Sünder – alle

Römer 3, 1 – 20

1 Was haben dann die Juden für einen Vorzug oder was nützt die Beschneidung? 2 Viel in jeder Weise! Zum Ersten: ihnen ist anvertraut, was Gott geredet hat.

Gibt es Vorsprünge, wenn es um die Nähe zu Gott geht? Zeitlichen Vorsprung? Historischen Vorsprung? Oder Vorsprung lokaler Art? Das weist der Kirchenvater Hieronymus im 4. Jahrhundert zurück: „Sowohl von Jerusalem wie von Britannien aus steht der Himmel in gleicher Weise offen.“ Aber vielleicht ja Vorsprung, Vorzüge durch die Herkunft? Durch die richtige Abstammung? So wie im Bildungswesen die Herkunftsfamilie bis heute darüber entscheidet, wie es um Start-Chancen steht. Oder sind doch – wenigstens vor Gott – alle gleich?

Paulus scheut sich nicht zu sagen: Die Juden haben einen Vorzug: περισσὸς „über das gewöhnliche Maß hinausgehend“(Gemoll Griech.-Deutsches Schul- u. Handwörterbuch, München 1957., S. 599) Sie sind überreich bedacht, – wenn man so will privilegiert. Ihnen ist anvertraut, was Gott geredet hat. Sie haben die Worte des Alten Bundes, die Worte der Propheten, sie haben das Gesetz. Das macht ihre unverlierbare Würde aus. Gott hat mit den Vätern geredet. Gott hat seinen Bund mit Israel aufgerichtet. Das äußere Zeichen dieses Bundes ist die Beschneidung. Dass es diesen Vorsprung gibt, nimmt Paulus nie zurück. Darum auch immer wieder seine Formulierung: „Zuerst die Juden, danach die Griechen“(1,16; 2,9; 2,10). „die jüdisch-christliche Tradition beruft sich durchgängig auf einen sprechenden Gott, der sich den Menschen zuwendet, sich mitteilt, und ihnen zuhört.“(F. Hofmann, Wie Gott mit uns redet, in: Anders handeln, Verständigung, Hamburg 3/18, S. 34) Dafür ist Israel das Muster-Exemplar. Bleibend bis heute.  

Aber was Würde ist, ist zugleich auch Anspruch, Verpflichtung. Es geht um das Leben, das sich an diesen Worten orientiert, sich durch sie leiten lässt. Das ist die bleibende Verpflichtung Israels: Sich diesem Wort anvertrauen.

3 Dass aber einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben? 4 Das sei ferne!

            An diesem Vorsprung ändert auch das nichts, dass nicht alle Juden diesem Anspruch nachkommen. Die Treue Gottes hängt nicht an der Treue der Menschen. Die Treue Gottes zu Israel hängt nicht daran, dass das ganze Volk Israel als Kollektiv Gott die Treue hält. Beispiele dafür gibt es genug: Gott hält auch nach dem Tanz um das goldene Kalb an seinem Volk fest. Gott beginnt auch nach all den Treulosigkeiten in der Königszeit mit jedem König wieder neu. Gott sucht auch nach dem Untergang im Jahr 586 einen neuen Anfang mit seinem Volk, indem er aus dem Exil zurück führt in das Land der Verheißung. Gott lässt sich nicht durch ihre Untreue „aus dem Konzept bringen“. Gott hält gegen alle Untreue an seiner Treue fest.

Es ist darum eine Erwägung, die Paulus einmal mehr weit von sich weist. μ γνοιτο· Das sei ferme! So etwas kann man allenfalls einmal theoretisch denken. In Wahrheit und Wirklichkeit geht das aber nicht. Weil es Gottes Wesen in Frage stellt. Gott ist treu.

Es bleibe vielmehr so: Gott ist wahrhaftig und alle Menschen sind Lügner; wie geschrieben steht (Psalm 51,6): »Damit du Recht behältst in deinen Worten und siegst, wenn man mit dir rechtet.« 5 Ist’s aber so, dass unsre Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit ins Licht stellt, was sollen wir sagen? Ist Gott dann nicht ungerecht, wenn er zürnt? – Ich rede nach Menschenweise. –

            „Dort, wo sich Menschen als unzuverlässig und Lügner erweisen, da stellt sich heraus, dass Gott zuverlässig und wahrhaftig ist.“(W. Klaiber, aaO. S. 49) Er ist beständig und wahr – so wörtlich im Griechischen:  ληθς. Dass er wahr ist, darauf kann man sein Leben gründen. Gott ist nicht heute so und morgen anders. Das zu bezeugen, daran liegt Paulus viel.

Wieder greift Paulus Gedanken auf, die in der Luft zu liegen scheinen: Was ist daran schlimm, wenn unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit umso heller zum Leuchten bringt?  Muss nicht diese Zielsetzung – Gottes Gerechtigkeit soll leuchten – den schuldigen Menschen entlasten?“(O. Michel, Der Brief an die Römer, KEK NT,  Göttingen 1955, S. 82)  Mehrt es nicht die Ehre Gottes, weil er unvergleichlich ist, uns gegenüber? Ist der Zorn Gottes nicht darin unfair, dass er von uns fordert, was wir gar nicht leisten können? Wenn wir doch Lügner sind, alle, von Natur aus?

Wir projizieren auf Gott im Himmel, was wir selbst auf Erden nicht schaffen. So ein Grundgedanke der Religionskritik Feuerbachs im 19. Jahrhundert. Weil wir gerne gut wären, es aber nicht sind, denken wir uns einen guten Gott aus. Weil wir alle ungerecht sind, obwohl wir es für richtig halten, gerecht zu sein, denken wir uns einen gerechten Gott im Himmel aus. So hat die Kritik Feuerbachs auf ihre Weise dazu beigetragen, in Frage zu stellen, was für Paulus das Fundament seines Denkens und Glaubens ist: Dass Gott nicht ein Teil der Welt ist, nicht so, wie wir ihn uns zurecht denken, sondern dass er uns gegenüber ist und uns unbedingt fordert. Er, der heilig ist und gerecht.

 6 Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten? 7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seiner Ehre, warum sollte ich dann noch als ein Sünder gerichtet werden? 8 Ist es etwa so, wie wir verlästert werden und einige behaupten, dass wir sagen: Lasst uns Böses tun, damit Gutes daraus komme? Deren Verdammnis ist gerecht.

             Die Missverständnisse Paulus gegenüber sind so alt wie seine Briefe. Offensichtlich wird er schon damals falsch verstanden, als einer, der die Sünde verharmlost, der sagt: „Macht doch nichts, merkt doch keiner Schwamm drüber. Es dient doch der Größe Gottes, wenn er Grund zum Vergeben hat.“ – Was für eine Gotteslästerung! Aber sie hat Tradition gebildet: „Vergeben ist seine Profession“ hat Voltaire gespottet, ohne zu ahnen, wie wahr sein Spott ist. Gott braucht nicht die dunkle Folie unserer Ungerechtigkeit, damit seine Gerechtigkeit umso heller ins Strahlen kommt.

             „In der `Nacht, worin alle Kühe schwarz sind’, wo der Unterschied zwischen Gerechten und Sündern hinfällt, da muss jedes Gericht sinnlos werden.“(U. Wilckens, aaO. S. 166) Darauf läuft der Einwand der Juden hinaus. Gericht, wenn überhaupt, dann nur über Sünder. Über uns nicht, weil wir zum Volk Gottes gehören.

             Es ist der fundamentale Einspruch gegen die Botschaft des Paulus, der hier verklausuliert zu Wort kommt. „Seit Jahren verkündet Paulus die Rechtfertigung des Gottlosen durch Gottes freie Gnade und stellt sich als Beispiel dafür dar; wie kann er da noch ernsthaft von Gottes Gericht sprechen!“ (P. Stuhlmacher, aaO.  S. 50) Wenn Paulus das aber tatsächlich behauptet, dass Gott die Gottlosen sich recht sein lässt, dann hat er „das Gericht Gottes abgeschafft.“

             So denken, sagt Paulus, die, die seine Botschaft karikieren. Und schaufeln sich damit selbst das Grab. Verstellen sich den Weg in die Freiheit. Ich glaube, dass man dieses harte Urteil über seine Gegner nur dann richtig liest, wenn man darin den Schmerz des Paulus wahrnimmt. Das ist nicht triumphierend gesagt, nicht rechthaberisch. Das sagt der, der gelernt hat, dass „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.“(1. Timotheus 2,2, Einheitsübersetzung) Deswegen ist er rastlos unterwegs. Deswegen schreibt er seinen Brief nach Rom. Deswegen widersteht er allem Verharmlosen von Sünde und allem Verniedlichen Gottes als des „lieben, guten Gottes.“

Das ist ja die Gefahr hinter diesem Denken, dass die Sünde es Gott erlauben würde, gut dazu stehen. Die Sünde wird in ihrer zerstörerischen Macht völlig verharmlost. Wenn ich sündige, ungerecht bin, so beschädigt das auch andere, auch Gott. Es beschädigt aber in erster Linie mich selbst, weil es meinen Boden den Grund unter den Füßen zerbricht, weil es mich vom Leben, von mir selbst entfremdet. Und weil es mir gott entfremdet.

Um des Menschen willen: Denn „wo der Unterschied zwischen Gerechten  und Sündern fällt, da fällt auch jedes sittliche Engagement zum Guten.“(U. Wilckens, aaO. S.167) Und um Gottes willen. Denn wer von Gott nur noch zu sagen weiß, dass er gut ist, lieb, nett, zu allem Ja und Amen sagt – und nichts mehr sagt von seiner Heiligkeit, seiner Gerechtigkeit, seinem Schmerz über das verfehlte Leben und die unerwiderte Liebe, der macht aus Gott einen überflüssigen Trottel. G.O.T.T. = Guter Opa, total taub. Diesen Gott braucht kein Mensch.

9 Was sagen wir denn nun? Haben wir Juden einen Vorzug? Gar keinen.

Paulus argumentiert weiter, zieht Schlussfolgerungen. Bemerkenswert: Er bleibt selbst nicht draußen. Er zieht sich in die gewiss nicht leichten Überlegungen mit ein: Haben wir Juden einen Vorzug? Wir Juden – die er doch gerade zuvor so hart angegangen ist. Paulus vergisst nie, aus welchem Volk er stammt, was er früher gelernt hat. Und weiß: Alles, was ich den Juden bestreite, Israel bestreite, bestreite ich auch mir selbst. Alles, was ich ihnen vorwerfe, trifft auch mich.

Umso härter also seine Aussage: Da ist kein Vorzug, kein Vorsprung. Da ist nichts, was wir als Juden als unsere Sicherheit ins Feld führen könnten. οὐ πάντως Nichts! Gar keinen. Das sagt der gleiche Paulus, der noch eben gesagt hat: Ja, die Juden haben einen Vorzug: „Ihnen ist anvertraut, was Gott geredet hat.“ (3,1) Und sieht doch darin keinen Widerspruch. Denn dieser Vorzug hebt das andere, die Wirklichkeit aller Menschen, ja nicht auf:

Denn wir haben soeben bewiesen, dass alle, Juden wie Griechen, unter der Sünde sind,

Alle, alle, alle sind unter der Sünde. Ausnahmslos. Juden wie Griechen. Es liegt nahe zu ergänzen: Arme wie Reiche, Kluge wie Törichte, Frauen wie Männer. Alle. Es ist eine Form von „Gender-Gerechtigkeit“, wie wir sie nicht unbedingt mögen. Über alle Zeiten und alle Generationen hinweg. Das war die Beweisführung, die Paulus aus der Lebenserfahrung heraus geführt hat – reichlich belegt durch den Blick in die Zeit. Und – das wird man dazu sagen müssen – diese Beweisführung gilt nicht nur für die Vergangenheit, sie gilt auch in die  Zukunft hinein. Paulus glaubt nicht an eine zukünftig sündlose Christenheit!

Wobei es schon wichtig ist, das Wort Sünde genauer anzuschauen. μαρτα ist zunächst einmal kein moralischer Defekt. Es meint im Ursprungssinn: Zielverfehlung. Der Pfeil eines Schützen geht neben das Ziel. Er trifft nicht richtig. Das also ist die Anklage, unter der Paulus alle sieht: Wir leben am Ziel vorbei. In der starken Sprache eines Dichters klingt das so:

Wir stolze Menschenkinder sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste
Und kommen weiter von dem Ziel     M. Claudius 1778 EG 482

 10 wie geschrieben steht: »Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. 11 Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. 12 Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Psalm 14,1-3). 13 Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen betrügen sie (Psalm 5,10), Otterngift ist unter ihren Lippen (Psalm 140,4); 14 ihr Mund ist voll Fluch und Bitterkeit (Psalm 10,7). 15 Ihre Füße eilen, Blut zu vergießen; 16 auf ihren Wegen ist lauter Schaden und Jammer, 17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht (Jesaja 59,7-8). 18 Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen (Psalm 36,2).«

            An diese Beweisführung aus der Lebenserfahrung knüpft er jetzt eine zweite Kette an. Eine, die für ihn noch mehr Gewicht hat, weil sie aus der Schrift genommen ist. Ein Schrift-Zitat folgt dem anderen. Es wirkt wie ein Stakkato von Anklagen. Es ist eine Sammlung von Zitaten, die nur einen Tenor kennen: Die Menschen sind schlecht. Ausnahmslos. Es fehlt nur noch das Wort aus der Sintflut-Erzählung: „Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.“(1. Mose 8,21) Aber auch so ist es eindeutig: Es ist eine Anklage, die alle trifft. Es ist offensichtlich: So kann man die Bibel tatsächlich auch lesen. Es bleibt dann nichts Gutes am Menschen.

Ich hänge eine Überlegung an. Von mir kenne ich, dass ich immer dann nach Zitaten greife, nach der Bestätigung durch irgendwelche Autoritäten, wenn ich mir und meinen Gedanken nicht ganz traue. Muss Paulus so viele Psalmen anführen, weil er sich mit seinem eigenen Gedanken unwohl fühlt? Weil es ihm zu hart ist, dieses Alle sind abgewichen. Alle sind verderbt. Unwohl nicht in dem Sinn, dass er ihn für falsch hält. Wohl aber unwohl, weil er es ja spürt, welche Härte in dieser Anklage ohne Ausweg steckt.

19 Wir wissen aber: was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, damit allen der Mund gestopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, 20 weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

            Noch einmal versucht der Apostel, Einverständnis mit seinen Lesern herzustellen: Wir wissen aber. „Οἴδαμεν weist auf die bei den Juden vorhandene Kenntnis des nachfolgenden Lehrsatzes hin.“ (O. Michel, aaO. S. 86)Wir sind uns doch darin einig, so lese ich das. Christus-Gläubige aus den Juden  und aus denn Heiden. Worin? Dass das Gesetz gilt, für alle, die unter dem Gesetz sind. „Paulus setzt selbstverständlich voraus, dass der Mensch das Gute tun und darin das Gesetz erfüllen kann. Für ihn wie für jeden Juden seiner Zeit wäre es undenkbar, Gott habe ein Gesetz gegeben, das für Menschen unerfüllbar sei.“ (U. Wilckens, aaO. S .179) Aber gerade damit wird das Gesetz zur Anklage gegen alle, die unter dem Gesetz sind.

            Sie verfehlen, was sie leben sollten und leben könnten. Sie tun das Gute nicht. Denn, es ist wie ein Rückverweis auf seine Zitate: Alle Welt ist vor Gott schuldig. Das soll das Gesetz offenbar machen. Es bringt den Ist-Zustand der Menschen ans Licht. Es ist nicht der Weg zur Gerechtigkeit, sondern es ist der Weg zum Erschrecken, zur Erkenntnis der Sünde. In meiner Sprache: Es zeigt mir, wie weit ich am Ziel vorbei lebe.

      Die Herausforderung an unser Denken und Glauben:           

Man hat Paulus vorgeworfen: Negative Anthropologie. Er sieht den Menschen nur schlecht. Seine Worte walzen alles nieder. Ist denn wirklich kein Unterschied zwischen Al Capone und Mutter Theresa, kein Unterschied zwischen Hitler und Gandhi, zwischen den Schlächtern des IS und den Rote-Kreuz-Helfern im Ebola-Gebiet? Alle gleich? Alle Sünder?

So zu fragen, heißt sich klarmachen: Es geht hier nicht um unsere relative Ethik. Natürlich gibt es einen Unterschied im sittlichen Verhalten: Selbstverständlich ist manches gut und anderes einfach nur böse. Natürlich gibt es Menschen, die sich für andere aufopfern und von denen wir sagen, sie seien gute Menschen. Und es gibt die anderen, die Menschen schinden, skrupellos Macht ausüben, die Bestien in Menschengestalt sind.

Das ist aber nicht das, was Paulus hier verhandelt. Es geht ihm um die „Schuldverfallenheit der Menschen“ (P. Stuhlmacher, aaO. S. 52) die er nicht in der einzelnen Tat begründet sieht, sondern im immer in die eine Richtung fortschreitenden Wandel und dann so verfestigt auch im Wesen. Es ist die schiefe Bahn, auf der es kein Halten mehr gibt. Eine Schuldverfallenheit, die der Mensch durch sein hartnäckiges Nicht-Tun des Guten über sich selbst errichtet. Anders gesagt: Wir finden uns wieder in einem unentrinnbaren Gefängnis, das wir selbst errichtet haben.

Eine Szene, die in manchen Filmen und Geschichten durchgespielt wird: Da sitzt einer in einem Raum, einem Haus, einer Festung fest, dessen Türen verschlossen sind. Das Haus brennt. Die Schlüssel zu den Türen aber hat er selbst fort geworfen.

 

Jesus, manchmal wüsste ich es gerne: Hast Du uns für unverbesserlich gehalten? Hast Du Leute, die Dir widersprochen haben, Dich angefeindet haben, als hoffnungslose Fälle abgeschrieben?

Du bist geduldig umgegangen mit allen, den Guten und den Bösen, den Religionskennern und Bescheidwissern und den Analphabeten in Sachen Gott und Glauben.

Du hast keinen aufgegeben, auch dann nicht, wenn Du ein Herz voller Schuld und ein Leben voller Unrat gesehen hast. Dafür danke ich Dir. Amen