Gott gibt gern

2. Korinther 9, 10 – 15

10 Der aber Samen gibt dem Säemann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. 11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott.

Gott gibt – und er gibt gern. Was er gibt, ist ein Geben auf Hoffnung hin. Nicht die fertigen Früchte sind seine Gaben, sondern der Samen.

Ein Mann betritt einen Laden. Hinter der Theke steht ein Engel. Hastig fragte er ihn: » Was verkaufen Sie hier?« Der Engel antwortete freundlich: »Alles, was Sie wollen.« Der Mann begann aufzuzählen: »Dann hätte ich gern das Ende aller Kriege in der Welt, bessere Bedingungen für die Randgruppen der Gesellschaft, Beseitigung der Elendsviertel in Lateinamerika, Arbeit für die Arbeitslosen, mehr Gemeinschaft und Liebe in der Kirche, eine bessere Welt für alle, mehr Frieden, freundlichere Mitmenschen, eine gerechtere Verteilung der Güter dieser Welt, folgsamere Kinder, mehr Verständnis für Jugendliche bei den Erwachsenen, mehr Menschlichkeit und .. und …« Da fällt ihm der Engel ins Wort: »Entschuldigen Sie, Sie haben mich falsch verstanden. Wir verkaufen keine reifen Früchte, wir verkaufen nur den Samen.«“

Es ist eine Form von Beteiligung, die hier in den Blick rückt. Wer das fertige Werk gibt, macht die anderen zum „bloßen“ Empfänger. Wer den Samen gibt, macht den anderen zum Teilhaber an der eigenen Mühe, an der eigenen Hoffnung.

12 Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der Heiligen ab, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele Gott danken. 13 Denn für diesen treuen Dienst preisen sie Gott über eurem Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und über der Einfalt eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen.

Wer Geld gibt, löst mehr aus als die Dankbarkeit für das Geld. Wer Geld gibt, seine Gaben teilt, der weckt das Vertrauen auf die Großzügigkeit Gottes. Das ist ja das Merkwürdige: Hinter dem Geld wird die Bereitschaft sichtbar, nicht nur an sich selbst zu denken. Es gibt die Sorge um sich selbst. Es gibt aber auch die Fürsorge für andere. Diese Fürsorge ist ein schier unerschöpflicher Reichtum. Sie ist nicht zwanghaft. Sie ist nicht Pflicht. Sie nährt sich aus dem Geben Gottes und ahmt sein Geben im menschlichen Rahmen nach.

Daraus erwächst die Dankbarkeit – für die Gaben, gegenüber den Gebern und vor allem gegen Gott. Es entsteht ein Lob Gottes aus dem bewussten Empfangen.

Eine neue Sichtweise wird eingeübt. Hinter dem Geben sieht sie auch den Glauben und das Bekenntnis. Es ist ein „Bekenntnis- und Vertrauensakt“, anderen zu helfen mit den eigenen Mitteln, sich selbst mit den eigenen Bedürfnissen auch „ein Stück weit“ preiszugeben.

14 Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwänglichen Gnade Gottes bei euch. 15 Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

So entsteht Gemeinschaft in einer Tiefe, die weit über das Geld und de unmittelbare Not hinaus geht.

Herr Jesus                                                                                                                   so viel habe ich empfangen                                                                                           So viele haben Gutes in mich hinein gelegt                                                                     Hoffnungen                                                                                                         Ermutigungen                                                                                                        mich sorgend getragen                                                                                                So oft habe ich Dein Wort gehört

Was aus den vielen guten Samen geworden ist                                                           auch da hast Du Deine Hände im Spiel                                                                   Dass der Samen weiter Frucht trägt                                                                             das schenke Du

Dazu lass mich tun was ich kann. Amen