Grenzenlose Liebe

1. Thessalonicher 3, 1 – 13

 1 Darum ertrugen wir’s nicht länger und beschlossen, in Athen allein zurückzubleiben, 2 und sandten Timotheus, unsern Bruder und Gottes Mitarbeiter am Evangelium Christi, euch zu stärken und zu ermahnen in eurem Glauben, 3 damit nicht jemand wankend würde in diesen Bedrängnissen.

Darum. Wie oft schließen die Gedanken bei Paulus und anderen so an vorhergehende Sätze an. Und oft ist solch ein Darum, mit dem ein neues Kapitel anfängt, der Hinweis, dass diese Kapiteleinteilungen Werk späterer Bibelausgaben sind, aber nicht vom Autor selbst gewollt.

 Es ist eine ungewöhnlich emotionale Ausdrucksweise: Wir ertrugen es nicht länger. Es setzt Paulus zu, dass er im Ungewissen ist. „Das Leben der anderen ist für die echte Liebe so wirklich ein Stück des eigenen Lebens geworden, dass das sorgende Bangen um die anderen unerträglich werden kann.“(W. de Boor, Die Briefe des Paulus an die Thessalonicher, Wuppertal 1977, S. 57) So sehr, dass Paulus es auf sich nimmt, allein zu bleiben in Athen.

 Es ist nicht nur die Sorge um die Thessalonicher, die sie nicht ruhen lässt, die dazu führt, dass sie Timotheus schicken. Es ist auch die Sehnsucht nach der Freude, die sich an den anderen freuen will. Paulus ist offenkundig weit davon entfernt, nur problemorientiert denken zu können. Er hofft auf gute Nachrichten und damit die wirklich kommen können, wird er aktiv. Timotheus soll stärken und ermahnen, ermutigen im Glauben. Alles, damit keiner aufgibt, keiner weggeht, keiner klein bei-gibt in diesen Bedrängnissen.

 Wie nahe sind diese Sätze beieinander: „Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie 13 und macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.“(Hebräer 12,12) Auch da der Verzicht darauf, die Bedrängnisse, das, was zum Straucheln bringen könnte, konkret zu benennen. Vielleicht ist das ja das Geheimnis dieser Worte: Weil sie im Schwebenden bleiben, was die ganz konkrete Gefährdung angeht, sind sie wie ein Mantel, den sich viele anziehen können, in dem viele sich aufgehoben fühlen können, weil sie sagen: Bedrängnis – das kenne ich auch.

 Seit vielen Jahren liegt ein Gebet auf meinem Schreibtisch, das genau an diese Stelle anknüpft:

Gib Du in unser Bangen unser Sorgen                                                                               Dein heilsam Wort, dass unsre Angst vergeh                                                                     wie dunkle Nacht an einem hellen Morgen                                                                             Richt‘ auf den Müden, dass er wieder steh‘                                                                        und mache sicher seine leisen Schritte                                                                                Bleib auch in unserer Schwachheit unsere Mitte.

Ich habe mich oft an diesen Worten festgehalten. Sie sind mein Mantel für die Bedrängnisse meines Lebens, die es reichlich gibt.

Denn ihr wisst selbst, dass uns das bestimmt ist. 4 Denn schon als wir bei euch waren, sagten wir’s euch voraus, dass Bedrängnisse über uns kommen würden, wie es auch geschehen ist und wie ihr wisst. 5 Darum habe ich’s auch nicht länger ertragen und habe ihn gesandt, um zu erfahren, wie es mit eurem Glauben steht, ob der Versucher euch etwa versucht hätte und unsre Arbeit vergeblich würde.

 Θλίψις, Bedrängnis, gehört zu den großen Hauptworten der ersten christlichen Gemeinde. Vielleicht kann Paulus ja auch deshalb auf konkrete Füllungen verzichten, weil alle sie aus eigener Erfahrung kennen, als Einzelne und in der Gemeinde. Es gibt im Neuen Testament keine Gemeinde, die das nicht als Lebenswirklichkeit erfährt. Es mag Atempausen geben, in denen der Druck nachlässt, einmal ein wenig zurück genommen ist, aber es sind nur Atempausen.

Christsein kostet. Vielleicht nur Ansehen. Vielleicht nur ein paar Freunde, die sich abwenden. Vielleicht aber auch mehr, soziale Sicherheit, gesellschaftliche Anerkennung, bürgerliche Akzeptanz, Freiheit. Und manchmal das Leben. Es ist neu und fällt – mir zumindest – auf, dass in unseren Medien verstärkt von Übergriffen gegen Christen weltweit berichtet wird. Von Übergriffen, die der Mob inszeniert, die oft genug aber auch staatlich geduldet werden, wenn nicht gar, klammheimlich, gefördert werden. Gerade weil wir das in unserem Land so gar nicht kennen, ist es wichtig, es zur Kenntnis zu nehmen, was geschieht, im Gange ist und wie sich das mit den alten Texten zusammen fügt: Christsein kostet.

Von Anfang an habe ich euch das nicht verschwiegen, sagt Paulus. „Als Paulus bei den Thessalonichern war, hat er sie nicht dadurch für Christus gewonnen, dass er ihnen irdisches Wohlergehen versprochen hat.“(G. Friedrich., Der Erste Brief an die Thessalonicher, NTD 8; 1976, S.233) Und ist damit in der Spur Jesus. Der hat auch nicht verschwiegen, was der Preis der Nachfolge ist. „Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.“ (Matthäus 8, 20) Das ist seine Antwort auf den Satz „Meister, ich will dir folgen, wohin du gehst.“ (Matthäus 8,19) Der Ruf zum Glauben darf nie Ruf zum sorgenfreien, besseren Leben in der angeblichen „Komfortzone Gottes“ werden, sonst wird er zu billiger und unehrlicher Propaganda. Es braucht die ehrliche Auskunft: „Dieser Weg wird steinig und schwer.“ (Xavier Naidoo)

 Er ist auch deshalb schwer, weil es nicht nur um Auseinandersetzungen mit Menschen geht. Was unserer Zeit irgendwie befremdend vorkommt, sagt Paulus wie selbstverständlich. „Hinter der Gefährdung der Gemeinde, die zunächst von Menschen außerhalb und innerhalb ihrer selbst ausgeht, steht die Macht Satans als des Gegenspielers Gottes.“(T. Holtz, Der Erste Brief an die Thessalonicher EKK XIII; Neukirchen 1986, S. 130) Aber er unterliegt nicht der Versuchung, Einzelne, bestimmte Menschen mit diesem Gegenspieler zu identifizieren. Niemand wird verteufelt.

 Aber um so wichtiger: Auf diesem Weg unter Bedrängnissen wird man, so lange es eben geht, nicht allein gelassen. Weil Paulus weiß, wie hart es sein kann, schickt er Timotheus. Nicht als Aufpasser, sondern als Ermutiger, als einen, der den Rücken stärkt und die Zuversicht stützt, der standhalten hilft. .

 6 Nun aber ist Timotheus von euch wieder zu uns gekommen und hat uns Gutes berichtet von eurem Glauben und eurer Liebe und dass ihr uns allezeit in gutem Andenken habt und euch danach sehnt, uns zu sehen, wie auch wir uns nach euch sehnen. 7 Dadurch sind wir, liebe Brüder, euretwegen getröstet worden in aller unsrer Not und Bedrängnis durch euren Glauben; 8 denn nun sind wir wieder lebendig, wenn ihr fest steht in dem Herrn.

Was für ein Satz: Nun sind wir wieder lebendig, wenn ihr fest steht in dem Herrn. Unvorstellbar, dass es uns unbeeinflusst lässt, wenn es euch schlecht geht. Es geht uns ans Leben. Fast möchte man sagen: Paulus, jetzt übertreibst Du aber. Aber der gleiche Paulus hat ja auch geschrieben „Und wenn „ein“ Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn „ein“ Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“ (1. Korinther 12,26) Hat er da etwa auch übertrieben?

 Wir haben es uns angewöhnt, diese Sätze des Paulus ausschließlich auf das kreatürliche Mitleiden hin zu hören. Wir leiden mit, wenn einer einen „Sterbefall“ – was für ein seltsames Wort! – in der nahen Familie hat, wenn einer missratene Kinder hat, wenn einer unverschuldet beruflich vor dem Aus steht, wenn einer mit seinem Lieblingsverein in der Bundesliga leiden muss. Aber dieses Mitleiden gefährdet unser eigenes Leben nicht.

 Wie weit ist dieses Mitleiden von dem entfernt, was Paulus hier indirekt von sich sagt: Es geht mir ans Leben, wenn es um euren Glauben schlecht steht, er ins Wanken kommt. Ist das nur orientalische Übertreibung, oder ist das womöglich „echt“, authentisch und wir sind mit unserem distanzierten Zur-Kenntnis-Nehmen von Austrittszahlen, abgebrochenen Glaubensgeschichten die eigentlich problematischen Leute? Von mir selbst weiß ich, dass ich ein paar Leute nie aus dem Gedächtnis „kriege“, die sich nach anfänglichen Schritten im Glauben von diesem Weg abgekehrt haben. Sie belasten mich bis heute.

 Wer die Belastung nicht erfährt, der kennt auch die Freude nicht, die die guten Nachrichten auslösen. Das ist ein emotionales Wechselbad. Aus der Sehnsucht und dem bangen Fragen wird Freude. Und aus der Freude wird neue Sehnsucht: Ihr sehnt euch danach, uns zu sehen, wie auch wir uns nach euch sehnen. Ist dieses Sehnen ein tragendes Motiv hinter „Dienstfahrten“ aus dem Landeskirchenamt nach Klein-Kleckersdorf? Oder sind das allzu romantische Vorstellungen und unerlaubte Eintragungen der Vergangenheit in unsere Zeit? Fordern kann man solches Sehnen, solche emotionaler Verbundenheit ja nicht. Die Frage heißt, woran sie sich nähren kann.

 9 Denn wie können wir euretwegen Gott genug danken für all die Freude, die wir an euch haben vor unserm Gott? 10 Wir bitten Tag und Nacht inständig, dass wir euch von Angesicht sehen, um zu ergänzen, was an eurem Glauben noch fehlt.

 Nach meinem Empfinden gibt Paulus mit diesen Sätzen einen Hinweis darauf, wie solche Verbundenheit genährt wird. Durch das Gebet, durch Danken und Fürbitte. Durch das Wissen darum, dass es gemeinsame Fortschritte im Glauben geben könnte. Durch das Wissen; Wenn wir einander begegnen, bringen wir einander weiter. Das schreibt er und weiß: Briefe sind nur Notbehelfe. Papier allein genügt nicht. Auch nicht gedruckt auf Hochglanz-Papier. Es braucht mehr. Begegnungen, face to face, von Angesicht zu Angesicht.

 Wieder hilft vielleicht im Verstehen weiter, was Paulus an anderer Stelle schreibt: „Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas mitteile an geistlicher Gabe, um euch zu stärken, das heißt, damit ich zusammen mit euch getröstet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben.“ (Römer 1, 11-12) Der große Apostel erhofft sich aus der Begegnung mit der Gemeinde eine Stärkung des eigenen Glaubens!

 Wenn ich das übertrage auf die Besuche von Bischöfen, Kirchenpräsidenten, Pröpsten, Dekanen in Gemeinden…. Aber das ist vielleicht ja auch ein wenig unfair und nicht zulässig. Die Missions-Situation um das Jahr 50 nach Christus mit kleinsten Gemeinden – Hauskreisgröße könnte man fast sagen – ist nicht vergleichbar mit der Situation einer Landeskirche mit rund 1000 Gemeinden von jeweils über 1500 Leuten im Jahr 2013.

Worum es aber geht – und das könnte wieder ganz nahe auch bei uns sein: Glaubensstärkung ist keine Einbahn-Straße, von oben nach unten. Vom Lehrer zum Schüler. Vom Profi-Christen zum Laien. Von Kirchenleitenden zu Basis-Leuten. Vom Voll-Theologen zur Bibelleserin. Für mich ist der Satz geradezu alternativ-los in Geltung: Wer glaubt, von seinen Schülern nichts lernen zu können, wird ihnen nichts beibringen können. Wer glaubt, von einer Gemeinde, in die er fährt, nicht im Glauben vertieft, weiter gebracht zu werden, der kann auch gleich zu Hause bleiben. Er wird ihr nichts geben können, weil er nicht bereit ist zu empfangen, was sie ihm, ihr geben könnten .

11 Er selbst aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus lenke unsern Weg zu euch hin. 12 Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander und zu jedermann, wie auch wir sie zu euch haben, 13 damit eure Herzen gestärkt werden und untadelig seien in Heiligkeit vor Gott, unserm Vater, wenn unser Herr Jesus kommt mit allen seinen Heiligen. Amen.

 Es ist Gottes Aufgabe, auf die die Briefschreiber jetzt ihren Blick richten. Er muss den Weg zueinander bahnen. Er muss die Thessalonicher in der Liebe reich werden lassen. Da steht im Griechischen: πλεονάσαι καί περισσεύσαι. Das ist auf Deutsch kaum wieder zugeben. „Die beiden Verben, die die Bitte aussprechen, sind fast synonym; ihre Nebeneinanderstellung dient der Steigerung, obwohl sie selbst schon je eine Bedeutung haben, die nicht mehr steigerungsfähig ist.“(T. Holtz, Der Erste Brief an die Thessalonicher EKK XIII; Neukirchen 1986, S. 143) Es geht um übervoll Überfülle. Vielleicht ist es so, dass die Sprache der Liedermacher besser trifft, was hier zur Sprache kommt.

Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich, still und leise;
und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.
Wo Gottes große Liebe in einen Menschen fällt,
da wirkt sie fort in Tat und Wort hinaus in uns’re Welt.

Ein Funke, kaum zu seh’n, entfacht doch helle Flammen;
und die im Dunkeln steh’n, die ruft der Schein zusammen.
Wo Gottes große Liebe in einem Menschen brennt,
da wird die Welt vom Licht erhellt;
da bleibt nichts, was uns trennt. Manfred Siebald 1973

Eine Überfülle, vor der keiner Angst haben muss. Überflutung, die nicht das Leben zerstört, sondern dem Leben dient.

Dabei ist es bemerkenswert: nicht nur in der Liebe zu den Schwestern und Brüdern, sondern zu jedermann. Also auch zu denen, die die Gemeinde skeptisch sehen, die ihr zu schaffen machen. Liebe kennt keine Grenzen, sie ist fast immer grenzenlos. Wo sie eingegrenzt wird nur zu den eigenen Leuten, da verliert sie den Anschluss an die Liebe Gottes.

 In dieser grenzenlosen Liebe aber gewinnen die eigenen Herzen an Stärke. Das ist ja eine Angst, die oft artikuliert wird: Verliert man sich nicht selbst, wenn man zu sehr liebt? Zu selbstlos ist? Ja, wenn es „zu sehr“ ist. Alles „zu sehr“, „zu viel“ ist gefährlich – so wurde ich es als Kind gelehrt. Aber wenn die Liebe in der Spur und im Kontakt zu Christus bleibt, dann verliert sie weder sich selbst noch die anderen, sondern gewinnt an Stärke und Strahlkraft. Sie liebt auch nicht zu sehr, sondern nach dem Maß Christi. Sie lässt sogar untadelig sein in Heiligkeit vor Gott, unserm Vater. Sie ist wie eine gute Vorbereitung für das Kommen des Herrn Jesus. Alles, was aus Liebe getan wird, wird er in sein Licht stellen und wandeln in Frucht, die bleibt.

Herr                                                                                                                                      Die Liebe zu Deinen Leuten                                                                                                  zu denen                                                                                                                               die mit mir auf der Kirchenbank sitzen                                                                                  in meiner Straße wohnen                                                                                                       meinen Weg kreuzen                                                                                                         diese Liebe habe ich nicht aus mir selbst

Aber Du willst sie schenken                                                                                                 So dass sie mich nicht in Ruhe lässt                                                                                   mir nicht den Rückzug erlaubt                                                                                             mich in Anspruch nimmt

Lehre Du mich zu tun                                                                                                             was nur ich tun kann                                                                                                                 zu sagen                                                                                                                                 was nur ich sagen kann                                                                                                        da zu sein                                                                                                                                 wo Du mich brauchen kannst und haben willst. Amen

Ein Gedanke zu „Grenzenlose Liebe“

  1. „Gott-gewollt“

    „Während also heute die so genannte „Überproduktion“ (die kein Überfluss ist) von Arbeitslosigkeit und niedrigen Löhnen, von Not und Entbehrung begleitet ist, beruht die echte, die natürliche Überproduktion auf einem wirklichen Überfluss an Ersparnissen und verursacht daher Erholung, Luxus und Lebensgenuss für alle, die es durch Fleiß und Sparsamkeit verdient haben.
    Man sagt, dass ganze Erdteile, die heute von Millionen Menschen bewohnt sind, in prähistorischen Zeiten unter Wasser gestanden hätten. Auch der Kapitalzins setzt große Gebiete der Volkswirtschaft gleichsam unter Wasser. Ihre Nutzbarmachung und Bearbeitung wird durch 4 bis 5 Prozent Zins ebenso unmöglich gemacht, als wenn ein Landgebiet von einem 4 bis 5 Meter hohen Wasserstand bedeckt ist.
    Was muss z. B. heute alles unterbleiben, weil es sich nicht „rentiert“ und was könnte morgen alles in Angriff genommen werden, wenn es sich nicht zu rentieren, sondern nur die Kosten, nur die Löhne zu decken brauchte! Durch die Freigeld-Reform wird, wie am Schöpfungstage, „Land“ und „Wasser“ voneinander geschieden, und wirtschaftliches Neuland hebt sich aus den sinkenden Fluten des Kapitalzinses, groß genug, um alle „Überflüssigen“ und „Vielzuvielen“ aufzunehmen und zukünftigen Generationen Arbeit, Existenz und Wohlstand zu gewähren.“

    Georg Blumenthal (aus „Die Befreiung von der Geld- und Zinsherrschaft“, 1916)

    In der originalen Heiligen Schrift (die Bibel nur bis Genesis_11,9) heißt der Kapitalzins „Frucht vom Baum der Erkenntnis“. In der Vorstellungswelt der Dummen ist das Paradies (die freie Marktwirtschaft) jedoch ein „Obstgarten“, in dem verbotene Früchte auf „Apfelbäumchen“ wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer. Darum sind allgemeiner Wohlstand und der Weltfrieden für die Dummen unvorstellbar; und die „Vielzuvielen“ müssen dann wohl „Gott-gewollt“ sein:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/11/macht-oder-konkurrenz.html

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