Unser Gottkennen – nur Hörensagen?

Hiob 40, 6 – 41,3 .   42, 1 – 6

6 Und der HERR antwortete Hiob aus dem Wettersturm und sprach:

             Ein drittes Mal: der HERR antwortete – diesmal wieder aus dem Wettersturm. Also immer noch – oder wieder? – eine Gottes-Begegnung, Gotteserfahrung, Gotteserscheinung.

 7 Gürte wie ein Mann deine Lenden! Ich will dich fragen; lehre mich! 8 Willst du mein Urteil zunichte machen und mich schuldig sprechen, dass du Recht behältst?

Wieder beginnt die Gottesrede damit, dass Hiob nicht nur zur Rede gestellt wird. Er wird herausgefordert. Gott zu belehren. Gott lässt sich darauf ein, dass Hiob ihn fragen will und kehrt die Situation um: Gott „gibt Hiob Antwort, jedoch wieder auf eine Weise, die Hiob nicht erwartet hat: Der Frager wird zum Gefragten.“ ( Hj. Bräumer, aaO. S. 234)

Mehr noch: Gott stellt sich dem Rechtsanspruch Hiobs – mit dem Risiko, dass sein Urteil zunichtewird, dass Hiob Recht behält. Es wäre zu wenig, wenn das nur Ironie wäre. Es ist die große Herausforderung an Hiob. Mišpat, Recht schaffen ist nie nur ein Urteilsspruch. Sondern dieses Rechtschaffen ist immer zugleich auch zu Recht bringen, in Ordnung bringen. Hiob – daran erinnert die Frage Gottes – erhebt in seinem Fragen den Anspruch, dass er die Welt zu Recht bringen könnte. In Ordnung bringen. Dabei wird er nun behaftet.

  9 Hast du einen Arm wie Gott, und kannst du mit gleicher Stimme donnern wie er? 10 Schmücke dich mit Pracht und Hoheit; zieh Majestät und Herrlichkeit an! 11 Streu aus den Zorn deines Grimmes; schau an alle Hochmütigen und demütige sie! 12 Ja, schau alle Hochmütigen an und beuge sie und zertritt die Gottlosen in Grund und Boden! 13 Verscharre sie miteinander in der Erde, und versenke sie ins Verborgene, 14 so will auch ich dich preisen, dass dir deine rechte Hand helfen kann.

             Das also steckt hinter den Fragen, mit denen Hiob jetzt konfrontiert wird: Hast du die Macht, die Welt zu ordnen, so wie Gott sie ordnet? Traust du dir das zu, die Hochmütigen zu demütigen. Traust du dir das zu, den Starken die Stirn zu bieten, die Mächtigen zu begrenzen. Und eben nicht nur: Traust du dir das zu? Kannst du das?

Wenn Hiob Ja sagt auf diese Fragen, dann gilt: Mach es. Tue es. Jetzt. Die Aufforderung Schmücke dich mit Pracht und Hoheit; zieh Majestät und Herrlichkeit an! Zielt ja nicht auf eine Kleiderfrage. Sondern es ist die Aufforderung, zu tun, was der Macht entspricht. Das Recht in Kraft zu setzen. Die Ordnung der Welt herzustellen. So dass sie gut ist. Dass sie Frieden widerspiegelt. Schalom.

15 Siehe da den Behemot, den ich geschaffen habe wie auch dich! Er frisst Gras wie ein Rind. 16 Siehe, welch eine Kraft ist in seinen Lenden und welch eine Stärke in den Muskeln seines Bauchs! 17 Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder; die Sehnen seiner Schenkel sind dicht geflochten. 18 Seine Knochen sind wie eherne Röhren, seine Gebeine wie eiserne Stäbe. 19 Er ist das erste der Werke Gottes; der ihn gemacht hat, gab ihm sein Schwert. 20 Die Berge tragen Futter für ihn, und alle wilden Tiere spielen dort. 21 Er liegt unter Lotosbüschen, im Rohr und im Schlamm verborgen. 22 Lotosbüsche bedecken ihn mit Schatten, und die Bachweiden umgeben ihn. 23 Siehe, der Strom schwillt gewaltig an: er dünkt sich sicher, auch wenn ihm der Jordan ins Maul dringt. 24 Kann man ihn fangen Auge in Auge und ihm einen Strick durch seine Nase ziehen? 25 Kannst du den Leviatan fangen mit der Angel und seine Zunge mit einer Fangschnur fassen? 26 Kannst du ihm ein Binsenseil an die Nase legen und mit einem Haken ihm die Backen durchbohren? 27 Meinst du, er wird dich lang um Gnade bitten oder dir süße Worte geben? 28 Meinst du, er wird einen Bund mit dir schließen, dass du ihn für immer zum Knecht bekommst? 29 Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel oder ihn für deine Mädchen anbinden? 30 Meinst du, die Zunftgenossen werden um ihn feilschen und die Händler ihn verteilen? 31 Kannst du mit Spießen spicken seine Haut und mit Fischerhaken seinen Kopf? 32 Lege deine Hand an ihn! An „den“ Kampf wirst du denken und es nicht wieder tun!

             Zwei Ur-Tiere nennt die Gottesrede, an denen Hiob seine Macht erweisen soll. Den Behemot und den Leviatan. Es mag sein, dass mit den beiden Namen Nilpferd und Krokodil angedeutet sind. Sicher ist das allerdings nicht. Sie sind Chaos-Ungeheuer, die in den beiden Groß-Tieren Nilpferd und Krokodil nur ein ungefähres Abbild haben. „Um sie schweben so viel Kampf, Gefahr und Bedrohung, dass sie geradezu zum Bild des Ungeheuren und Monströsen werden…Sie knüpfen an uralte Bilder an, mit denen sie sich die Menschen die Ängste vor einer bedrohten und bedrohlichen Welt von der Seele malten.“ (W. Reiser aaO.; S. 190)Und doch: Beides nur Geschöpfe Gottes, genau wie Hiob. Beide begrenzt durch die Macht Gottes. Riesentiere, die an Gott ihre Grenze haben

Die Herausforderung an Hiob heißt: Wenn Hiob sich mit Gott im Rechtsstreit messen will, dann muss er doch erst einmal diesen Ur-Tieren gewachsen sein. Wenn er sich mit dem Schöpfer „anlegen will“, dann soll er seine Kräfte doch erst einmal an diesen Riesengeschöpfen erproben. An dem Monströsen in der Welt. An dem Unheimlichen. Ahnt Gott: diesen Kampf wird Hiob nicht auf sich nehmen können? Weil er schon beim Anblick der Ungeheuer sieht: Zu groß.

Mich beschäftigt noch ein anderer Gedanke, der so nicht im Text steht. Sind  Behemot und den Leviatan womöglich auch Bilder für unheimliche Möglichkeiten, die im Menschen selbst schlummern? Für die Ungeheuer, zu denen Menschen für andere Menschen werden können? Es ist ja doch erschreckend, zu welchen Monströsitäten Menschen fähig sind. Erst recht, wenn sie sich nicht nur stark fühlen, sondern auch sich im Recht wähnen. Und dazu die Möglichkeiten haben, ihr Recht als Macht zu behaupten und durchzusetzen.

Die Blutspur der Rechthaber zieht sich tief durch die Geschichte der Menschheit. Unter stetig wechselnden Vor-Zeichen: Dem Kreuz, dem Halbmond, der allmächtigen Wahrheit des Kommunismus,  auch der Flagge der Freiheit und jüngst der Fahne des IS. Ja, auch im Namen der Freiheit sind schreckliche Dinge geschehen. Man muss nicht Linksaußen sein, um hier an Afghanistan, den Irakkrieg und andere „Interventionen“ zu denken. Mich packt manchmal die Angst, dass auch das Reden von der Völkergemeinschaft oder gar Weltgemeinschaft nichts anderes ist als ein Rechtfertigungsversuch für das eigene Machtspiel.

Immer braucht es ein eigenes, hehres Bild, eine große Vision – und andere zahlen den hohen Preis und Blutzoll, wenn zu dieser Vision nicht die ganz grundsätzliche Absage an die Gewalt, die Weltherrschaft, den neuen Menschen oder ähnliches gehört. Hat Hiob – damals – die Kraft, sich dem zu stellen?  Haben wir heute den Mut, diesen Kampf anzufangen?

41,1 Siehe, jede Hoffnung wird an ihm zuschanden; schon wenn einer ihn sieht, stürzt er zu Boden. 2 Niemand ist so kühn, dass er ihn zu reizen wagt.

             Immer noch ist die Rede vom Leviatan. „Jede Herausforderung dieses gefährlichen Gegners wäre tollkühn und geradezu verrückt.“(P. Deselaers, aaO. s. 141)Es ist doch so: bevor man sich in einen Kampf wagt, überlegt man doch, o man überhaupt Chancen auf den Sieg hat oder o man von vornherein auf verlorenem Posten steht.

 – Wer ist denn, der vor mir bestehen könnte? 3 Wer kann mir entgegentreten und ich lasse ihn unversehrt? Alles unter dem Himmel ist mein!

             Es ist ein merkwürdiger, irritierender Vergleich, der hier anklingt: Gott ist doch unbesiegbar wie der Leviatan. Und sich mit Gott anlegen, ist, als würde sich einer mit diesem unüberwindlichen Ungeheuer der Urzeit anlegen. Dieses Ungeheuer ist Gottes Eigentum, so wie alles unter dem Himmel.

42, 1 Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: 2 Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.

             Immerhin: Hiob antwortet: Es ist ein Schritt weiter. Er hat verstanden. „Der Macht und den Möglichkeiten Gottes sind keine Schranken gesetzt.“ (A. Weiser, aaO; S. 263) Gott kann, was er will. Und, im Unterschied zu uns Menschen,  was er will, kann er auch.

Das hat Hiob „erkannt.“ Eingesehen. Aber es ist mehr als: ich habe verstanden. „Das Zeitwort erkennen (hebräisch jādaʽ) verdeutlicht, dass es um eine Erfahrung geht, die die ganze Existenz umfasst.“ (Hj. Bräumer, aaO.; S.255) Das gleiche Wort wird auch gebraucht, wenn „Adam seine Frau Eva erkennt“, wenn es zum Geschlechtsverkehr kommt. In dem Erkennen des HERRN geschieht eine Verwandlung des Hiob. Er ist nicht mehr der „alte Hiob“. Da beginnt Neuwerdung.

Was Hiob erkannt hat, ist schlicht gesprochen: Gott ist allem gewachsen. Gott hat sich mit seiner Schöpfung nicht übernommen. Es ist, als würde Hiob den Satz aus dem Schöpfungsbericht bestätigen: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“(1. Mose 1,31)

  3 »Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Worten ohne Verstand?« Darum hab ich unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. 4 »So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!«

             Hiob hat zugehört. Gleich zwei Worte, Fragen aus der Gottesrede nimmt er in seiner Antwort auf. Worte, in denen Gott ihn befragt hat. Herausgefordert hat zu Antworten. Die Antwort, die Hiob jetzt gibt: Ich habe mich übernommen. Ohne Einsicht gesprochen. Ohne den Durchblick und Überblick, der nötig gewesen wäre. In aller Kritik und aller Klage ist Hiob ein Opfer seiner engen, menschlichen Sicht geworden.

Es ist das Menschenmaß seines Sehens, das ihm zum Verhängnis wird, ihn blind sein lässt für die Wirklichkeit Gottes. Es ist der durch das Leiden getrübte Blick, der blind ist für die Größe Gottes. Ich neige allerdings immer noch dazu, sehr vorsichtig zu sein. Ich will nicht gerne so weit gehen zu sagen, dass ihm „die Hybris, Gott mit den Mitteln der Menschenweisheit begreifen zu wollen, nicht nur als Irrtum, sondern als Urschuld des Menschen bewusst wird.“ (A. Weiser, aaO.;S.264) Mir genügt es, dass Hiob versteht, dass er zu kurz gedacht hat, vielleicht auch zu klein geglaubt, dass er gefangen war in Spuren, die er gelehrt worden ist.

5 Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.

             Das ist sein Zentralsatz: Alles, was er früher über Gott gesagt hat, gedacht hat, war ein Wissen und Reden aus zweiter Hand. Der Tradition geschuldet. Der Lehre über Gott in Israel. Der Theologie. Den Worten der Väter.

Aber jetzt ist eine neue Situation:  nun hat mein Auge dich gesehen. Wenn ich den Text des Hiob-Buches ganz streng nehme – da ist nicht von eine Vision die Rede. Hiob sieht „nur“ einen Wettersturm. (38,1; 40,6) Was ihm zuteil wird, ist, dass er eine Stimme hört. Der HERR sprach. So wie es auch bei den Propheten ist – sie hören, auch wenn sie nichts sehen.

Aber dieses Hören ist Hiob ein „Sehen“. Bringt ihm Einsicht und macht ihn einsichtig. „Dass es vom Hörensagen zur eigenen Gewissheit wird, ist immer ein ganz anderer Vorgang. Das kommt über und wie eine Offenbarung, wie eine Erleuchtung, oder sie wächst geheimnisvoll verborgen in uns und ist plötzlich da.“ (W. Reiser, aaO.; S.194)

Mir fällt eine Szene aus dem Neuen Testament ein, wo es auch um diesen Wechsel geht, vom Hörensagen zum eigenen Sehen, vom Reden und Glauben aus der zweiten Hand zur eigenen Erfahrung: „Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich’s nicht glauben.“ (Johanes 20,25) Und siehe, dieser Skeptiker, Frager Thomas, ein später Bruder des Hiob in seinem Fragen, erhält, was er erbittet: „Danach spricht Jesus zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ (Johannes 20, 27-28) 

 

Darf ich, muss ich so weit gehen: Hiob steht, genau wie Thomas für alle, die nicht mit dem Glauben aufs Hörensagen hin zufrieden sein wollen, die mehr wollen, die ihren eigenen Augen und ihrer eigenen Erfahrungen trauen können wollen. An Hiob wird wahr, was er mitten in der tiefen Anfechtung gesagt hat: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Und ist meine Haut noch so zerschlagen und mein Fleisch dahingeschwunden, so werde ich doch Gott sehen.“ (19,25-26)

 Ich lese diese Worte auch als eine Bestätigung des Ringens Hiobs um eine Gottesbegegnung, eine Gotteserfahrung: Es gibt ein Recht  auf die eigene Erfahrung, das eigene Sehen – nicht als einen objektiven Rechtsanspruch, wohl aber als ein Recht, das Gott uns einräumt und schenkt und um das wir kämpfen dürfen.

6 Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.

Das so hartnäckige Warum Hiobs wird in dieser Antwort abgelöst, durch ein doppeltes Darum. Weil er so Gott erfahren hat, darum gibt Hiob auf, ohne klein beizugeben, spricht er sich schuldig. Mir gefällt die Übersetzung besser: Darum widerrufe ich und atme auf, in Staub und Asche.(Einheitsübersetzung)Es ist das Eingeständnis: Alles von Hiob Gesagte ist unangemessen gewesen. Es hat hinten und vorne der Wirklichkeit Gottes nicht entsprochen. Aber mir ist schon wichtig: Hiob, der hier das Gefälle zwischen sich und Gott anerkennt, macht sich damit nicht klein. Er macht sich vielmehr menschlich. Und darin groß. Mir ist es immer ein Zeichen von Größe, dass jemand sagen kann, sich selbst eingestehen kann: ich habe etwas falsch gesehen, zu kurz gedacht. Ich war verblendet.

             Hiob ist nicht in irgendeinem moralischen Sinn schuldig. Es geht auch nicht um die Einsicht in die sündhafte Verfassung eines jeden Menschen. Sondern es geht schlicht um die Einsicht: Meine Worte konnten nicht zutreffen. Sie mussten Gott sozusagen zwangsläufig verfehlen. Ich bin in meinem Denken und Reden über Gott und auch zu Gott immer ein Gefangener meiner eigenen Lebens-Situation.

Zu der letzten Wendung: Ich tue Buße in Staub und Asche. ein kleiner Hinweis. Zur Ordnung des Bestattungsaktes gehört der dreifach Erd-Wurf, begleitet von den Worten „Erde zur Erde, Staub zum Staub, Asche zur Asche.“ Es ist ein Anerkennen: wir sind von Erde genommen und werden wieder zur Erde, ’ādām wird zur ’ādāmah.  In diesem Bußakt findet Hiob also dazu zurück, sein Menschsein anzuerkennen, zu akzeptieren. Das ist seine Umkehr, seine Buße, seine Einsicht.

„Ist Hiob etwa umsonst gottesfürchtig?“ So hat der Satan gefragt – und Gott damit herausgefordert.  Am Ende dieser Herausforderung steht die Einsicht Hiobs, die man auch Gottesfurcht nennen kann. Die Anerkennung, dass Gott der Schöpfer ist, der ganz Andere, der sich dem eigenen, zugreifenden Denken entzieht. Am Geschick Hiobs hat sich bis hierher nichts geändert. Seine Lebens-Situation ist immer noch der Aschehaufen. Aber er hat eine neue Sicht von Gott gewonnen, tiefer, abgründiger. Zwischen Gott und Hiob steht niemand. Nichts. Auch keine Lehre mehr.  Ja, Hiob ist umsonst gottesfürchtig. Ohne Gegenleistung Gottes. Aber gerade darin ist seine Gottesfurcht nicht vergeblich.

 

Mein Gott, Ich will nicht gottgleich sein. Ich will mir nicht anmaßen, Dein Werk tun zu können. Ich eigne mich nicht dafür, die gerechte Welt herzustellen.

Mein Gott, gib mir den Mut zu tun, was meinen Möglichkeiten entspricht, mich dem Bösen zu verweigern, das in mir selbst ist, mich der Versuchung zu verweigern, die mich oft genug befällt, eine Welt nach meinen Gusto zu zimmern, mir eine Welt wenigstens zurecht zu denken, in der ich Dir auch ein Plätzchen zugestehe.

Gib Du mir die Kraft, menschlich zu leben in einer Welt, die oft so menschenfeindlich ist, schöpfungsgemäß zu leben in einer Welt, in der wir so oft vergessen, dass es Deine Schöpfung ist und nicht unser Eigentum.

Lehre mich die Demut zu erkennen, dass ich das Geschöpf bin und Du mein Schöpfer, auch der Schöpfer meiner Grenzen. Amen