Nichts unter den Teppich kehren

  1. Korinther 7, 2 – 16

2 Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, wir haben niemand verletzt, wir haben niemand übervorteilt. 3 Nicht sage ich das, um euch zu verurteilen; denn ich habe schon zuvor gesagt, dass ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben.  4 Ich rede mit großer Zuversicht zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllt mit Trost; ich habe überschwängliche Freude in aller unsrer Bedrängnis.

             Jetzt kehrt Paulus zum Gedanken der weiten Herzen, des Raumes im Herzen zurück. Er bittet um einen, seinen Platz im Herzen der Korinther. Und er begründet seine Bitte mit einer Unschuldbeteuerung. Diese Unschuldsbeteuerung hat ihren Sinn wohl darin, dass es Vorwürfe gegeben haben kann: Er habe mit seiner rigorosen ethischen Härte Menschen verletzt. Er sei mit seinen Attacken gegen die Charismatiker zu weit gegangen.

            Alle so möglichen Vorwürfe weist Paulus zurück, ohne sie jedoch ausdrücklich zu benennen. Weil es ihm ferne liegt, die zu verurteilen, mit denen er in Gemeinschaft verbunden ist, die er im Herzen trägt. So weit geht diese Gemeinschaft, dass er mit ihnen stirbt und mit ihnen lebt. „Wenn „ein“ Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn „ein“ Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“(1. Korinther 12,26) hatte er ihnen früher geschrieben. Jetzt sieht er sich mit ihnen in einer Schicksalsgemeinschaft zusammen, die Tod und Leben umfasst. Es wird nicht ausdrücklich gesagt, aber es steht wohl dahinter: Weil sie alle mit Christus verbunden sind, sind sie auch miteinander verbunden, im Sterben und zum ewigen Leben.

            Diese Schicksalsgemeinschaft ist etwas, was Paulus wichtig ist. Was ihn mit Zuversicht erfüllt. Worüber er sich getröstet weiß. Alles Sätze, die nur eines wollen: Den Korinthern die Wertschätzung zeigen, die sie bei Paulus haben. Ihnen zeigen, wie viel Raum sie im Herzen des Paulus haben. Vielleicht wird ja daraus, dass Paulus auch in ihren Herzen Raum erhält.

            Es sind ausgesprochen warmherzige Töne, die hier laut werden. Die es nahe legen zu vermuten, dass es zu wirklichen Schritten der Versöhnung zwischen Apostel und Gemeinde gekommen ist. Das Ringen um solche Versöhnung prägt ja den Brief schon lange.  Ein bisschen wirkt es, als sei der Streit und damit auch Paulus selbst zur Ruhe gekommen.   „Nichts unter den Teppich kehren“ weiterlesen

Weit, aber nicht grenzenlos

  1. Korinther 6, 11 – 7,1

 11 O ihr Korinther, unser Mund hat sich euch gegenüber aufgetan, unser Herz ist weit geworden. 12 Eng ist nicht der Raum, den ihr in uns habt; eng aber ist’s in euren Herzen. 13 Ich rede mit euch als mit meinen Kindern; stellt euch doch zu mir auch so und macht auch ihr euer Herz weit.

             Paulus hält inne und setzt neu ein. Er überschaut, was er bis hierher geschrieben hat. Sein Herz hat er aufgemacht. Er hat sich selbst restlos geöffnet. Ohne Vorbehalte, ohne irgendwelche Gedanken zurück zu halten. „Die Gemeinde kann in das weit geöffnete Herz des Paulus hineinblicken.“ (T. Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther 1,1 – 7,4, EKK VIII/1,  Neukirchen 2010, S.364) In Lauterkeit (6,6) hat er geschrieben und alles Werben um die Korinther  zielt darauf, dass sie Anteil an seiner Weite gewinnen.

            Es kann sein, dass ein Vorwurf im Raum stand, Paulus sei engherzig, weil er so entschieden moralische Defizite ansprechen konnte. Auch weil er sich der vermeintlichen Weite der großen enthusiastischen Erfahrungen verweigert. Weil er sie auf der Besuchsliste nach hinten geschoben hat. Solche Vorwürfe sind schnell gemacht.

            Paulus weist sie alle zurück. Kontert: nicht ich, ihr seid die mit dem engen Herzen. Ihr seid die, die sich der Liebe nicht öffnen, die sie untereinander in den Abgrenzungen schuldig bleiben. Die nur die eigene geistliche Weise zulassen und anerkennen wollen. Ihr merkt die Engführung eurer Herzen gar nicht.

            Es wirkt fast ein wenig hilflos, wie Paulus dann bittet. Spürt doch, dass ich freundlich zu euch rede, väterlich, wie einer zu seinen Kindern liebevoll zugewandt ist. Antwortet doch, in dem ihr euch auch so verhaltet. Der ganze Satz lässt spüren, „dass die von einem Vater zu erwartende Liebe der Kinder im Blick ist.“(T. Schmeller, aaO.; S.366)

             Aber: es ist die väterliche Bankrotterklärung schlechthin, Liebe zu fordern.  Wer Liebe fordert, hat sie schon verspielt. Darum empfinde ich den Satz auch als hochproblematisch: „Die Weite, die Paulus von der Gemeinde fordert, soll seiner eigenen Weite entsprechen.“ (T. Schmeller, aaO.; S.365)  Ich glaube auch nicht, dass Paulus hier etwas fordert. Dagegen spricht, wie er seinen Gedanken anfängt, mit der ungewöhnlichen Anrede: O ihr Korinther, die ein starkes Signal der Zuwendung ist. Ich finde hier keinen fordernden Paulus, sondern den Bittenden, ganz in der Linie dessen, was er nur wenig früher gesagt hat: wir bitten an Christi statt (5,20).  Es geht ihm auch hier zentral um Versöhnung – diesmal nicht mit Gott, wohl aber Versöhnung zwischen sich und der Gemeinde. Und auch da ist nichts zu fordern, sondern immer nur zu bitten. „Weit, aber nicht grenzenlos“ weiterlesen

Gnade verpflichtet

  1. Korinther 6, 1 – 10

1 Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. 2 Denn er spricht (Jesaja 49,8): »Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.« Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

             Wieder Mitarbeiter. Und einmal mehr ein Ermahnen, das zugleich wohl auch ermutigen ist. Die Gnade soll nicht leer laufen in ihrem Leben. Wörtlich: nicht ins Leere. ες κενν . Geht das denn, bin ich versucht zu fragen, dass die Gnade ins Leere läuft?  Ja, wenn sie zur „billigen Gnade“ wird. „Billige Gnade heißt Gnade als Schleuderware, verschleuderte Vergebung, verschleuderter Trost…Billige Gnade heißt Gnade als lehre, als Prinzip, als System; heißt Sündenvergebung als allgemeine Wahrheit, heißt Liebe Gottes als christliche Gottesidee…. Billige Gnade heißt Rechtfertigung der Sünde und nicht des Sünders. Weil Gnade doch alles allein tut, darum kann alles beim alten bleiben.“(D. Bonhoeffer, Nachfolge München 1976, S.13)

         Ich stimme zu: Billig wird die Gnade, wenn sie zum Freifahrtschein wird: Es ist ja Gottes Profession zu vergeben. Wenn aus dem Geschenk der Gnade nicht das Ringen um einen neuen Weg wird. Es ist das völlige Missverständnis der Gnade, dass sie moralisch indifferent sein lässt, dass sie so ansehen lässt, als würde sie alles Verhalten gleich gültig machen, weil Gott ja doch auf alles Verhalten seine Gnade legt.

            Das ist die Sorge des Paulus: Die Verkündigung der Gnade könnte dazu führen, Verhaltensveränderungen auf die lange Bank zu schieben. Deshalb erinnert er mit den Worten des Jesaja noch einmal an die Dringlichkeit: Jetzt ist es Zeit. Nicht irgendwann. „Indem die Botschaft von der geschehenen Versöhnung ausgerufen wird, ist die große Entscheidungsstunde da, die Glauben und Gehorsam fordert.“ (H.D. Wendland, Die Brief an die Korinther, NTD 7, Göttingen 1968, S.208) Das Jesaja-Wort ist ein Wort in bedrängter Zeit. Vielleicht ist es auch gerade deshalb ein Wort, das dem so oft bedrängten Apostel wichtig und wegweisend ist. „Gnade verpflichtet“ weiterlesen

Leben auf Seine Rechnung

  1. Korinther 5, 16 – 21

16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr.

             „Niemand wird mehr rein menschlich angesehen und verstanden.“ (W.Schenk, Gemeinde im Lernprozess, Die beiden Korintherbriefe, Bibelauslegung für die Praxis 22, Stuttgart 1979; S.130) Das ist ja der normale Vorgang: Man sieht einen Menschen, man erhält ein paar Informationen, man macht sich ein Bild von ihm. Das aber will Paulus nicht mehr so halten – weil er hinter jedem Menschen Christus sieht, als den, der für ihn gestorben ist. Das „will er sagen: Ich beurteile jetzt keinen Christen mehr nach der Weise des Fleisches; jedermann beurteilen wir „geistlich“, als Pneumatiker, als Menschen in Christus, denn wir stehen jetzt nicht mehr in der alten, sondern in der neuen Weltzeit.“ (H.D. Wendland, die Brief an die Korinther, NTD 7, Göttingen 1968, S.203) Mit meinen Worten: Wenn der andere Christus seine Liebe wert ist – wie sollte Paulus ihn da nur noch auf das hin ansehen können, was vor Augen ist!

        Wie aber passt dazu, dass er das auch auf Christus ausdehnt. Will Paulus damit sagen: was ich über Jesus wissen kann, über den Mann aus Nazareth, das spielt alles keine Rolle. Das ist gleichgültig. Oder bestätigt er nur sein Defizit: er hat mit Jesus zu dessen Lebzeiten vor dem Kreuz nichts zu tun gehabt – und überhöht das jetzt? „Über die Frage, ob Paulus den geschichtlichen Jesus gesehen und gekannt habe, sagt der Satz weder bejahend noch verneinend irgendetwas aus.“ (H.D. Wendland, aaO.;S.202)

               Das freilich wird man sagen dürfen: Das Bild, das Paulus zunächst von Christus hatte, war fleischlich. Es setzte sich zusammen aus den Fakten, die über Jesus im Umlauf waren, aus den Beurteilungen, die er von anderen Pharisäern kannte. Nicht zuletzt war wohl bestimmend: Er ist gekreuzigt worden. Aber: „War Christus zunächst für ihn ein gescheiterter, von Gott verfluchter Messiasprätendent, so hat die Erfahrung bei Damaskus dieses Urteil auf den Kopf gestellt. Die neue Sicht Christi ist nicht einfach ein extremes Beispiel für derartige Änderungen, sondern ihre Bedingung und ihr Anfang.“ (T. Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther 1,1 – 7,4, EKK VIII/1,  Neukirchen 2010, S.325) Seit seiner Christus-Begegnung vor Damaskus kennt Paulus Christus nur noch als den Herrn, als Kyrios. Κΰριος.  

 17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

             Das ist ein atemberaubender Satz. Die Wirklichkeit ist von Grund auf anders geworden für die, die in Christus sind. Sie sind neue Schöpfung. καιν κτσις – eine Wortverbindung, die es vor Paulus nicht gibt. Die sich aber speist aus der Prophetie:  „Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“ (Jesaja 43, 18-19) oder: „Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.“(Jesaja 65,17) Aber was bei Jesaja als neue Schöpfung angekündigt ist, bezieht sich auf den Kosmos, auf Himmel und Erde. Paulus dagegen bezieht sein Wort auf den Einzelnen, der in Christus ist. In der Existenz des Einzelnen tritt durch den Schritt zum Glauben die Zeitenwende schon ein. „Die neue Weltzeit, die mit Christus beginnt, bringt auch die Schöpfung eines neuen Menschen mit sich.“ (H.D. Wendland, aaO.; S.206)

             Atemberaubend ist der Satz nicht zuletzt dann, wenn man sich selbst anschaut. Ich  mit meinem kümmerlichen Glauben – eine neue Schöpfung? Ein neuer Mensch. Wer sich ehrlich anschaut, sieht an sich selbst so viel eingeschliffene Verhaltensweisen, entdeckt die immer gleichen alten Tanzlieder im eigenen Verhalten. Sieht sich an den immer gleichen Stellen scheitern. Wo bleiben die Veränderungen, die wir mit dem neuen Menschen verbinden? „Leben auf Seine Rechnung“ weiterlesen

Geborgen – im Leben und im Sterben

  1. Korinther 5, 11 – 15

 11 Weil wir nun wissen, dass der Herr zu fürchten ist, suchen wir Menschen zu gewinnen; aber vor Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, dass wir auch vor eurem Gewissen offenbar sind.

            „Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang.“ (Sprüche 1,7) In der Tradition eines solchen Denkens ist Paulus unterwiesen. Deshalb klingt es für ihn auch nicht schief, seine Motivation, Menschen zu gewinnen, mit der Furcht zu begründen. Es ist Auftragstreue, sonst nichts. Genährt aus dem Wissen um die Verantwortung vor dem Richterstuhl Christi. In unseren Zeiten heute gilt das als „Angstmachen“. Paulus aber verspürt aus der Gottesfurcht keine Angst, sondern Verantwortung.

        Paulus weiß, dass er über seine innere Motivation Gott nichts vormachen kann. Auch hier gilt: Er weiß, dass Gott ihn kennt. Er hat es ja gelernt und wohl auch oft genug gesprochen, als eine Weise, sich in Hott zu bergen:

„HERR, du erforschest mich und kennest mich.                                                                Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;                                                                                  du verstehst meine Gedanken von ferne.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich                                                                                   und siehst alle meine Wege.

Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,                                                                das du, HERR, nicht schon wüsstest.                                                                                   Von allen Seiten umgibst du mich                                                                                         und hältst deine Hand über mir.“                             Psalm 139, 1 – 5

            Seine Hoffnung, die über dieses Wissen hinausgeht: Auch für die Korinther ist er offenbar – durchschaubar. Sie müssen sich nicht Täuschungen über ihn hingeben und auch nicht Täuschungen durch ihn befürchten. Gewissen meint hier: „Es ist eine Instanz, die zu einer Sicht der Wahrheit fähig ist, die der Sichtweise Gottes nahekommt.“ (T. Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther 1,1 – 7,4, EKK VIII/1,  Neukirchen 2010, S. 311) Wenn die Korinther Paulus wirklich vorurteilslos beurteilen, werden sie ihn – hoffentlich – so sehen, wie Gott ihn sieht.  „Geborgen – im Leben und im Sterben“ weiterlesen

Wenn der Tod an Schrecken verliert

2. Korinther 5, 1 – 10

1 Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.

             Es scheint, alle Auseinandersetzungen sind vergessen. Paulus bleibt an der Frage der Zukunft, die über den Tod hinaus weist, hängen. Und gibt seine persönliche Antwort, die aber gar nicht nur seine ist. Wir wissen – dieses Wissen teil er mit den Korinthern. Da sind sie einer Meinung, da teilen sie eine Einsicht des Glaubens.  Wenn das irdische Lebenshaus, die Hütte, – das Zelt,  so wörtlich σκνη im Griechischen –  abgebrochen wird, ist immer noch Zukunft. Denn haben wir einen Bau, von Gott erbaut. Es ist ein Bild-Wort, so wie ja auch der innere Mensch, von dem Paulus zuvor geschrieben hat (4,16), ein Bild ist. Wir können von der Zukunft, die über den Tod hinaus reicht, nicht anders als in Bildern reden. Ja, wir können auch von der Zukunft in der Zeit nur in Bildern reden.

            Was Paulus hier sagt, ist nicht so ungewöhnlich für seine Zeit. Ganz ähnliche Worte können auch aus anderen Ecken kommen, aus der Philosophie, aus den Kulten. Dass mit dem Tod alles aus und vorbei ist, wie es heute gerne geglaubt und als allein mögliche Sicht der Dinge behauptet wird, hätte damals weitgehend Widerspruch geerntet. Man war sehr dafür, dass irgendetwas, meistens die Seele, am Menschen unsterblich sei.

            Daran aber liegt Paulus: Das, was dann kommt, ist ewig im Himmel. Und: es ist nicht unser Machwerk. Es ist Gottes Werk. Mit diesen knappen Sätzen sind schon Vorstellungen abgewiesen, wie sie in der Umwelt der Korinther gang und gäbe sind: „Wenn der Geist sich zur Himmelswelt aufschwingt, kehrt er, wie von Fesseln befreit, zu seiner Heimat zurück. Dort ist er nicht wie ein Fremdling, sondern wie in seinem Eigentum.“(Seneca, Naturfragen, Vorwort, zitiert bei Schenk, Gemeinde im Lernprozess, Die beiden Korintherbriefe, Bibelauslegung für die Praxis 22, Stuttgart 1979; S.120) Paulus aber redet nicht von einer unsterblichen Seele – er redet von einem neuen Handeln Gottes m ganzen Menschen. Leib, Geist, Seele. Daran hängt seine Hoffnung, dass Gott sich treu bleibt und nicht, dass irgendetwas am Menschen substantiell Ewigkeitsbestand garantiert. „Wenn der Tod an Schrecken verliert“ weiterlesen

In irdenen Gefäßen

  1. Korinther 4, 7 – 18

7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.

            Jetzt blickt Paulus wieder auf die Christen. Im Wir schließt er sich mit der Gemeinde in Korinth zusammen. Da ist kein Unterschied zwischen dem Apostel und den „normalen Leuten in Korinth: Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, Es ist ein Bild, das den Korinthern aus ihren Alltag wohl vertraut ist. „Damals wurden tatsächlich äußerst wertvolle Dinge in Tonkrügen verwahrt. Das Tongefäß ist wertlos, zerbrechlich, vielleicht schon abgeschabt und rissig. Wer es nur von außen sieht, bemerkt nichts von dem Schatz, den es in sich birgt.“ (W. de Boor, Der zweite Brief des Paulus an die Korinther, Wuppertaler Studienbibel, Wuppertal 1975, S.102f.)

            Es ist auch nicht das erste Mal, dass Paulus Menschen mit Tongefäßen vergleicht – im Töpfergleichnis (Römer 9, 21 – 23) folgt er dem gleichen Zusammenhang. Aber während es im Töpfergleichnis darum geht, jeden Rechts-Anspruch von Seiten des Menschen abzuwehren, ist hier der Vergleichspunkt ein anderer: Gott erwählt, was arm und schwach ist, in den Augen der Welt wertlos. „Der großartige Dienst des neuen Bundes, der sogar den des Mose übertrifft, wird von einem schwachen, zerbrechlichen Menschen ausgeübt.“ (T. Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther 1,1 – 7,4, EKK VIII/1,  Neukirchen 2010, S. 256) Sagt Paulus aber eben nicht nur von sich selbst – im Wir sagt er es auch von der Gemeinde! Umso heller leuchtet der Inhalt. Umso deutlich wird: Es geht um Gottes Kraft und nicht um menschliches Vermögen und können.

  8 Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 9 Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. 10 Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde. 11 Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleisch.

             Jetzt spricht Paulus doch wohl von den eigenen Erfahrungen. Von den Ängsten und Mühen, den Gefährdungen, die sein Dienst mit sich bringt. Da ist so viel Widerstand, da ist Feindschaft, da ist Angriff auf Angriff – aber das alles läuft ins Leere. Es macht das Leben schwer, aber es bringt Paulus und seine Gefährten nicht vom Weg ab. Wenn man seine Worte verallgemeinert: „Notlagen bewirken für den Christen nicht, dass er sich selbst beweist in seiner Tragfähigkeit. Was ihn hält, ist nicht zuerst sein eigener Widerstandswille, sondern der, der ihn auch in der letzten Tiefe des Todes nicht fallen lässt.“ (W.Schenk, Gemeinde im Lernprozess, Die beiden Korintherbriefe, Bibelauslegung für die Praxis 22, Stuttgart 1979; S.116)

             Was Paulus für sich sieht, ist eine Schicksalsgemeinschaft mit Jesu. Mit ihm in den Tod gegeben – so denkt Paulus ja über die Taufe – und mit ihm ins Leben gerufen. „Christus-Gemeinschaft ist Leidens-Gemeinschaft.“ (H.D. Wendland, die Brief an die Korinther, NTD 7, Göttingen 1968, S.189) Aber eine Leidensgemeinschaft mit der großartigen Perspektive der Auferstehung, des ewigen Lebens. „In irdenen Gefäßen“ weiterlesen

Christus predigen!

  1. Korinther 4, 1 – 6

1 Darum, weil wir dieses Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist, werden wir nicht müde,  2 sondern wir meiden schändliche Heimlichkeit und gehen nicht mit List um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern durch Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott.

             Manchmal mag es zum Ermüden sein – immer wieder die gleichen Unterstellungen, die gleichen Vorwürfe. Paulus aber kennt kein Ermüden. Auch kein mutlos Werden. Weil er sich berufen weiß. Weil er seinen Auftrag – so übertrage ich hier Amt, im Griechischen steht da διακονα, Diakonia, Dienst  kennt, der ihn zugleich trägt. Paulus hat keine Job und macht auch keinen guten Job. Sein Dienst ist ihm Geschenk und Leben.

        Mir ist wichtig: Paulus redet hier von sich. Er sagt eben nicht: Christen können nie mutlos und müde werden. Darum ist die Frage falsch gestellt: „Warum kann ein integer auftretender Verkündiger nicht mutlos werden?“ (T. Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther 1,1 – 7,4, EKK VIII/1,  Neukirchen 2010, S.238) Das ist ein Musterbespiel dafür, wie gefährlich es ist, aus persönlichen Sätzen für alle gültige Wahrheiten ableiten zu wollen. Denn die Müdigkeit und Mutlosigkeit machen eben nicht wie von selbst vor den Verkündigern kehrt. Auch heute nicht.

       Mit diesem Dienst, seiner Diakonia verträgt sich so Vieles nicht: Heimlichkeit, List, hinten herum reden. Auch nicht die Anpassung des Wortes Gottes an den Zeitgeschmack oder die Hörer-Vorlieben.  Paulus passt sich nicht an und opfert die Klarheit des Evangeliums nicht dem Erfolg bei seinen Hörern.

         Als im 3. Reich starke Fraktionen in der Kirche auf eine Anpassung des Evangeliums an das Denken in den Kategorien der arischen Rasse und der nationalsozialistischen Herren-Ideologie forderten, stand die Kirche insgesamt vor der Herausforderung. Verfälschen wir das Evangelium, um uns die Anerkennung des „erwachten Deutschlands“ zu sichern?  Aber auch heute steht die Kirche vor der fundamentalen Herausforderung: Passen wir das Evangelium dem an, was gerade „in“ ist, dem Mainstream der öffentlichen Meinung. Sagen wir nur noch, was alle sagen? Oder wagen wir es, beim Evangelium zu bleiben, auch wenn es uns in den Gegenwind stellt.

            Paulus ist für Eindeutigkeit. Was er macht, was er redet, wie er lebt, das dient der Offenbarung der Wahrheit. Der Wahrheit, die aus Gott ist. Es geht Paulus bei der Wahrheit nicht um das, was wir Wahrhaftigkeit nennen würden. Sondern es geht ihm um das Zeugnis vom Handeln Gottes in Jesus. Oder anders gesagt: Die Wahrheit Gottes ist „das Wort vom Kreuz“(1. Korinther 1,18) und ist die Botschaft, dass dieser Gekreuzigte nicht im Tod geblieben ist: „Nun aber ist Christus auferstanden.“(1. Korinther 15, 20) Diese Wahrheit ist die Mitte der Verkündigung des Paulus.  Mit dieser Wahrheit, so ist sich Paulus sicher, können er und seine Gefährte vor dem Gewissen aller Menschen vor Gott bestehen.

        Es ist eine Eigenart im Denken des Paulus: Das Gewissen – συνεδησις, Syneidesis,  wörtlich: Mit-Wissen –  ist ihm nicht nur die Instanz zur Selbstbeurteilung. Sondern „Paulus schreibt ihm auch die Fähigkeit zur Beurteilung anderer Menschen zu.“ (T. Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther 1,1 – 7,4, EKK VIII/1,  Neukirchen 2010, S.240) Aber auch das ist deutlich: Das Gewissen, dem Paulus solches Urteilen zutraut, ist keine autonome Instanz, sondern es ist gebunden. Es hat seinen Ort vor Gott. Es ist im Wortsinn wirklich ein „Mit-Wissen“ mit Gott. Damit ist Paulus freilich weit entfernt von dem, wie heutzutage vom Gewissen gesprochen wird.

 3 Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die verloren werden, 4 den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

           Dass das Evangelium das Wort der Wahrheit ist, schließt nicht wie von selbst mit ein, dass es überall Gehör und Aufnahme findet. Es gibt eine „völlige Verblendung, die die göttliche doxa (Herrlichkeit) Christi nicht wahrnehmen kann.“ (H.D. Wendland, die Brief an die Korinther, NTD 7, Göttingen 1968, S.186) Sie bleibt verdeckt. Sie wird nicht geschaut.

             Das ist nicht böser Wille bei denen, die hören und doch nicht hören, sehen und doch nicht sehen.  Sondern das ist die Wirkung dessen, der der Gott dieser Welt ist. Mit dieser Formel „ist ersten sein Gegensatz zu Gott, zweitens seine Herrschermacht über die alte Welt, endlich die Vergänglichkeit seiner Herrschaft zusammen mit dieser Weltzeit ausgedrückt.“ Sie werden so zu Menschen, die nicht mehr glauben können. Ob sie einmal nicht glauben wollten, wird hier nicht reflektiert. „Christus predigen!“ weiterlesen

Grenzenlose Liebe

  1. Korinther 3,12 – 18

12 Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht 13 und tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hängte, damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit, die aufhört.

             Vorweg: ich glaube nicht, dass im ganzen Abschnitt eine Auseinandersetzung mit Gegnern des Paulus geführt wird. Sondern Paulus setzt sich sich sehr persönlich, geradezu in der Preisgabe intimer Gedanken und Empfindungen seiner Seele mit dem auseinander, was ihn bis zu seiner Christus-Erfahrung geprägt hat. In seiner jüdischen Prägung aber spielt Mose eine herausragende Rolle. Umso wichtiger: Die Hoffnung, die Paulus erfüllt und die große Freimütigkeit – so übersetze ich παρρησα -, mit der er Menschen begegnet, unterscheidet ihn von Mose. Mose hat sein Angesicht nach den Gottesbegegnungen verhüllt. Paulus sagt: damit die Israeliten nicht sehen, wie die Herrlichkeit verblasst.

            Man wird der Ehrlichkeit halber sagen müssen: so erzählt das 2. Mosebuch nicht! Das ist die Interpretation des Paulus. Im AT heißt es: „Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte, weil er mit Gott geredet hatte. Als aber Aaron und ganz Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glänzte, fürchteten sie sich, ihm zu nahen. 31 Da rief sie Mose und sie wandten sich wieder zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde, und er redete mit ihnen. Danach nahten sich ihm auch alle Israeliten…. Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und zu den Israeliten redete, was ihm geboten war, sahen die Israeliten, wie die Haut seines Angesichts glänzte. Dann tat er die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.“(2. Mose 34, 29 -32.34-5) Nach der alten Erzählung verbirgt Mose den Glanz auf seinen Angesicht, um der Furcht zu wehren, nicht um zu verbergen, dass der Glanz nachlässt.

 14 Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen.

             Es ist Paulus, der aus der Geschichte mit der Decke etwas sehr Grundsätzliches macht. Er deutet sie darauf, dass „der volle Glanz Gottes“, die Herrlichkeit Gottes für Israel um dieser Decke willen verborgen ist. Sie verhüllt nicht etwa den Glanz auf dem Angesicht des Mose, sondern sie verhüllt  den Israeliten die Herrlichkeit Christi. Was Paulus hier macht, ist ein Musterbeispiel für eine Auslegung, die Sachverhalte umformt, indem sie sie symbolisch überhöht.

            Also: Paulus geht hier sehr frei mit dem Text des Mosebuches um. Aber damit ist noch nicht alles gesagt. Sondern Paulus richtet hier gleichzeitig eine Auslegung auf, die seitdem in allen christlichen Kirchen befolgt wird: Wir legen – wie er  auch – das Alte Testament als Christen aus. Wir glauben, dass es in Christus seine Erfüllung findet. Wir sehen, geprägt durch unseren Glauben an Jesus Christus  als das eine Wort, „dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen haben“(Barmer Theologische Erklärung, I, 1934, EG 810) Texte des Alten Testamentes, der Hebräischen Bibel  immer in ihrem Bezug auf Jesus Christus, als Verheißung, die in ihm ihre Erfüllung findet.   „Grenzenlose Liebe“ weiterlesen

Ein wunderbarer Auftrag

  1. Korinther 3, 1 – 11

 1 Fangen wir denn abermals an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir, wie gewisse Leute, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch?

             „Dem Apostel ist es, als höre er an dieser Stelle beim Verlesen des Briefes in Korinth Zwischenrufe laut werden: Nun fängt er schon wieder an, sich selbst zu empfehlen!“ (W. de Boor, Der zweite Brief des Paulus an die Korinther, Wuppertaler Studienbibel, Wuppertal 1975, S.67)Gleich neunmal taucht das Wort empfehlen, συνίστημι/συνιστω, im 2. Korintherbrief auf. Auch sonst kommt es fast nur bei Paulus vor. Es spielt also für ihn eine große Rolle. „Selbstempfehlung wird von Paulus für sich abgelehnt (3;1; 5,2), für sich akzeptiert ( 4,2; 6,4) oder den Gegnern vorgeworfen (10,12.18).“ (T. Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther 1,1 – 7,4, EKK VIII/1,  Neukirchen 2010, S.172) Es geht dabei immer um die Legitimation als Apostel, um die Rechtfertigung der eigenen oder der fremden Autoritätsansprüche.

             Wo es keine „amtliche Beauftragung“ gibt, haben gute Worte, die einer für den anderen einlegt, vie Gewicht. Solche Worte können auch als Briefe verschickt werden. Sie sind dann gewissermaßen Beglaubigungsschreiben: dem könnt ihr trauen. Dem könnt ihr euch anvertrauen. Die Rolle der Empfehlungsschreiben haben in unserer Zeit Zeugnisse übernommen. Sie werden oft genug ergänzt durch das, was an guten Gerüchten im Umlauf ist.

 2 Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen! 3 Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen. 4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott

            Paulus erklärt: ich kann auf solche Briefe verzichten – denn ich habe ja euch: Ihr seid unser Brief. In unserem Herzen. Seltsam: Damit wird der scheinbar objektive Tatbestand – es gibt Empfehlungsbriefe – hier zu einer sehr persönlichen Angelegenheit: Ihr seid das, lesbar nur für die, die Zugang zu unserem Herzen haben. Das ist ein Argument dafür, dass Paulus dieses ganze Verfahren der Empfehlungen für unsinnig hält.

            Seine Antwort ist vielmehr: wenn ihr in euch selbst schaut, in eure eigenen Herzen, dann stoßt ihr doch auf das Evangelium. Geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes. Es ist das Zeugnis des eigenen Herzens, das Paulus hier für die Korinther anzeigt. Ganz so, wie er es nach Rom schreiben wird: „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“(Römer 8,16) Oder anders gesagt: „Die Gemeinde macht durch ihre Existenz erkennbar, dass sie ein Brief Christi ist.“ (T. Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther 1,1 – 7,4, EKK VIII/1,  Neukirchen 2010, S.180) Adressiert nicht an das Herz des Paulus, sondern an die Welt.

5 Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

             Das alles kommt aus Gott. Es sind nicht die missionarischen Fähigkeiten und Strategien des Paulus, die erfolgreich eingesetzt worden sind. Sondern Gott hat für seinen Weg in Anspruch genommen, was er bei Paulus an Tüchtigkeit und Fähigkeit gefunden hat.

            Das ist nicht Überhöhung der eigenen Leistungen. Das ist auch nicht falsche Demut, die sich nicht traut, zu den eigenen Leistungen zu stehen. Sondern so sieht Paulus sich und seine Gefährten – sie sind  Diener des neuen Bundes. „Ein wunderbarer Auftrag“ weiterlesen