Gott ist gerecht in seinen Urteilen

Nehemia 9, 1 – 3. 32 – 37

1 Am vierundzwanzigsten Tage dieses Monats kamen die Israeliten zu einem Fasten zusammen, in Säcke gehüllt und mit Erde auf ihren Häuptern. 2 Und es sonderten sich die Nachkommen Israels von allem fremden Volk ab und traten hin und bekannten ihre Sünden und die Missetaten ihrer Väter. 3 Und sie standen an ihrem Platz auf und man las vor aus dem Buch des Gesetzes des HERRN, ihres Gottes, drei Stunden lang, und drei Stunden bekannten sie und beteten zum HERRN, ihrem Gott.

 Es ist ein schroffer Wechsel. Eben noch ist vom Laubhüttenfest und der Freude am Gebot und am HERRN erzählt worden und jetzt: Ein Bußgottesdienst. Betont wird gesagt: es sonderten sich die Nachkommen Israels von allem fremden Volk ab. Es ist das „wahre Israel“, das seine Sünde bekennt, angeleitet durch die Lesungen aus dem Gesetz des HERRN. Im Blick auf das, was im Esra-Buch (Esra 9-10) geschrieben ist, kann man fragen: Gehört zu diesen Sünden auch, dass man sich vorher nicht abgesondert hatte, sondern sich mit den fremden Völkern im Land vermischte?

In der fortlaufenden Bibel-Lese sind die Verse 4 – 31 ausgelassen. Ich lese sie zum besseren Verständnis mit und kommentiere sie entsprechend.

 4 Und auf dem erhöhten Platz für die Leviten standen Jeschua, Bani, Kadmiël, Schebanja, Bunni, Scherebja, Bani und Kenani und schrien laut zu dem HERRN, ihrem Gott. 5 Und die Leviten Jeschua, Kadmiël, Bani, Haschabneja, Scherebja, Hodija, Schebanja, Petachja sprachen:

 Es gibt auf dem Platz – vor dem Tempel? – Vorbeter, die die Gemeinde in ihrem Beten anleiten. Gleich zweimal werden sie aufgezählt und mit Namen genannt. Das wirkt wie das Liturgie-Blatt eines Gottesdienstes heutzutage, wo die Mitwirkenden am Gottesdienst aufgeführt werden.

 Auf! Lobet den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe seinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm! 6 HERR, du bist’s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist; du machst alles lebendig und das himmlische Heer betet dich an. 7 HERR, du bist Gott, der du Abram erwählt hast und ihn aus Ur in Chaldäa geführt und Abraham genannt hast 8 und hast sein Herz treu erfunden vor dir und einen Bund mit ihm geschlossen, seinen Nachkommen zu geben das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Jebusiter und Girgaschiter, und hast dein Wort gehalten; denn du bist gerecht. 9 Und du hast das Elend unserer Väter in Ägypten angesehen und ihr Schreien am Schilfmeer erhört 10 und Zeichen und Wunder getan am Pharao und allen seinen Großen und an dem ganzen Volk seines Landes – denn du erkanntest, dass sie gegen Israel vermessen waren – und hast dir einen Namen gemacht, so wie er heute ist. 11 Und du hast das Meer vor ihnen zerteilt, sodass sie mitten durchs Meer trocken hindurchgingen, und hast ihre Verfolger in die Tiefe geworfen wie Steine in mächtige Wasser 12 und hast sie geführt am Tage in einer Wolkensäule und des Nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen. 13 Und du bist herabgestiegen auf den Berg Sinai und hast mit ihnen vom Himmel her geredet und ein wahrhaftiges Recht und rechte Gesetze und gute Satzungen und Gebote ihnen gegeben 14 und hast deinen heiligen Sabbat ihnen kundgetan und Gebote, Satzungen und Gesetz ihnen geboten durch deinen Knecht Mose 15 und hast ihnen Brot vom Himmel gegeben, als sie hungerte, und Wasser aus dem Felsen fließen lassen, als sie dürstete, und ihnen geboten, sie sollten hingehen und das Land einnehmen, über das du deine Hand zum Schwur erhobst, um es ihnen zu geben.

 Das Gebet beginnt mit einem Durchgang durch die großen Taten Gottes – von der Schöpfung über die Erwählung Abrahams geht es zur Auszugserzählung aus Ägypten. Es folgt – ein wenig breiter dargestellt – die Gabe des Gesetzes am Sinai und die Fürsorge Gottes in der Wüste. Über dem allem steht zu Recht: Auf! Lobet den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Es ist ja der Weg, dem Israel sein Leben verdankt. Wie sollte es über diesem Weg seinen Gott nicht loben!

 Parallelen drängen sich geradezu auf:

 Halleluja!                                                                                                                            Lobt den Namen des Herrn, ihr Diener des Herrn!                                                             Ja, lobt ´ihn`,  die ihr den Dienst im Tempel des Herrn verrichtet,                                          in den Vorhöfen beim Heiligtum unseres Gottes.                                                              Lobt den Herrn, denn gütig ist der Herr,                                                                                besingt seinen Namen zum Spiel auf der Harfe – ja, das ist wunderbar!                       Denn der Herr hat die Nachkommen Jakobs für sich erwählt,                                          hat Israel zu seinem persönlichen Eigentum ´erklärt`.                                                          Ja, ich bin gewiss: Der Herr ist groß!                                                                                Größer als alle Götter ist unser Herr!                                                                              Alles, was dem Herrn gefällt, das vollbringt er,                                                                     sei es im Himmel oder auf der Erde,                                                                                     im Meer oder in den tiefsten Tiefen.                                                                                      Er führt Wolken herauf vom Ende der Erde,                                                                    Blitze lässt er dem Regen folgen,                                                                                           er holt den Wind hervor aus seinen Vorratskammern.       Psalm 135, 1- 7

 Israel kann gar nicht genug das Lob seines Gottes singen. Und auch da gibt es Berührungen zwischen dem Text bei Nehemia und den Psalmen: Das Lob Gottes macht nicht blind dafür, das eigene Versagen dieser Güte Gottes gegenüber zu sehen. Psalm 106 is ein Beleg dafür.

 Halleluja! Danket dem HERRN;                                                                                           denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.                                                     Wer kann die großen Taten des HERRN alle erzählen                                                           und sein Lob genug verkündigen? …..                                                                                Wir haben gesündigt samt unsern Vätern,                                                                          wir haben unrecht getan und sind gottlos gewesen.                                                        Unsre Väter in Ägypten wollten deine Wunder nicht verstehen.                                              Sie gedachten nicht an deine große Güte                                                                          und waren ungehorsam am Meer, am Schilfmeer.          Psalm 106, 1-2. 6-7

 16 Aber unsere Väter wurden stolz und halsstarrig, sodass sie deinen Geboten nicht gehorchten, 17 und weigerten sich zu hören und gedachten auch nicht an deine Wunder, die du an ihnen tatest, sondern sie wurden halsstarrig und nahmen sich fest vor, zu ihrer Knechtschaft in Ägypten zurückzukehren. Aber du, mein Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte und verließest sie nicht. 18 Und obwohl sie ein gegossenes Kalb machten und sprachen: »Das ist dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat«, und große Lästerungen redeten, 19 verließest du sie doch nicht in der Wüste nach deiner großen Barmherzigkeit, und die Wolkensäule wich nicht von ihnen am Tage, um sie auf dem Wege zu führen, noch die Feuersäule in der Nacht, um ihnen auf dem Wege zu leuchten, den sie zogen. 20 Und du gabst ihnen deinen guten Geist, um sie zu unterweisen, und dein Manna versagtest du nicht ihrem Munde und gabst ihnen Wasser, als sie dürstete. 21 Vierzig Jahre versorgtest du sie in der Wüste, sodass ihnen nichts mangelte. Ihre Kleider zerfielen nicht und ihre Füße schwollen nicht an.

 Es folgt ein erster Blick auf das Volk, auf unsere Väter. Stolz und halsstarrig wählten sie ihre eigenen Wege. Sie wollten zurück in das Haus der Knechtschaft. Das kann man auch übertragen hören: Sie wählten statt dem Gehorsam die Sünde. „Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Kinder und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst du dann: Ihr sollt frei werden? Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht.“ (Johannes 8,31 – 34) Wichtiger aber noch: Obwohl sie so sind, hält Gott an ihnen fest. Er verlässt sie nicht in der wüste. Er sorgt für sie, leitet sie, hält in Barmherzigkeit an ihnen fest.

 22 Und du gabst ihnen Königreiche und Völker und teiltest sie ihnen zu, dass sie das Land Sihons, des Königs von Heschbon, einnahmen und das Land Ogs, des Königs von Baschan. 23 Und du mehrtest ihre Kinder wie die Sterne am Himmel und brachtest sie ins Land, das du ihren Vätern zugesagt hast, dass sie dort einziehen und es einnehmen sollten. 24 Und die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein. Und du demütigtest vor ihnen die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, und gabst sie in ihre Hände, ihre Könige und die Völker im Lande, dass sie mit ihnen täten nach ihrem Willen. 25 Und sie eroberten feste Städte und ein fettes Land und nahmen Häuser voller Güter in Besitz, ausgehauene Brunnen, Weinberge, Ölgärten und Obstbäume in Fülle, und sie aßen und wurden satt und fett und lebten in Wonne durch deine große Güte.

 Wieder wechselt der Blick zu den Wohltaten Gottes: Gott hat seinem Volk das Land gegeben. Was wir Landnahme nennen, ist in Wahrheit Landgabe. Gott hat sein Wort an die Väter, gemeint sind die Verheißungen an die Erzväter Abraham, Isaak, Jakob, erfüllt an der Auszugs-Generation. Die Fülle, in der Israel im Land leben darf, ist ganz Gabe Gottes.

 26 Aber sie wurden ungehorsam und widerstrebten dir und warfen dein Gesetz hinter sich und töteten deine Propheten, die sie vermahnten, dass sie sich zu dir bekehren sollten, und redeten große Lästerungen. 27 Darum gabst du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie ängsteten. Und zur Zeit ihrer Angst schrien sie zu dir und du erhörtest sie vom Himmel, und durch deine große Barmherzigkeit gabst du ihnen Retter, die ihnen aus der Hand ihrer Feinde halfen. 28 Wenn sie aber zur Ruhe kamen, taten sie wieder übel vor dir. Da gabst du sie dahin in ihrer Feinde Hand, dass die über sie herrschten. So schrien sie dann wieder zu dir und du erhörtest sie vom Himmel her und errettetest sie nach deiner großen Barmherzigkeit viele Male. 29 Und du vermahntest sie, um sie zu deinem Gesetz zurückzuführen. Aber sie waren stolz und gehorchten deinen Geboten nicht und sündigten an deinen Rechten, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut, und kehrten dir den Rücken zu und wurden halsstarrig und gehorchten nicht. 30 Und du hattest viele Jahre Geduld mit ihnen und warntest sie durch deinen Geist in deinen Propheten, aber sie nahmen’s nicht zu Ohren. Darum hast du sie gegeben in die Hand der Völker in den Ländern. 31 Aber nach deiner großen Barmherzigkeit hast du mit ihnen nicht ein Ende gemacht noch sie verlassen; denn du bist ein gnädiger und barmherziger Gott.

 Es ist ein dramaturgisch geschickter Wechsel. Wieder wird jetzt in den Vordergrund gestellt, dass Israel die Antwort schuldig bleibt und mit seiner Antwort schuldig wird an Gott. Die zur Umkehr mahnten, wurden verworfen.- Das Gebot wurde missachtet, das doch der Weg zum Leben ist. Ausdrücklich wird es hervorgehoben in der Mitte des Gebetes: So beschaffen sind die Rechte Gottes, dass der Mensch lebt, wenn er sie tut. Die Antwort Gottes auf diese stete Weigerung ist durch viele Jahre hin Geduld und der ruf zur Umkehr. Dann aber, weil Hören und Gehorchen ausbleiben, die Ohren taub sind, das Gericht: Darum hast du sie gegeben in die Hand der Völker in den Ländern. Und doch: Auch im Gericht hat er an ihnen festgehalten. Vielleicht sogar: Auch durch das Gericht hat er an ihnen festgehalten. Sie sind ihm seine Gerichte wert! Denn du bist ein gnädiger und barmherziger Gott.

 32 Nun, unser Gott, du großer Gott, du Mächtiger und Furchtbarer, der du Bund und Treue hältst, achte all das Elend nicht gering, das uns getroffen hat, unsere Könige, Fürsten, Priester, Propheten, Väter und dein ganzes Volk seit der Zeit der Könige von Assur bis auf diesen Tag. 33 Du bist gerecht in allem, was du über uns gebracht hast; denn du hast recht getan, wir aber sind gottlos gewesen. 34 Und unsere Könige, Fürsten, Priester und Väter haben nicht nach deinem Gesetz getan und nicht Acht gehabt auf deine Gebote und Ordnungen, die du ihnen hast bezeugen lassen. 35 Und sie haben dir nicht gedient zur Zeit ihrer Macht bei all deiner großen Güte, die du ihnen erwiesen hast, in dem weiten und fetten Lande, das du ihnen gegeben hast, und haben sich von ihrem bösen Tun nicht bekehrt.

 Jetzt, nach diesem so langen Anlauf durch die Geschichte, kommt das Gebet im Heute an. Was jetzt ist, ist eine Folge des dauernd verweigerten Glaubens, des steten Ungehorsams. Der Untergang zur Zeit der Assyrer und die Situation heute werden zusammen gesehen als das Elend, das man sich selbst bereitet hat. Kurz: Du hast recht getan, wir aber sind gottlos gewesen. Keine Ausflucht, keine Entschuldigung, nur das Eingeständnis: Du, Gott, bist gerecht in deinen Gerichten.„Gottes Gericht kam als gerechte Strafe über das Volk, das gesündigt hat.“(T. Hiecke, Neuer Stuttgarter Kommentar Altes Testament, Die Bücher Esra und Nehemia, Stuttgart 2005, S.220)

 Was jetzt ist, ist eine Folge: Unser Könige und unsere Väter haben nicht nach deinem Gesetz getan und nicht Acht gehabt auf deine Gebote und Ordnungen. Hinter diesem Hinweis auf die Könige, Fürsten, Priester, Väter, muss man wohl auch hören: Wir! Die Generation auf dem Platz ist das letzte Glied in einer Kette verweigerten Gehorsams gegen das gute Gebot Gottes.

 36 Siehe, wir sind heute Knechte; und in dem Lande, das du unsern Vätern gegeben hast, seine Früchte und Güter zu genießen, siehe, in ihm sind wir Knechte. 37 Und all sein Ertrag bringt den Königen großen Gewinn, die du über uns gesetzt hast um unserer Sünden willen; und sie herrschen über unsere Leiber und unser Vieh nach ihrem Willen, und wir sind in großer Not.

 Was sich da angebahnt hat, hat jetzt Konsequenzen in dürftiger Zeit. Wir sind heute Knechte. Im Land der Freiheit hat die Knechtschaft Einzug gehalten. Aus Leuten, die nur von Gott abhängig sein sollten, Knechte Gottes, sind Leute geworden, die von Königen beherrscht werden. Sie herrschen über unsere Leiber und unser Vieh nach ihrem Willen, und wir sind in großer Not. Der Traum von der Freiheit ist ausgeträumt. Israel ist abhängig von der Gunst der mächtigen Großkönige. Die Eigenstaatlichkeit Israels ist bis in die Neuzeit ( 1948) verloren! Und dieser Verlust hat folgen bis in das Leben jedes Einzelnen hinein.

 Die große Vision Jesajas: „Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen. Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen.“(Jesaja 65, 21-23) wird zum unerreichbaren Traumbild. Was er erwartet als Erfüllung im Jetzt nach der Heimkehr wird Zukunftsmusik, in das Jenseits verschoben.

 „In den letzten Versen von Nehemia 9 spiegelt sich die durchgehende soziale und wirtschaftliche Situation der Nachexilszeit wider: Welche fremde Macht auch immer in Palästina die Oberherrschaft inne hatte, das Land, das an sich eine reiche landwirtschaftliche Produktion erbringen konnte, wurde stets bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit wirtschaftlich ausgebeutet.“ (T. Hiecke, Neuer Stuttgarter Kommentar Altes Testament, Die Bücher Esra und Nehemia, Stuttgart 2005, S. 221)

 Betrachte ich den ganzen Text des Bußgebetes, so zeigt sich: es nimmt viele Bezüge aus den biblischen Texten auf. Es ist nahe verwandt mit anderen Texten wie Psalm 78 und 106. Und dieses Buß-Gebet wird, so denke ich, zur Vorlage für die Rede des Stephanus, die ihn das Leben kosten wird. Aus der Selbst-Anklage des Volkes, aus dem Bußbekenntnis, ist in seinem Mund eine Anklage geworden. Das mag daran erinnern: Es ist sind sehr verschiedene Dinge, ob mir jemand meine Sünden vorhält, was oft genug zur Leugnung und zum Abstreiten führt, oder ob ich selbst mir vor Gott eingestehe: „So bin ich. Deine Urteile, Gott, über mich sind gerecht und gut.“

Herr                                                                                                                                         wir erwarten die große Wende jetzt                                                                                 sofort                                                                                                                                         in unseren Tagen                                                                                                                  Wir glauben                                                                                                                             dass wir ein Recht haben auf Glück und Wohlstand                                                             auf Frieden und Sicherheit                                                                                                    auf Gerechtigkeit und stabile Verhältnisse

Wie leicht übersehen wir                                                                                                   dass unser Verhalten anders ist                                                                                         Wir gefährden Glück                                                                                                                wir verweigern Anderen ihre Rechte                                                                                    wir leben oft genug auf Kosten Anderer                                                                                  in der Ferne und der Nähe

Lehre uns                                                                                                                              dass wir verflochten sind in Schuld                                                                                      Wir sind auf unseren Wegen schuldig geworden                                                                   wie unsere Väter vor uns                                                                                                    Darum können wir nur um Dein Erbarmen bitten                                                               Sei uns gnädig –                                                                                                                       durch Deine gerechten Gerichte hindurch. Amen