Nüchterner Realismus im Blick nach vorne

Matthäus 24, 1 – 14

1 Und Jesus ging aus dem Tempel fort und seine Jünger traten zu ihm und zeigten ihm die Gebäude des Tempels. 2 Er aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.

             Mit den Wehe-Rufen gegen die Pharisäer ist in der Öffentlichkeit alles gesagt. Es gibt jetzt keine Rede mehr an das Volk. Jesus verlässt den Tempel und nur noch seine Jünger sind bei ihm.

Wo ist die erzählte Szene zu denken? Am Hang des Ölberges, von wo aus man eine unglaubliche Sicht auf den Tempelberg hat? Sind die Jünger beeindruckt und wollen sie, dass Jesus ihr beeindruckt Sein bestätigt?

Skeptisch könnte man  sagen: Wie oft hat die Kirche auch späterer Jahre auf die Pracht der Steine gesetzt. Mit Gebäuden beeindruckt. Sich selbst und auch das Volk. Und ein wenig traurig stelle ich fest: Mancherorts sind es nur noch die Steine, die eine Geschichte des Glaubens erzählen.

Jesus aber sieht anders. Er sieht nicht nur die Steine, nicht nur das gewaltige Bauwerk des Herodianischen Tempels. Er beginnt seinen Jüngern die Augen zu öffnen. Allen Jüngerinnen und Jüngern, nicht mehr nur den vieren – Petrus und Andreas,  Jakobus und Johannes. Es sind wirklich alle, „die seine Belehrung empfangen. Das erleichtert den Leser/innen in den Gemeinden die Identifikation: Jetzt sind sie und nur sie angesprochen.“ (U. Luz, aaO.  S. 418)

Augen auf für das, was kommen wird, was geschehen wird mit Jerusalem, mit dem Tempel. Es ist die Ansage eines Unterganges, wenn auch ohne Termin-Angabe und ohne Detail-Einsichten. Eines Untergangs,  wie er sich im Jahr 70 n.Chr. auch wirklich abgespielt hat.

3 Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?

             Es wird keine Reaktion der Jünger berichtet. Weder Entsetzen noch Abwehr. Nur ihr Fragen: Wann? Und: Woran können wir erkennen, wie weit die Zeit ist, wann die Stunde schlägt? Gibt es so etwas wie Zeichen deines Kommens? τ σημεον τς σς παρουσας. Zeichen Deiner Zukunft. So würde ich lieber übersetzen.

Es ist ein wenig überraschend, dass diese Frage hier gestellt wird. Wie kommen die Jünger auf ihre Frage? Es könnte sein, es klingt in ihren Ohren noch nach: „Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“(23,39) Das ist der Gruß an den Heils-König, den Messias, der am Ende der Zeiten kommen wird. Vielleicht steckt also in ihrer Frage das andeutungsweise Ahnen: Dieser Heils-König ist unser Jesus. Gesagt aber ist es nicht.

.Trotzdem ist es ein wenig schräg und an den Worten Jesu vorbei gefragt. Denn Jesus redet ja nicht von seinem Kommen, sondern vom Untergang Jerusalems. Er redet auch nicht vom Ende der Welt, sondern wiederum nur vom Untergang Jerusalems. So liest jedenfalls die „zeitgeschichtliche Deutung“ diese Worte. Es geht darum, wann es so weit sein wird mit dem Untergang.  Angesichts der Unruhen, die über Jahrzehnte hinweg um Jerusalem im Gang sind, ist so ein Fragen nach dem bösen Ende nur zu verständlich.

Aber gleichzeitig gilt: Der Ausdruck Ende der Welt, συντελεας το αἰῶνοςkann gar nicht anders als auf das Weltende gedeutet werden; das wichtigste Ereignis am Weltende ist das Weltgericht des Menschensohns.“ (U. Luz, aaO. S. 419) Von diesem Weltgericht wird Jesus ja auch folgerichtig später ausführlich reden!

Also haben wir hier ein doppelbödiges Reden: es geht sowohl um eine Ansage dessen, was vor der Tür steht, um ein Verstehen der geschichtlichen Ereignisse, auf die die Leser/innen vielleicht sogar schon zurückblicken. Und gleichzeitig wird der Blick geweitet, über den engen Horizont der unmittelbaren Zukunft hinaus, auf ein Ende der Geschichte, wie wir sie kennen und wie wir sie schreiben.

 4 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. 5 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen.

             Jesus antwortet nicht auf die Frage nach dem Wann, auch nicht auf die Frage nach den Vorzeichen. Seine Antwort ist eine Warnung – vor Irrwegen. Und im Besonderen das macht die Warnung ernst, eindrücklich: Die Irrwege nehmen ihren Ursprung inmitten der Kirche Unter meinem Namen.

 1400 Jahre später ist das in der Brizzi-Kapelle im Dom von Orvieto ins Bild gesetzt: Da steht der Anti-Christ, der falsche Christus und beruhigt die Leute, beschwichtigt. Verharmlost. Er ähnelt dem echten Christus zum Verwechseln. Wie ein Ei dem anderen.

Wieder hilft der Exeget weiter: Es treten Menschen auf, die sich auf den Namen  Christi berufen. „Es geht also kaum um jüdische Messiasanwärter, wie sie im 1. Jh. in Palästina zahlreich waren, sondern es geht um Leute in der Gemeinde, die beanspruchten, Christus zu sein.“ (U. Luz, aaO.  S. 420) Da ist kein Unterschied mehr: Ihr Anspruch ist, dass ihre Worte Christus-Worte sind, die gleiche Autorität haben, O-Ton Christi sind.

 Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein;                                             was sie sagen, das soll gelten auf Erden.                       Psalm 73,9

Was ist das für eine Zerreiß-Probe für die Gemeinde. Wie viele treten auf mit dem Anspruch, Worte Jesu zu überliefern. Wie viele sind da, die sich auf ihn berufen. Wie viele Worte Jesu auch sind im Umlauf und wie schwer mag es sein, hier zu unterscheiden. Der ganze mühsame Prozess der Kanon-Bildung der vielen „Evangelien“ – es gibt ja weit mehr als die vier, die es in das NT „geschafft“ haben – wird hier gespiegelt. Nicht als Prozess, wohl aber in der Grund-Auseinandersetzung.

Nicht zuletzt: Matthäus selbst beansprucht doch auch, Worte Christi weiter zu geben! Was ist das Kriterium, das unterscheiden hilft? Ein wenig hilflos und zugleich doch ganz nahe bei der Sache hat Luther gemeint: Was Christum treibet! Was seinen Geist atmet, den Geist des Erbarmens, der Vergebens, des Aufrichtens, den Geist auch der Freiheit, die sich dem Vater im Himmel vertraut und anvertraut. Mehr an Kriterien bekommen wir nicht – und bleiben ein Leben lang angewiesen darauf, dass der Geist uns lehrt, unterscheiden lehrt. Christi Geist.

6 Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. 7 Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. 8 Das alles aber ist der Anfang der Wehen.

Sätze, die wie im Zeitraffer den Gang der Geschichte zusammenfassen. Nicht als Chronologie des Ablaufes, sondern als Beschreibung des Wesens. So geht es in der Geschichte zu – jetzt und bis ans Ende der Zeiten. Kriege, Aufstände, Hungersnöte, Erdbeben. Soziale Katastrophen und Naturkatastrophen. Die Geschichte ist die Geschichte eines großen Scheiterns: Das weltweite Friedensreich aufzurichten gelingt nicht. Selten genug einmal für kurze Zeit ein regionales Friedensreich. Auch die Pax Romana ist, genau betrachtet, eine große Propaganda-Lüge. Die Rede von der Völkergemeinschaft erscheint günstigstenfalls wie eine schöne Utopie, schlimmstenfalls aber wie eine zynische Lüge. Je nach Stimmung und Weltlage mag man zur einen oder zur anderen Sehweise neigen.

So liegt die Welt immerzu in nicht enden wollenden Wehen. δς ist der „Geburtsschmerz, im Plural die Wehen. (Gemoll, aaO. S. 816)  Es ist ein überraschendes Bild, das der Katastrophenangst wehren kann. Denn die Wehen stehen ja vor einer neuen Geburt, vor neuem Leben. Hier ist keine Totgeburt im Blick, sondern neuer Anfang durch  tiefste Krisen hindurch.

9 Dann werden sie euch der Bedrängnis preisgeben und euch töten. Und ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern. 10 Dann werden viele abfallen und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen. 11 Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. 12 Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.

Manchmal ist die Ursprache des Textes angefüllt mit Hinweisen auf den tieferen Sinn von Worten. Sie werden euch der Bedrängnis überantworten heißt auf Griechisch: παραδσουσιν μς ες θλψιν. Die Jünger werden – sagt Jesus  die gleiche Auslieferung, Überlieferung erfahren, die ihm bevorsteht, wenn er in die Hände der Heiden überliefert wird und in die Bedrängnis von Verhör, Folter und Kreuzigung gerät. Im anderen Evangelium klingt das so: „Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. 21 Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen.“(Johannes 15,20) Schicksalsgemeinschaft.

Es kann kein Zweifel sein: Diese Worte sind nicht Prophetie ins Blaue hinein. Sie spiegeln wider, was die Gemeinden, für die Matthäus sein Evangelium schreibt, aus eigener Anschauung kennen. In Verfolgungen durch den römischen Staat, auch in Auseinandersetzungen mit jüdischen Gruppen, ist mancher auf Abstand gegangen. Akten aus den Prozessen gegen Christen liefern Illustrationen, Material zu dem, was Matthäus schreibt. Was Jesus ansagt.

Auch das gehört zum Bild: die Auseinandersetzung mit den falschen Propheten, mit  Irrlehrern und Verführern durchzieht die Schriften des Neuen Testamentes – nicht als der rote Faden, aber doch als eine Konstante. Die erste Christenheit bietet das Bild einer heftigen, schmerzhaften Auseinandersetzung um den richtigen Weg. Es hat Gemeinden wohl regelrecht zerrissen, weil jeder nur seine Wahrheit als die eine Wahrheit sehen konnte.

In so einer Welt geht auch die Christenheit keinen unbedrängten Weg. Sie leben nicht auf einer Insel der Seligen, sicher im wütenden Meer ringsum. Sie  bekommt die Weltläufe zu spüren. Als Hass. Als Verfolgung. Das christliche Abendland, das manche retten wollen, ist Geschichte. Vorbei. Allzu christlich war es ohnehin nicht, wenn man genauer hinschaut.

Es fällt ja auf: was der Inhalt der Irrlehren ist, wodurch sie verführen – das wird nicht gesagt. Es werden keine Glaubenssätze genannt, die als falsch beurteilt werden. Darin tut sich der 1. Johannesbrief leichter: „Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.“(1. Johannes 2, 22-23)Solche Sätze fallen hier nicht.

             Nur ein Kennzeichen wird genannt: die Liebe wird in vielen erkalten. Das ist die Wirkung der falschen Lehren. Keine Nebensache für ein Evangelium, dass das Erbarmen, die Liebe als das Kennzeichen Christi bezeugt. Wo aber die Liebe erkaltet, da ist die Gemeinde in ihrem Zentrum zerstört. Es sind nicht die Lehrsätze, sondern die gelebte Liebe, die die Gemeinde als Gemeinde Jesu Christi sichtbar macht.

Gleich viermal: viele. πολλο. Was Jesus hier beschreibt, ist kein Randproblem. Keine Bagatelle für die Gemeinde. Wo viele gehen, viele sich abwenden, da ist die Gemeinde als Ganze bedroht. So dramatisch sieht Matthäus das, so dramatisch zeichnen die Worte Jesu die Situation.

Wie scharf unterscheidet sich diese Sicht von der Stumpfheit und Gleichgültigkeit, in der heutzutage die massenhafte Abwanderung vieler aus den Volkskirchen bei uns in Deutschland hingenommen wird. Die Abwendung der übergroßen Mehrheit vom Gottesdienst in ihren Orten, ob Dörfern oder Städten. Ich höre nichts davon, dass das ein Zeichen des Endes sein könnte, des Endes einer Kirchlichkeit, wie sie über Jahrhunderte hin sichtbar und auch tragfähig, belastbar war. Damit auch das Ende der Volkskirche. Eine Ära geht zu Ende und keiner merkt es. Keiner schreit auf. Sondern es wird verharmlost: Nur ein Schrumpfungsvorgang, den die Kirche mit anderen Institutionen teilt. Kirchenleitungen machen business as usual. Kein Grund zur Beunruhigung.

 13 Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden. 14 Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Ein „Überwinder-Spruch“, gleichzeitig eine Seligpreisung, eine Rettungszusage. Zuspruch, um zum Durchhalten, zum Dranbleiben zu motivieren. Es braucht in diesen Zeiten langen Atem. πομείνας Geduld bewahren. Eine Geduld, die sich an der Geduld Gottes nährt. Die Sendschreiben der Offenbarung enden jeweils mit solch einem Überwinder-Spruch.

Neben diese eher persönliche Zusage tritt das andere: die Sicht auf das Evangelium. Mag sein, Christen sind bedrängt. Mag sein, manche fallen ab. Mag sein, manche werden zu Opfern von Feindseligkeiten. Das alles aber kann den Weg des Evangeliums zu den Völkern nicht hindern. Es ist „die Perspektive einer universalen Mission der Jüngerinnen und Jünger Jesu“. (W. Klaiber, aaO.  S. 169) So wie sie ja dann wieder ganz am Ende des Evangeliums stehen wird, als Auftrag des auferstandenen Jesus an seine Jünger.

Zum Weiterdenken

Vom Ende der Welt spricht Jesus und wir hören nichts von einer Reaktion der Jünger. Kein Erstaunen, kein Erschrecken, kein Entsetzen. Kann es sein, dass es eine Zeit gab, die nicht daran glaubte, dass die Welt immer sein wird, ewig? Die nicht mit dem physikalischen Satz von der Erhaltung der Energie die Erwartung verbunden hat: Für immer ist Leben in der Welt. Menschliche Existenz.

Wir heute leben in einer Zeit, in der die Angst vor dem Weltuntergang allerorten zu spüren ist – die Klippen von England brechen ab, Nordseeinseln drohen überspült zu werden,Venedig versinkt im aqua alta. Die Meere werden vermüllt. Man kann Wahlen gewinnen mit dem Slogan: „Erst retten wir den Kontinent, dann die Welt.“ Dabei geht es in Wahrheit doch nicht um die Rettung der Welt – der Planet Erde wird so rasch nicht verschwinden -, sondern nur um eine Zukunft, die nicht schlechter sein soll als die Gegenwart.

Die Sätze über das Ende, das erst kommt, wenn das Evangelium bis an die Enden der Welt gelangt ist, sind frömmigkeits-geschichtlich wichtig geworden. Unter anderem für die Wycliff-Arbeit, die Bibelübersetzungen auch noch für die kleinste Sprachnische vorbereitet und durchführt. Da wird der Satz so gelesen: erst wenn alle Völker erreicht sind mit dem Evangelium, alle Sprachen, auch kleinste Stämme mit eigener Sprache, erst dann wird das Ende kommen. Die Übersetzungsarbeit der Wycliff-Leute ist – so war es zum mindestens früher einmal – der Versuch, den Weg für das Kommen des Endes, besser: der Vollendung – weil das griechische  τλος eben nicht nur Ende, sondern auch Ziel, Vollendung bedeuten kann – frei zu machen.

Aber natürlich kann man den Satz auch anders lesen: „Kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.“(Epheser 5,16)  Solange das Ende noch nicht da ist, ist noch Zeit zur Verkündigung des Evangeliums. „Es wird keine Zeit vor Jesu Kommen geben, in der die Aufgabe der Verkündigung nicht mehr nötig oder möglich sein wird.“(W. Klaiber, ebda,) Was für ein Hoffnungssignal für müde und verunsicherte Kirchen. Ihr werdet, so wie ihr seid, immer noch gebraucht.

 

Mein Jesus, ganz der Gegenwart zugewandt fehlt der Weitblick. Befangen von dem, was vor Augen ist, sehe ich nicht, was sein wird. Du öffnest den Jüngern die Augen, ohne Furcht, dass sie weglaufen könnten, weil Du keine strahlende Zukunft zeigst. Du bereitest vor auf Schmerz, auf Widerstand und Widerspruch, auf Feindseligkeiten, auf einen Weg, der steinig wird und schwer.

Ich danke Dir, dass Du uns lehren willst, nüchtern nach vorne zu sehen, die Zukunft nicht schönzufärben, aber auch nicht schwarz zu malen. Und vor allem, uns an Dich zu halten, weil es ja Deine Zukunft ist, der wir entgegengehen. Amen