zu Gotteserfahrungen. Um eine geistliche Wegweisung.

Diese Szene des Weltgerichts zeigt uns den „Zweitwohnsitz“ Christi in der Welt. Sein erster ist die Gemeinde: „Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (18,20) Aber es gibt eben auch überraschende Gottes-Begegnung und -Erfahrung dort, wo einer sich vom Elend und der Not zum Handeln führen lässt, manchmal gegen alle Vernunft zum Helfen verführen lässt. So wie aktuell so viele in ihrer Hilfe für Asylsuchende. Wie die Männer und Frauen von der Sea Watch und anderen Rettungsschiffen im Mittelmeer. Wer Christus sucht, der wird sich in den Nöten der Welt auf die Suche machen müssen. Auch dort will er sich finden lassen.

 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

            Ausgesprochen knapp ausgefallen ist das Schlusswort. Ohne die geringste Andeutung einer Ausschmückung. Weder die ewige Strafe noch das ewige Leben werden entfaltet. Das ist gut so, wehrt es doch jeder so leicht übergriffigen und vorwitzigen Phantasie. „Ewiges Leben und ewige Strafe sind die Folge des Spruchs des Weltenrichters.“(U. Luz, aaO.  S. 541)

Zum Weiterdenken

Ich ziehe  eine Art Schluss-Folgerung, die mir sehr wichtig ist. Nichts ist gleichgültig. Es kommt alles noch einmal vor. Wir alle werden noch einmal mit den Taten unseres Lebens konfrontiert werden. Wir alle werden es noch einmal sehen: das habe ich getan – und wohl schlimmer noch: das habe ich unterlassen. Wer das Gute weiß, das zu tun ist und es nicht tut, der ist nicht einfach nur faul – der wird schuldig an der Liebe.

Wir werden sehen, was wir alles versäumt und unterlassen haben, wo wir Hilfe, gute Worte, Besuche schuldig geblieben sind. Ich kann es mir nicht anders denken, als dass uns das mit tiefer Scham erfüllen wird, mit großem Schmerz.

Umgekehrt aber gilt auch: Nichts, was wir hier an Liebe und aus Liebe getan haben, ist vergeblich. Nichts, was wir an Freundlichkeit einem Menschen zugewendet haben, ist vergessen. Es ist wahr: Man macht keine Schlagzeilen, wenn man einen alten Menschen besucht, wenn man einem Kind die Tränen trocknet. Man macht keine Schlagzeilen und bekommt kein Bundesverdienstkreuz, wenn man sich um einen kranken Nachbarn kümmert, wenn man einer allein erziehenden Mutter seine Dienste als Babysitter anbietet, wenn man bei einem Pflegefall einmal einspringt, damit der oder die Pflegende einmal wenigstens einen Nachmittag „frei“ hat. Auch nicht, wenn man Asylsuchende aufnimmt und für sie sorgt.

Jesus aber sagt: Nichts von alledem wird in Vergessenheit geraten. Nichts von den Taten deiner Liebe geht unter. Nichts von dem, was Du einem anderen Gutes getan hast, geht verloren. Jesus misst die Taten unserer Liebe nicht mit den Effizienzmaßstäben der modernen Leistungsgesellschaft – er misst sie nach der Liebe. Er sieht auf das Herz, das sich einem anderen geschenkt hat – Zeit zum Gespräch, eine helfende Hand, ein ermutigendes Wort, einen Trost. Was wir hier an Liebe leben – das ist das Baumaterial der neuen Schöpfung Gottes. Das höre ich in den Worten Jesu: Dein Gutes geht nicht verloren, darum darfst und sollst Du es tun, ohne nach dem Erfolg in der Zeit zu fragen.

Es gibt von Tolstoi eine erzählende Auslegung zu diesen Worten über das Weltgericht, die ich frei nacherzählend wiedergebe:

In einer russischen Stadt lebte ein frommer Schuster, der täglich in der Bibel las und viel betet. Eines Abends beim Beten hörte er eine Stimme, die Stimme Jesu: „Martin, morgen werde ich dich besuchen!“

Das rührte ihn sehr und er wollte für diesen Besuch natürlich gut vorbereitet sein. So stand er am nächsten Morgen früh auf, wärmte seine Stube, kochte Tee und ein gutes Essen. Und dann setzte er sich an seine Arbeit und hielt Ausschau nach dem kommenden Jesus. Nach einigen Stunden sah er – es war mitten im kalten Winter -, eine junge Frau, die nur dünn bekleidet war und ein wimmerndes Kind auf den Armen hat. Sie stand draußen und Martin sah ihr an, dass sie mit ihren Kräften am Ende war. So holte er sie in seine Stube, ließ sie sich aufwärmen, gab ihr für ihr Kind Milch und ihr selbst von dem Tee und dem Essen, das er Jesus zugedacht hatte. Schließlich schenkte er ihr auch noch einen alten Mantel, als sie wieder ging.

Der Tag ging weiter und Martin wartete weiter auf den hohen Gast. Da sah er, wie ein Junge einer Marktfrau Äpfel aus dem Korb stahl. Als die Alte das merkte, drehte sie sich um und schrie hinter dem Jungen her. Der rannte davon, aber geradewegs einem Schutzmann in die Arme. Da ging Martin hinaus und bat sie alle in sein Zimmer: „Ich will dir den schaden ersetzen“ – sagte er zu der Alten und gab ihr Geld. „Du wirst der Frau ihren Korb nach Hause tragen“ sagte er zu dem Jungen – so kannst du deinen Diebstahl reparieren“ und dem Schutzmann gab er einen großen Wodka.

Dann wartete er wieder. Aber nichts mehr geschah. Am Abend, als er wieder in der Bibel las und betete, war er ein wenig traurig. „Herr“, sagte er, „ich habe den ganzen Tag auf dich gewartet – aber du bist nicht gekommen.“ – Da hörte er die Stimme Jesu: „Martin, ich war doch bei dir! Hast du mich nicht erkannt?“ und dann sah Martin die junge Frau mit ihrem Kind und die Alte mit ihrem Korb und den Jungen mit dem Apfel.

Und wie zufällig fiel sein Blick in der Bibel auf diesen Satz: Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“(nach L. Tolstoi, Wo die Liebe ist, in: Sämtliche Erzählungen Bd 2, Frankfurt 1961, S. 432 -446)    

 Eine andere Langzeitwirkung finde ich in einem Lied. Reinhard Mey erzählt im Lied „Der Bruder“ von einer Fahrt durch den heißen Süden der USA. Von einem Farbigen, der neben seinem Auto auftaucht und als Anhalter mitgenommen werden will. Er lässt ihn stehen, aber er wird ihn und die Gedanken an ihn nicht los.

„Hast ihm das Fenster nicht mal einen Spalt weit aufgemacht                                       Du hast nur weggesehen, nur weggesehen!“ grummelt der V8                               Und die Air Condition zischelt: „Ein schöner Menschenfreund bist du!“                     Und die Reifen summen: „Hat man so was schon gesehn,                                        Lässt den Bruder auf dem sonnenglüh´nden Parkplatz stehn!“                                     Und die Fugen in der Fahrbahn rumpeln: „So kommst du nicht zur Ruh!“

 Vielleicht war es der Messias, der nach zweitausend Jahr´n                                       noch mal gekommen ist, und du, du hast ihn nicht gefahr´n,                                     mit deinem chromblitzenden, air-condition-daunenweichen Thron.                      Oh, das kriegst du nicht so einfach wieder gut gemacht,                                              du hast den Bruder nicht nach Haus gebracht!                                                                 Und einem Vater nicht seiinen verlorerenen Sohn.                                                                              R. Mey, Der Bruder, auf: CD Flaschenpost, 1998

 Ganz zu schweigen davon, dass der Fraktionsführer der Partei „Die Linke“, Dietmar Bartsch, just diesen Text aus Matthäus 25 am Mittwoch, 25 November 2015 in der General-Debatte des Bundestages um den Umgang mit dem großen Strom der Flüchtlinge in die Bundesrepublik einfach nur vorgelesen hat. Diese Worte sprechen für sich selbst.

 

Herr Jesus. Öffne mir die Augen für Menschen, die mir begegnen, auf mich warten, auf meine Hilfe, meine Zuwendung, meine Nähe. Öffne mir die Hände, dass ich zupacke, wo ich gebraucht werde. Öffne mir die Ohren, dass ich das Rufen höre, in dem jemand sagt und mich fordert: Komm und hilf mir.

Öffne mir das Herz, dass ich mich berühren lasse von der Not, die um mich ist, der nahen Not, die die Meinen trifft und der fernen Not, die Fremde trifft.  

Lehre Du mich zu sehen und zu helfen und darin Dir nahe zu kommen. Amen