Wenn der Vorläufer kommt

Maleachi 2,17 – 3,12

17 Ihr macht den HERRN unwillig durch euer Reden! Ihr aber sprecht: »Womit machen wir ihn unwillig?« Dadurch dass ihr sprecht: »Wer Böses tut, der gefällt dem HERRN, und an solchen hat er Freude«, oder: »Wo ist der Gott, der da straft?«

             Wieder wird man Zeuge einer Disputation. Sie fängt mit dem Vorwurf an: Euer Reden ist für Gott eine Last. Unangemessen. Aber euer Reden verhallt nicht einfach im luftleeren Raum. Die Zurückweisung kommt prompt: Wir machen doch gar nichts – nur Worte. Was für eine armselige Vorstellung von Gott, wenn ihm unsere Worte zu schaffen machen könnten! Wir reden doch nur. Das macht Gott doch nichts. G.o.t.t. – das kann man auch so lesen: Guter Opa, total taub. Das ist mehr als der freche Spruch unreifer Jugendlicher. Es ist eine Lebenshaltung, die es zu allen Zeiten gegeben hat, damals in Israel und die es auch heute noch gibt. Gott ist doch nicht (mehr) wichtig. Er hat ja keine Durchsetzungsmacht. Er ist doch ein lieber Gott, der nie straft. „Vergeben ist sein Geschäft.“(Voltaire) Er kann ja gar nicht anders. Wer wird sich da schon nach Gott richten?

Es sind perverse Verdrehungen. Es sind Verfälschungen, die aus dem Wort Gott eine Leerformel, eine Worthülse machen. Es sind Spöttereien, wenn sie sagen: »Wo ist der Gott, der da straft?« Schon damals zur Zeit des Propheten gab es wohl die Stimmen, die sagten und fragten: Wo ist er denn? Warum macht er nichts? Warum straft er nicht? Es sind Worte, die den Weg zu Gott verstellen, weil sie ihn für lebensfern und unwichtig erklären.

 1 Siehe, ich will meinen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR Zebaoth.

             Das ist die Antwort Gottes: Ein Bote. Ein Wegbereiter. Einer, der es aufleuchten lässt, dass Gott nicht irgendwo hinter den Sternen die Welt versäumt, sondern dass er nah ist, gegenwärtig. „Ein himmlischer Repräsentant Jahwes, der sein Kommen vorbereitet.“ (H. Graf Reventlow, aaO. S. 152) Ein Engel, der die Sehnsucht, die sich auch noch in den schrägen Sprüchen und Spötteleien zeigt, ans Licht bringt. Gott bleibt nicht in dem Schmollwinkel, in den Menschen ihn verbannen wollten. Er kommt.

Jüdische Deutung dieser Worte sieht hier so; „Der Bote sei der Messias, der nach jüdischer Meinung noch kommen soll. (so der jüdische Ausleger Ibn Ezra im 12. Jh.)“ (G. Maier, Der Prophet Maleachi, Wuppertaler Studienbibel, Wuppertal 1985, S. 166) Christen lesen diese Worte anders, auf Johannes den Täufer hin, vom Wort Jesu her: „Er ist’s, von dem geschrieben steht (Maleachi 3,1): »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.«(Lukas 7,23)

 2 Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge  der Wäscher. 3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber.

            Es ist die Frage, die wieder und wieder in den Schriften der Hebräischen Bibel gestellt wird. Wer wird es aushalten können, so in die Gegenwart Gottes zu geraten? Wer kann auf den Berg Gottes gehen? Wer kann vor ihm bestehen? Jesaja ruft angesichts der Gegenwart Gottes: „Ich vergehe…..(Jesaja 6) Es ist kein harmloser Gast und kein netter Empfang, wenn Gott kommt. Das Leben wird geprüft im Feuer eines Schmelzers und der Lauge  der Wäscher. Es wird sich zeigen müssen, was in solcher Prüfung Bestand hat.

Es ist eine wichtige Korrektur: „Man kann hier schnell die Brücke zur Gegenwart schlagen, wenn man den häufig geäußerten Wunsch überlegt: „Da müsste Gott  doch endlich eingreifen.“ Müsste er dann nicht bei mir zuerst eingreifen?“(G. Maier, aaO. S. 170) In diesen Worten ist kein Raum für die Selbstsicherheit: Wir sind die Guten.

Das ist gesamt-biblisches Denken bis in die Schriften des Neuen Testamentes hinein. Das Kommen Gottes bringt die Wahrheit über das Menschenleben, unser Leben zu Tage. Und es ist an vielen Stellen eine erschreckende Wahrheit. Aber es ist zugleich auch eine Wahrheit, die neue Perspektiven öffnet, wenn auch „wie durch’s Feuer.“ ( 1. Korinther 3,15)

 Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit, 4 und es wird dem HERRN wohlgefallen das Opfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren. 5 Und ich will zu euch kommen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, Ehebrecher, Meineidigen und gegen die, die Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und die den Fremdling drücken und mich nicht fürchten, spricht der HERR Zebaot.

             Es ist eine Rückkehr zu den Aufgaben, die die Priester wirklich haben. Die Reinigung des Gerichts führt dazu, dass die Opfer wieder in Gerechtigkeit gebracht werden. Heißt nicht nur: Von Leuten mit weißer Weste, sondern auch in der Ordnung, wie sie anfänglich gesetzt ist. Die Propheten Israels haben keine freischwebende Religion im Sinn. Sie sind auch nicht einfach nur kultkritische Leute. Sie sind oftmals Rufer zum Ursprünglichen, Anfänglichen, zum Gott des Anfangs. Und sie wollen den ungeteilten Gehorsam des Herzens gegen die Wegweisungen Gottes.

             Für Maleachi ist kein Zweifel möglich: Es gibt Verhalten, das mit dem Glauben an Gott nicht zu vereinbaren ist. Manches zählen fromme Leute rasch und ohne Zögern auf: Zauberer, Ehebrecher, Meineidigen. Das eine sind okkulte Geschichten, das andere ist Unmoral und Lügengespinst. Da ist die Abgrenzung schnell klar: Keine Horoskope, keine Wahrsager, keine Hellseher. Und aller moralischen Grauzone zum Trotz: Mit Ehebruch und Meineid haben es fromme Leute auch nicht so. Da gibt es „gesunde“ moralische Klarheit.         

             Schwieriger ist das Andere: Die, die Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und die den Fremdling drücken. Wie umstritten ist auch bei frommen Leuten: Mindestlohn. Fürsorgepflicht für Witwen und Waisen. Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen, Schutzsuchenden – dafür steht das hebräische Wort ger. Wer wird schon freiwillig zum „Fremdling“? Erst recht in einem Land, in dem nach wie vor Parolen laut werden wie „Ausländer raus!“ –  „Geld für die Oma statt für Sinti und Roma“. Natürlich sind alle gegen Altersarmut. Nur kosten soll sie nichts.

Diese Gewalt tritt ja nicht mit Prügeltrupps auf, nicht mit Schläger-Kommandos aus der Nachtclub-Szene. Obwohl sie das auch kann, wie die Geschichte von Naboths Weinberg (1. Könige 21) zu erzählen weiß. Aber meistens ist diese Gewalt dezenter, erst recht heutzutage. Sie hat den feinen Zwirn an, bedient sich  der wirtschaftlich Sachverständigen und appelliert an die Vernunft der Verantwortlichen. Und ist doch unverblümte Gewalt gegen die, die keine Machtmittel in ihren Händen haben.

Maleachi hält hier eine Anklagerede, die sich seitdem unaufhörlich wiederholt. Es bewegt, wie hier im Grunde die Klagen unserer Zeit über den Zerfall der Gesellschaft,. über verweigerte Solidarität vorgeformt sind. Der Unterscheid zu den Klagen unserer Zeit: Hier werden Anklagen im Namen Gottes ausgesprochen. Und sie werden so Beweismaterial für den jüngsten Tag. Es ist die tiefe Überzeugung des Maleachi: alle diese Ungerechtigkeiten werden nicht folgenlos bleiben. sie kommen noch einmal zur Sprache am Tag des Kommens des Herrn.

Für all das entsolidarisierte Verhalten wird kein Platz mehr sein im Kommen Gottes. Was dann bleibt, ist Opfer in Gerechtigkeit. Ein Opfer, ein Gottesdienst, der Gott die Ehre gibt, weil er Menschen nicht schindet und klein macht, weil er sie erkennen lässt, wie gut Gott ihnen ist. Im Neuen Testament hört sich das dann so an: Die Gott „anbeten, werden ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ (Johannes 4,24) So war es von allem Anfang her gedacht und gewollt.

 

6 Ich, der HERR, wandle mich nicht; aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein: 7 Ihr seid von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten.

             Gott ist treu. Gott ist sich treu. Gott ist nicht heute so und morgen ganz anders. Auf ihn ist Verlass. „Jahwe ist derselbe geblieben!“(H. Graf Reventlow, aaO. S. 155) – durch allen Wandel der Zweiten hindurch. Aber – das ist Gottes Anklage: ach ihr seid dieselben geblieben. Eurer Art treu. Ihr seid nicht, wie ihr es sein sollt und sein könnt. Ihr lebt unter dem Niveau, dass ich euch zugedacht habe. Es ist eine harte Kritik: Der Stammvater Jakob war ein Täuscher und Betrüger und ihr seid von seiner Art, Jakobs Söhne.

Es ist richtig: „Natürlich bleiben die Nachfahren Jakobs Jakobssöhne, wenn man von den Blutsbanden ausgeht.“ (G. Maier, aaO.  S. 176) Aber hier geht es um mehr als um Biologie. Es ist eine eigenwillige Lektüre der Jakobs-Erzählung, die hier sichtbar wird: Nicht sein zähes Festhalten an der Verheißung ist im Blick, sondern sein Tricksen und Täuschen, seine Wandelbarkeit bis hin zur Falschheit. Was bei ihm sichtbar wird an Winkelzügen, List, Wandlungen, das hat Israel als Treulosigkeit und Ungehorsam immer neu wiederholt.

Manchmal denke ich, dass das der Lernweg ist, der uns abverlangt wird: Aus einer Religiosität, aus einem Glauben heraus zuwachsen, der Gott nur um unseretwillen sucht. Weil es mir Vorteile bringt, weil es gut für mich ist, weil Gott es bringt. So sieht es ja bei Jakob am Anfang aus. Er profitiert von Gott. So unterstellt es der Satan auch Hiob: „Meinst du, dass Hiob Gott umsonst fürchtet? Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher beschützt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitz hat sich ausgebreitet im Lande. Aber strecke deine Hand aus und taste alles an, was er hat: was gilt’s, er wird dir ins Angesicht absagen!“ (Hiob 1,9-11)

Hineinwachsen aber sollen wir in einen Glauben, der Gott um Gottes willen sucht, der nichts will als Gott selbst. „Wenn ich nur dich habe, frage ich nicht nach Himmel und Erde“ (Psalm 73,25) An Gott festhalten, selbst wenn er mich in die Hölle schickt. Ich schaue mich an und weiß: Das ist noch ein weiter Weg, bis mein Glaube so tief in Gott verankert ist. Ob ich je so weit kommen, ich weiß es nicht.

 So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich auch zu euch kehren, spricht der HERR Zebaoth.

             Aber diese Kritik ist nicht das letzte Wort. So seid ihr – sagt der Prophet – und ruft doch im Namen Gottes zur Umkehr. Der Ruf zur Umkehr gilt nicht makellosen Leuten. Er gilt denen, die sich abgekehrt haben, ihre eigenen Wege und Ziele verfolgt haben, denen Gott oft genug nur ein Mittel für ihre Zwecke war. Sie werden in eine neue Richtung, eine neue Ausrichtung ihres Lebens gerufen. Es gilt zu hören auf diesen Ruf, weil dahinter die Verheißung groß ist: so will ich mich auch zu euch kehren. Indem Gott so ruft, macht er den Weg frei und sichert seine Zuwendung zu, dem, der sich rufen lässt.

 Ihr aber sprecht: »Worin sollen wir uns bekehren?« 8 Ist’s recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: »Womit betrügen wir dich?« Mit dem Zehnten und der Opfergabe! 9 Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt.

         Immer noch trifft das Rufen Gottes auf begriffsstutzige Hörer. »Woran sehen wir, dass du uns lieb hast?- »Wodurch verachten wir denn deinen Namen?« »Womit opfern wir dir denn Unreines?« – »Womit machen wir ihn unwillig?« – »Womit betrügen wir dich?«. Fragen, die eine Unschuld beteuern, die es nicht gibt.“(G. Maier, aaO. S. 178) Es gehört zur Eigenart dieses Propheten Maleachi, dass er die Worte des Volkes aufnimmt, mit denen es die Anklagen Gottes abzuwehren versucht und sie dann entkräftet. Wenn  man so will: Maleachi ist ein Disputations-Prophet. das ist mehr als nur ein rhetorisches Stilmittel. Es ist das Wesen seiner Prophetie, dass sie in der Auseinandersetzung mit Volkes Stimme und Stimmungen Antworten sucht.

Wir doch nicht – das ist der Chor bis heute. Es gehört zum guten Ton, seine Hände in Unschuld zu waschen, sich als unbeteiligt zu verstehen, überhaupt nicht begreifen zu wollen, was denn der andere hat. Darum fragen sie auch: »Worin sollen wir uns bekehren?« Wer gelernt hat zu sagen: Ich bin o.k. – Du bist o.k. der versteht dieses Rufen Gottes zur Umkehr nicht. Umkehr – das ist doch nur etwas für die, die auf falschen Wegen sind – Räuber, Diebe, Mörder, Gewalttäter, Huren… Aber für uns doch nicht.

Die Kritik aber ist hart – und konkret: Die Lust, den Zehnten abzuliefern, ist überschaubar. Auch bei Nehemia finden sich deutliche Hinweise darauf, dass man sich um diese Zahlungen drücken wollte. „Und ich erfuhr, dass die Anteile der Leviten nicht eingegangen waren und deshalb die Leviten und Sänger, die den Dienst ausrichten sollten, fortgegangen waren, ein jeder auf sein Land. Da schalt ich die Ratsherren und sprach: Warum wird das Haus Gottes vernachlässigt?“(Nehemia 13,10-11) Es wird so sein, wie es bis heute ist: Gerade die gehören zu den Drückebergern, damals beim Zehnten wie heute bei der Steuer, die eher wohl begütert sind.

 10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle. 11 Und ich will um euretwillen den »Fresser« bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth

Ich übertrage einmal für mich: Eines der Geheimnisse gesegneten Lebens ist die Freigiebigkeit, Hingeben, Loslassen. Nicht für sich selbst behalten wollen. Wer Gott gibt, wird nicht arm. Der Zehnte – hebräisch: maʽaser – dient ja handfest dem Betrieb des Tempels, dem Unterhalt der Priester und Leviten. „Der Zehnte ist eine Abgabe an Höhergestellte und drückt Anerkennung, Verpflichtung und Dank aus.“(G. Maier, aaO. S. 180) Hier eine Abgabe an Priester und Leviten, an die Leute, die im Tempel Dienst tun. Weil sie sich nicht um ihren Lebensunterhalt kümmern müssen, haben sie Zeit zur Fürbitte, zur Seelsorge, zum Opfer. Frühe Vorbilder für die Freistellung von der Mühe um den Lebens-Unterhalt, die bis heute das Pfarrer-Dasein in Deutschland prägt. Reichlich versorgt, um sich um andere sorgen und kümmern zu können

Auch wenn wir das heute nicht mehr so unmittelbar materiell sehen mögen. Geben macht glücklich. Helfen macht glücklich. Anderen Gutes tun macht glücklich – sagen die Psychologen. Aussteigen aus der Ich-Zentrierung, die Hinwendung zum anderen lernen – das lässt innerlich frei werden und oft genug auch äußerlich. Selbstvergessen. Und Gott – davon ist der Prophet überzeugt und das sagt er als Verheißung Gottes – Gott segnet so eine Lebenshaltung, die sich verschenken lernt.

 12 Dann werden euch alle Völker glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der HERR Zebaoth.

             Mit der Forderung ist die Verheißung verknüpft – in der Form einer Seligpreisung.  Die Völker werden staunen über das Wohlergehen Israels. „Die Seligpreisung gehört zur Weisheits- und Psalmensprache: Glückseligkeit wird den Frommen zugesprochen, die Gottes Willen tun.“ (H. Graf Reventlow, aaO. S. 156) Wo Menschen so miteinander leben, wo das zur Wirklichkeit eines Volkes wird, Achtsamkeit füreinander, Aufmerksamkeit den Schwachen, Respekt den Geringen, Hilfe den Hilflosen, da wird das Land hell und weit, gewinnt es Strahlkraft. „Seht, wie lieb sie einander haben“ haben die kritischen Beobachter der jungen Christenheit gesagt  und es war ein großer Anreiz zum Glauben.

„Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen,
und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde,                                               dass Frieden werde unter uns.

Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken,               und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde,                                                dass Frieden werde unter uns,

Wo Mensch sich verbünden, den Hass überwinden,                  und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde,                                              dass Frieden werde unter uns.“                                                                          T.
Laubach 1989, Liederbuch Lebensweisen

Mission by attraction heißt das in der heutigen Sprache. Wo das Volk Gottes Gottvertrauen lebt und nicht nur redend beschwört, da wird es attraktiv.

 

Heiliger Gott, Du sorgst für uns. Du gibst, was wir zum Leben nötig haben. Du willst uns die Sorglosigkeit lehren aus der Erfahrung Deiner Fürsorge.

So willst du uns frei machen von der Sorge um uns selbst. Du willst unseren Blick hinlenken zu denen, die unsere Sorge brauchen. Hilf uns durch Deinen Geist zu solchem Zutrauen zu Dir. Amen