Irrweg nach En-Dor

  1. Samuel 28, 3 – 25

3 Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte ihm die Totenklage gehalten und ihn begraben in seiner Stadt Rama. Und Saul hatte die Totenbeschwörer und Wahrsager aus dem Lande vertrieben.           

Samuel ist nicht mehr unter den Lebenden. Er ist unter der Anteilnahme von ganz Israel in Rama bestattet worden. Damit fehlt die Stimme eines Ratgebers, nicht nur für Saul, für den Samuel ja kein bequemes Gegenüber war. Und doch fehlt mit ihm jetzt einer, den Saul fragen kann, bei dem er Unterstützung finden kann, der ihm sagen könnte: So spricht der HERR.

Indirekt hat auch das mit dem Fehlen von Ratgebern zu tun, wenn ziemlich unvermittelt angemerkt wird, dass Saul das Land „gesäubert hat“ – von den   Totenbeschwörern und Wahrsagern. Die Leute, die Auskunft über die Zukunft geben können, sind rar geworden, außer Reichweite.

In der Verbannung dieses Gewerbes aus Israel ist Saul ganz dem Gesetz des Mose verpflichtet. „ Ihr sollt euch nicht den Totenbeschwörern und Wahrsagern zuwenden, dass ihr nicht durch sie unrein werdet; ich bin der HERR, euer Gott.“(3. Mose 19,3) Und noch einmal nachdrücklich im gleichen Buch: „Wenn sich jemand den Totenbeschwörern und Wahrsagern zuwendet, so will ich mein Antlitz gegen ihn kehren und will ihn aus seinem Volk ausrotten.“(3. Mose 20,6) Es ist das Bild, das oft von Saul gekennzeichnet wird: ein frommer Mann, der versucht, dem Gesetz Genüge zu tun!

4 Als nun die Philister sich versammelten und herankamen und sich lagerten bei Schunem, versammelte Saul auch ganz Israel, und sie lagerten sich auf dem Gebirge Gilboa. 5 Als aber Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich, und sein Herz verzagte sehr. 6 Und er befragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht, weder durch Träume noch durch das Los »Licht« noch durch Propheten.

             Gefahr zieht herauf. Die Philister sammeln ihre Truppen, offensichtlich zu eiinem Angriff und so ruft Saul seinerseits ganz Israel zusammen. Es ist möglich, so nahe sind die Heere, das Lager der anderen zu sehen. Was er da sieht, jagt Saul Furcht ein. „Die Überlegenheit der Philister ist so groß, dass Saul, vom Schrecken ergriffen, Wege sucht, den Willen Gottes zu erkunden.“ (H. W. Hertzberg, Die Samuelbücher, ATD 10, Göttingen 1965, S. 177)  Alle Versuche, eine göttliche Auskunft zu erhalten, scheitern. Kein Orakel, keine  klare Traum-Botschaft, kein eindeutiges Los-Verfahren. Was aber tun, wenn Gott schweigt?!

  7 Da sprach Saul zu seinen Knechten: Sucht mir eine Frau, die Tote beschwören kann, dass ich zu ihr gehe und sie befrage. Seine Männer sprachen zu ihm: Siehe, in En-Dor ist eine Frau, die kann Tote beschwören. 8 Und Saul machte sich unkenntlich und zog andere Kleider an und ging hin und zwei Männer mit ihm, und sie kamen bei Nacht zu der Frau.

             Ahnt Saul, dass sein Versuch, die Totenbeschwörer und Wahrsager zu vertreiben, nicht alle außer Landes gebracht hat? Dass es im Halbdunkel doch noch „weise Frauen“ geben könnte? Es ist seltsam: „Auf Anhieb können Sauls Leute eine Totenbeschwörerin nennen.“ (M. Holland, Das erste Buch Samuel, Wuppertaler Studienbibel, Wuppertal 2002, S. 287) Es gibt immer Schlupflöcher und es gibt immer Kenntnis von solchen Schlupflöchern. Sie, diese Frau in En-Dor, einem Ort südlich des Tabor, kennt sich aus damit, sie kann Tote beschwören.  

            Wie das gehen soll – so fragen wir heute. Und müssen uns eingestehen: Wir wissen es nicht. Dass die Toten sich zu Wort melden, wird gerne geglaubt, weil der Verlust durch den Tod, das Abreißen des Gespräches, so schmerzt. Der Spiritismus weiß auch heute von „Möglichkeiten“, solche Totenbefragungen durchzuführen. Ich gestehe mir meine Skepsis dem gegenüber ein. Weil ich anders denke: Das Totenreich, „die Scheol ist der Machtbereich Gottes, an dessen Grenze alle Macht der Menschen endet.“ (M. Holland, aaO. S. 285) Es ist wohl dennoch so: in der Not , in letzter Ausweglosigkeit suchen Menschen, über ihre Grenzen hinaus Auskunft zu gewinnen.  So auch Saul.

 Weil Saul weiß, wie sehr sein Verhalten im Widerspruch zu früherem Maßnahmen steht, verkleidet er sich. Er will nicht erkannt werden als König, auch weil er sich selbst untreu wird? Sie gehen bei Nacht nach En-Dor, nicht aus Angst vor den nahen Feinden, sondern doch wohl, weil das ein Weg ist, der das Licht des Tages scheut.

Und Saul sprach: Wahrsage mir doch durch einen Totengeist, und hole mir herauf, wen ich dir nenne. 9 Die Frau sprach zu ihm: Siehe, du weißt doch, was Saul getan hat, dass er die Totenbeschwörer und Wahrsager ausgerottet hat im Lande; warum willst du mir denn eine Falle stellen, dass ich getötet werde?

             Saul eröffnet das Gespräch, ohne zu sagen, wer er ist. Die Frau ist informiert. Sie hat es ja mitbekommen, was Saul angeordnet hatte und ist deshalb „abgetaucht“, ins Halbdunkel verschwunden. Es werden nicht so viele sein, die von ihrer „Fähigkeit“ wissen. Sie wittert eine Falle. Gefahr für sich selbst

 10 Saul aber schwor ihr bei dem HERRN und sprach: So wahr der HERR lebt: Es soll dich in dieser Sache keine Schuld treffen. 11 Da sprach die Frau: Wen soll ich dir denn heraufholen? Er sprach: Hol mir Samuel herauf! 12 Als nun die Frau Samuel sah, schrie sie laut und sprach zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist Saul. 13 Und der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Was siehst du? Die Frau sprach zu Saul: Ich sehe einen Gott heraufsteigen aus der Erde.

             Es ist absurd: : So wahr der HERR lebt. Weil der HERR schweigt, ist Saul in En-Dor und er ruft ihn doch zum Zeugen an!  Wenn sie tun wird, was Saul erbittet, trifft sie keine Schuld. Sie hat nichts befürchten. Der Auftraggeber ist der Schuldige!

 Die frühere Luther-Übersetzung hatte noch anderes als die Luther-Übersetzung 2017 stehen: „„Als die Frau merkte, dass es um Samuel ging…“ Das ist ein „Minderheiten-Votum, aber durch geringe Korrekturen am hebräischen Text zu begründen. Im Vorgang ist das eine logische Folgerung: An den Namen (schēm) dessen, der gerufen werden soll (scheʼēl) wird der Frau klar, wer ihr geheimnisvoller Gast ist und sie schreit auf.

Luther 2017 und alle mir erreichbaren anderen Übersetzungen lesen anders, komplizierter: Die Frau ist Saul zu Willen – und holt auftragsgemäß Samuel herauf. hat Erfolgt. Als der „Geist“ erscheint, wird der Frau klar, wer ihr Auftraggeber ist. Ein wenig salopp gesagt: „Als die Frau mitten in der Session plötzlich Samuel sah, kapierte sie auch, wer ihr da eigentlich gerade den Auftrag gegeben hatte.“(Volxbibel) Saul ist erkannt.

Die ganze Schilderung hat etwas Schwebendes. Es scheint, Saul sieht nichts – keine Gestalt – nur die Frau „sieht“.  Aber sie weiß oder versteht nicht, was sie, wen sie sieht – Ich sehe einen Gott heraufsteigen aus der Erde. Statt Gott hat die frühere Luther-Übersetzung noch Geist. Im Hebräischen steht elohim. Sammelwort für die Gottheiten, unter Einschluss des Gottes Israels. „Die Frau sieht einen „Himmlischen“, einen „Überirdischen“, einen Geist.“(M. Holland, aaO.  S. 288)    

14 Er sprach: Wie sieht er aus? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann herauf und ist bekleidet mit einem Priesterrock. Da erkannte Saul, dass es Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde und fiel nieder. 15 Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du meine Ruhe gestört, dass du mich heraufsteigen lässt? Saul sprach: Ich bin in großer Bedrängnis, die Philister kämpfen gegen mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch Propheten noch durch Träume; darum hab ich dich rufen lassen, dass du mir kundtust, was ich tun soll.

             Saul muss sie fragen – was sie sieht und an ihrer Beschreibung erkennt er – es ist Samuel. Ob die Frau Samuel erkennt, spielt keine Rolle! Saul erkennt ihn und huldigt ihm durch seine Beugung und sein Niederfallen. Das ist eine Geste, die auf Unterwerfung hindeutet. Das löst bei dem Gerufenen dennoch keine „gute Stimmung aus. Es klingt fast ein wenig ungnädig, wie Samuel reagiert. Er ist in seiner Totenruhe gestört.

Saul schildert gleichwohl sein Problem. Er ist in Bedrängnis durch die Philister. Aber das ist nur die Außenseite, nur der Vordergrund. In Wahrheit – und Saul erkennt diese Wahrheit durch seine Worte an, liegt das Problem viel tiefer: Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr. Wie soll es für Saul, für Israel Zukunft geben, wenn Gott sich verweigert, wenn er verstummt, wenn er nicht mehr sein Wort finden lässt?

16 Samuel sprach: Warum willst du mich befragen, da doch der HERR von dir gewichen und dein Feind geworden ist? 17 Der HERR hat getan, wie er durch mich geredet hat, und hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und einem andern gegeben, dem David. 18 Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht und seinen grimmigen Zorn nicht an Amalek vollstreckt hast, darum hat der HERR dir dies jetzt getan. 19 Dazu wird der HERR mit dir auch Israel in die Hand der Philister geben. Morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein. Auch wird der HERR das Heer Israels in die Hand der Philister geben.

             Es bleibt, wie es immer war – Saul erhält von Samuel keine guten Nachrichten. Es ist eine bittere Erkenntnis: der tote Samuel hat keine neue, keine bessere Nachricht für Saul als Samuel zu seinen Lebenszeiten. Der HERR hat getan, wie er durch mich geredet hat. Der Weg Sauls zu der Totenbeschwörerin erweist sich als eine Sackgasse – es gibt keine Zukunft mehr für ihn.

Bemerkenswert: erstmals wird darin Saul gegenüber Klartext gesprochen, dass er hört: das Königtum ist aus deiner Hand gerissen und einem andern gegeben, dem David. Die Salbung Davids war nicht öffentlich erfolgt und auch nie öffentlich gemacht worden. Seine Berufung zum König war es auch nicht. Jetzt, als die Grenze zum Totenreich frevelhaft – so denkt der biblische Text – überschritten ist, wird sie dem Saul als Urteilsspruch präsentiert. Verbunden mit der Ansage: Morgen ist der letzte Tage deines Lebens – und deine Söhne werden mit dir sterben.

Der Exeget weiß wieder einmal mehr als im Text steht: „Damit war Samuels Mission zu Ende. Gott holte ihn wieder zurück.“(M. Holland, Das erste Buch Samuel, Wuppertaler Studienbibel, Wuppertal 2002, S. 291) Bemerkenswert an diesem Wissen ist, dass der gleiche Exeget den ganzen Vorgang unter den Verdacht stellt, dass es „ein schlichter Betrug der Totenbeschwörerin“(M. Holland, aaO. S. 285) sein könnte, ein Gauklerstück, hinter dem keine Wirklichkeit steht.

Sollte Saul zu der Totenbeschwörerin gegangen sein in der Hoffnung auf gute Worte, auf eine bessere Zukunft, so wird er bitter enttäuscht. Morgen wird er  eingereiht werden in die Schattenwelt, in der Samuel jetzt ist.

 20 Da stürzte Saul zur Erde, so lang er war, und geriet in große Furcht über die Worte Samuels. Auch war keine Kraft mehr in ihm; denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze Nacht. 21 Und die Frau trat zu Saul und sah, dass er sehr erschrocken war, und sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat deiner Stimme gehorcht, und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt, als ich die Worte hörte, die du zu mir gesagt hast. 22 So gehorche nun auch du der Stimme deiner Magd! Ich will dir einen Bissen Brot vorsetzen, dass du isst und zu Kräften kommst und deine Straße gehen kannst.

             Saul ist regelrecht am Boden zerstört. Er stürzt und liegt Kraftlos da, als habe ihn der Schlag getroffen. So ist es ja auch – die Worte Samuels sind wie ein Schlag, der sein Leben zerbricht.

Die Frau, die ihren Gast erkannt hat, ist besorgt um ihn. Sie leitet Therapie-Maßnahmen ein.  Sie fordert von ihm den gleichen Gehorsam, den sie ihm geleistet hat – einen Gehorsam angesichts der edrohung des Lebens. Sie, die Totenbeschwörerin will ihm doch helfen, zu Kräften zu kommen, damit er seine Straße gehen kann.

 23 Er aber weigerte sich und sprach: Ich will nicht essen. Da nötigten ihn seine Männer und die Frau, bis er auf ihre Stimme hörte. Und er stand auf von der Erde und setzte sich aufs Bett. 24 Die Frau aber hatte im Haus ein gemästetes Kalb; das schlachtete sie eilends und nahm Mehl und knetete es und backte ungesäuertes Brot 25 und setzte es Saul und seinen Männern vor. Und als sie gegessen hatten, standen sie auf und gingen fort noch in der Nacht.

             Saul will nicht –  nicht essen. Muss man dahinter hören: er will nicht mehr leben? Es braucht viel Zureden, durch seine Männer und die Frau, bis er auf ihre Stimme hörte. Der vorher Worte gehört hat, die seinem Leben das Ende ansagen, der hat es schwer, jetzt Worten zu hören und zu befolgen, die ihn zu Lebensschritten ermutigen wollen. Als er ihnen gehorcht, kommt er wieder zu Kräften.  Bei einem opulenten Mahl, wie der Text signalisiert. Erstaunlich – zumal der Zeitdruck groß ist. Es ist sicher schlicht der Tageszeit geschuldet, aber es hat doch auch etwas von symbolischer Bedeutung: Sie  gingen fort noch in der Nacht

 Die Herausforderung an unser Denken und Glauben

 Aus dem Jenseits des Todes wird noch einmal der Grund genannt, der zur Abwendung Gottes von Saul geführt hat. Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht und seinen grimmigen Zorn nicht an Amalek vollstreckt hast. Der verweigerte Genozid. Dass er der Stimme Samuels, der die Stimme Gottes zu sein beanspruchte, nicht gefolgt ist. Von dieser Sichtweise trennen uns Welten. Wir heute würden diese Verweigerung loben. Wir zeichnen Soldaten aus, die einen Befehl verweigern, der gegen die Menschenrechte verstößt. Muss also Saul nicht heute, von Exegeten rehabilitiert werden anstatt wegen fehlenden Gehorsams beschuldigt zu sein? Mir geht es rasch, wenn Saul angeklagt wird wegen fehlendem Gottvertrauen. Ich jedenfalls plädiere auf ewigen Freispruch für den in der Geschichte Israels gescheiterten Saul.

Die andere Herausforderung: Wie gehen wir mit dem Schweigen Gottes heute um? Sein Schweigen lässt Saul Antwort suchen im nowherland. Im Nirgendwo. Das Schweigen Gottes ist nicht auszuhalten. Auch heute nicht. Darum die fieberhafte Suche nach Antwort. irgendwo. Der ohrenbetäubende Lärm unserer Zeit, Meldung jagt Meldung, Talk-Show jagt Talk-Show kommt mir vor wie die Suche nach einem Ausweg aus dem Schweigen Gottes. Das Wachsen der Ratgeber-Branche – Coaches für fast alles und jedes – ist wie ein Ausweichen, weil Gott seinen Rat verweigert oder weil wir ihn nicht mehr hören. Und wir als Kirchen scheinen nicht in der Lage zu sein, vollmächtig in die Zeit hinein zu sagen: So spricht der HERR. Weil wir nicht wirklich hören?

Was mich beschäftigt:

„Saul bei der Totenbeschwörerin in En-Dor“ – „Saul bei der Wahrsagerin“  – „Saul und die Hexe von Endor“  – „Saul lässt sich von einer Hexe helfen, die Geister befragt.“ Schon die Überschriften in diversen Bibelausgaben setzen Signale der Distanz. Auch der scheu und auch der Ratlosigkeit. Wie steht es um den Realitätsgehalt dieser Erzählung? Mir unvergesslich: Eine Freundin aus der Jugendzeit hat diese Geschichte in ihrer Bibel durchgestrichen – „das glaube ich nicht, das will ich nicht!“ Es ist diese Erzählung, die dafür sorgt, dass es eine große Distanz zu allen spiritistischen Praktiken gibt – unabhängig davon, ob man ihnen Realität zutraut oder Betrug unterstellt.

Wohl wahr: „Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.“(Hamlet) Dennoch spüre ich, dass mir diese Erzählung fremd bleibt. Was mich an ihr berührt ist das Scheitern Sauls an sich selbst. In dem Gang nach En-Dor wird er sich selbst untreu, weil er preisgibt, was ihm wichtig war. Das ist die durchgängige Tragik seines Lebens: Er ist in seiner Frömmigkeit wie ein Blatt im Wind, hin und her getrieben. Seine Ängste erweisen sich oftmals als stärker als sein Vertrauen. Darin allerdings ist Saul uns so nah.

 

Heiliger Gott, bewahre mich vor dem Hochmut, der die verachtet, die in ihrer Not fragwürdige Hilfe suchen, nach dem letzten Strohhalm greifen. Bewahre Du mich vor der Not, die mich so tief erschüttert, dass ich den Glauben verliere, dass ich mir selbst untreu werde und verleugne, was mir durch das Leben hindurch Halt gegeben hat.

Sei Du auch in der letzten Not Hilfe und Halt, Zuflucht und  Rettung. Amen